Bärlauch sammeln: 10 Dinge, die du beachten solltest
Einmal im Jahr ist es soweit: Die Bärlauch-Saison ist wieder da! Doch wenn du ein paar Dinge nicht beachtest, kann das schnell nach hinten losgehen.
Bärlauch ist nicht nur ein aromatisches Wildkraut, sondern auch ein echtes Superfood. Im Frühling sprießt er in Wäldern und Parks – perfekt zum Selbersammeln! Doch Vorsicht: Beim Sammeln gibt es einiges zu beachten. Damit du sicher und umweltbewusst genießen kannst, findest du hier die wichtigsten Tipps zum Bärlauch-Sammeln.
#1 Was ist Bärlauch eigentlich?
Bärlauch ist eine Wildpflanze aus der Familie der Zwiebelgewächse und verwandt mit Knoblauch, Schnittlauch und Zwiebeln. Die Pflanze hat grüne Blätter, die etwa 20 bis 30 Zentimeter lang werden. Bärlauch wird vor allem in der Küche verwendet, wo er für seinen milden, knoblauchähnlichen Geschmack geschätzt wird. Außerdem ist Bärlauch reich an Vitaminen und Mineralstoffen, weshalb er auch in der Naturheilkunde genutzt wird. Er enthält beispielsweise Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin C und Folsäure.
#2 Wo wächst Bärlauch?
Bärlauch wächst vor allem in feuchten, schattigen Laubmisch- und Buchenwäldern. Besonders gerne findet man ihn in der Nähe von Flüssen und Bächen, wo der Boden humusreich und nährstoffreich ist. Bärlauch bevorzugt etwas feuchtere Stellen, wie Waldlichtungen oder Waldränder. Er bildet auch oft große Teppiche und ist in der Hauptzeit leicht zu finden, da er sich durch die leuchtend grünen Blätter deutlich abhebt. Man sollte jedoch darauf achten, nicht in geschützten Naturschutzgebieten oder privaten Grundstücken zu sammeln.
#3 Bärlauch sammeln: Dann wird es teuer
Besonders beliebte Sammelstellen bleiben oft geheim, damit das begehrte Wildkraut nicht schon abgeerntet ist. Manche halten ihren Fundort aber auch geheim, weil sie sich in einem Schutzgebiet befinden, wo das Sammeln verboten oder eingeschränkt ist. Außerhalb dieser Gebiete gilt: Nur kleine Mengen für den Eigenbedarf sind erlaubt – etwa eine Handvoll. „Bärlauch darf in haushaltsüblichen Mengen gesammelt werden“, erklärt Elmar Herget vom Biosphärenreservat Rhön. Wer etwas mehr mitnimmt, hat meist nichts zu befürchten. Doch wer größere Mengen oder gar gewerblich erntet, riskiert Ärger. Ranger können Verstöße melden, auch wenn sie selbst keine Bußgelder verhängen dürfen. Wer ohne Genehmigung große Mengen sammelt, muss mit Strafen zwischen 300 und 800 Euro rechnen.