Unter der Dusche: Was passiert, wenn wir beim Duschen pinkeln?
Die wenigsten Menschen pinkeln wohl unter der Dusche, doch was passiert dann eigentlich? Sollten wir es womöglich mal ausprobieren?
Das sind weitere Vorteile
Über den rein ökologischen Aspekt hinaus, gibt es noch weitere Vorteile, die das Pinkeln unter der Dusche mit sich bringt. Denn tatsächlich stimmt der Mythos: Unter der Dusche pinkeln hilft tatsächlich gegen Fußpilz. Und nicht nur das: Auch gegen Warzen oder Hühneraugen ist der eigene Urin äußerst hilfreich. Im Allgemeinen pflegt der im Urin enthaltene Harnstoff die Haut und kann so auch gegen Schuppenflechte, Dermatitis oder ausgetrocknete Stellen hilfreich sein.
Und was wohl die wenigsten gedacht hätten: Unter der Dusche pinkeln ist hygienischer als auf der Toilette, da das fließende Wasser besser gegen Bakterien geeignet ist, die sich tatsächlich in der Toilette in deutlich erhöhter Zahl befinden.
Für Frauen gibt es zudem einen weiteren positiven Nebeneffekt. Sie können ihre Beckenmuskulatur durch das Pinkeln in der Hocke trainieren.
Das sind die Nachteile
Obwohl das Pinkeln unter der Dusche zwar prinzipiell hygienischer ist, sollte man dabei aber auch einiges bedenken. Denn durch den Urin werden über den Harnstoff auch Schadstoffe abgebaut wie Bakterien. Diese finden sich also auch im Urin wieder. Wenn man also eine offene Wunde hat, über die der Urin in den Körper gelangen kann, sollte man es dringend vermeiden unter der Dusche Wasser zu lassen.
Trotz dieses Nachteils ist es erstaunlich wie viele Vorteile es offenbar mit sich bringt, dem Harndrang nicht zu widerstehen, wenn man gerade unter der Dusche steht, schließlich gibt es dabei nur wenig zu beachten, aber viele positive Aspekte.
Darum sollten Frauen aufpassen
Dr. Alicia Jeffrey-Thomas, eine US-amerikanische Ärztin und Beckenboden-Spezialistin, warnt Frauen davor, unter der Dusche zu pinkeln, und gibt dafür zwei Gründe an. Laut ihren Videoclips zur Frauengesundheit erklärt sie, dass die weibliche Anatomie nicht für das Stehpinkeln gemacht ist. Beim Pinkeln unter der Dusche könne sich die Beckenbodenmuskulatur nicht komplett entspannen, was dazu führe, dass die Blase nicht richtig entleert wird. Dies könnte wiederum dazu führen, dass man öfter auf die Toilette muss, obwohl die Blase nicht wirklich voll ist. Die Expertin betont somit, dass es dem Beckenboden schaden könnte und rät davon ab, diese Gewohnheit beizubehalten.
Das ist noch ein Nachteil am Pinkeln in der Dusche
Die Ärztin und Beckenboden-Spezialistin Dr. Alicia Jeffrey-Thomas hat einen weiteren Grund, warum Frauen das Pinkeln unter der Dusche lassen sollten. Sie erklärt, dass nicht nur der Beckenboden Schaden nehmen kann, sondern auch im Gehirn falsche Assoziationen entstehen können. Indem man regelmäßig unter der Dusche pinkelt, könnte das Gehirn unbewusst eine Verbindung zwischen dem Geräusch fließenden Wassers und dem Bedürfnis, Wasser zu lassen, herstellen. Dies könnte zu einer falschen Konditionierung der Blase führen, wodurch man möglicherweise öfter den Drang verspürt, auf die Toilette zu gehen, auch wenn die Blase nicht wirklich voll ist.