Bärlauch sammeln: 10 Dinge, die du beachten solltest
Einmal im Jahr ist es soweit: Die Bärlauch-Saison ist wieder da! Doch wenn du ein paar Dinge nicht beachtest, kann das schnell nach hinten losgehen.
#4 Mit den Pflanzen wird Bärlauch häufig verwechselt
Beim Sammeln von Bärlauch ist nicht nur die Menge wichtig – sondern vor allem, dass man die richtige Pflanze erwischt. Immer wieder kommt es zu schweren Vergiftungen oder sogar Todesfällen, weil Bärlauch beispielsweise mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechselt wird. Maiglöckchen können Übelkeit und Erbrechen verursachen, während Herbstzeitlose und Aronstab das Gift Colchicin enthalten – der Verzehr eines einzigen Blattes kann sogar tödlich enden. Besonders gefährlich ist, dass Bärlauch häufig in der Nähe dieser giftigen Pflanzen wächst. Dadurch besteht die Gefahr, die Pflanzen zu verwechseln. Erst 2024 starb ein Ehepaar in Österreich, nachdem es eine Suppe aus vermeintlichem Bärlauch gekocht hatte – vermutlich enthielt sie stattdessen Herbstzeitlose.
#5 Bärlauch oder giftige Pflanze? So erkennst du ihn
Der einfachste Test: Zerreibe ein Blatt zwischen den Fingern. Riecht es intensiv nach Knoblauch, handelt es sich um Bärlauch. Doch Vorsicht – dieser Trick funktioniert nur, wenn die Hände vorher vom Knoblauchduft gereinigt wurden und nach jedem Reiben am Blatt auch gereinigt werden, sonst könnte man auch eine giftige Pflanze für Bärlauch halten. Wer sich unsicher ist, sollte genau hinschauen und im Zweifel wirklich lieber die Finger davon lassen – und sich sofort die Hände waschen.
#6 Die äußeren Merkmale von Bärlauch
Bärlauch lässt sich auch an mehreren äußeren Merkmalen erkennen: Die Unterseite des Blattes ist mattgrün, der Blattstiel ist dünn und die Pflanze wächst einzeln aus dem Boden. Im Gegensatz dazu wachsen Maiglöckchen paarweise am Stängel, ihre Blätter glänzen auf der Unterseite. Herbstzeitlose hat glänzende Blätter auf beiden Seiten, während der Aronstab eine auffällige, pfeilförmige Blattform mit unregelmäßig verlaufenden Blattnerven besitzt. Obwohl Aronstab, wie Bärlauch, in ähnlichen Gebieten zur gleichen Zeit wächst, unterscheidet er sich deutlich in der Form und Struktur der Blätter.
#7 Wie gefährlich ist der Fuchsbandwurm?
Die Gefahr, sich beim Sammeln von Bärlauch mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren und später an einer Echinokokkose zu erkranken, ist laut neueren Untersuchungen tatsächlich äußerst gering. Die Krankheit, die vor allem die Leber schädigt, wird zwar durch den Fuchsbandwurm übertragen, aber die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung beim Bärlauch-Sammeln ist sehr niedrig.