Praktische Lifehacks zu deinem Körper, die wirklich funktionieren
Unser Körper ist zu einigen Meisterleistungen fähig! Diese praktischen Lifehacks mit deinem Körper werden dir den Alltag wesentlich erleichtern!
#4 Individueller Zungenabdruck
Die Zunge kann viel mehr, als essen, schmecken, reden und küssen: Forschende der Universität Edinburgh haben in einer Studie untersucht, wie die Struktur der Zunge individuelle Merkmale von Menschen darstellt. Sie erstellten detaillierte Silikonabdrücke der Zungen von 15 Freiwilligen und analysierten sie mit KI-Computermodellen. Dabei fanden sie heraus, dass die Anordnung und Größe der Papillen auf der Zunge Rückschlüsse auf das Geschlecht und Alter einer Person mit einer Genauigkeit von 67 bis 75 Prozent zulassen. Die Studie hebt hervor, wie einzigartig und individuell die Zunge bei jedem Menschen ist, ähnlich, wie bei einem Fingerabdruck. Das klingt doch fast schon nach hellseherischen Fähigkeiten!
#5 Gleichgewichtstest mit geschlossenen Augen
Das Gleichgewicht wird stark durch die Augen beeinflusst, da sie Informationen über die Umgebung an das Gehirn senden. Diese Daten, zusammen mit Rückmeldungen des Körpers, helfen dem Gleichgewichtszentrum, die richtige Reaktion zu steuern. Das Gehirn priorisiert den Schutz des Kopfes und sorgt dafür, dass die Augen horizontal ausgerichtet sind, um Orientierung zu gewährleisten. Bei geschlossenen Augen fehlt diese visuelle Unterstützung, was das Halten des Gleichgewichts schwieriger macht. Mit einem einfachen Test, bei dem du mit geschlossenen Augen auf einem Bein stehst, kannst du deinen Gleichgewichtssinn testen. Wenn du es schaffst für eine halbe Minute sicher stehenzubleiben, kannst du dich freuen: Denn ein gutes Gleichgewicht ist für die meisten Sportarten besonders hilfreich. Aber keine Sorge, falls du es nicht beim ersten Mal schaffst. Das Gleichgewicht kann man natürlich trainieren.
#6 Den Ringfinger anheben
Obwohl Hände die filigransten Arbeiten erledigen können, sind nicht alle fünf Finger gleich beweglich. Das kannst du ganz einfach testen, indem du deine Handfläche flach auf den Tisch legst und versuchst, alle Finger nacheinander einzeln anzuheben. Dir sollte auffallen, dass es wesentlich schwieriger ist, den Ringfinger anzuheben, als die restlichen Finger. Über diese Beschaffenheit klagen vor allem Pianist*innen, da die Unbeweglichkeit des Ringfingers bei bis zu 20 Tastenanschlägen pro Sekunde eine nervige Hürde ist. Diese Unbeweglichkeit erklärt sich durch die anatomische und neurologische Ausstattung der Hand. Die Motorik der Hand nimmt im Gehirn viel Kapazität ein, wobei der Ringfinger jedoch nicht sonderlich gut versorgt ist. Der Ringfinger ist evolutionär betrachtet hauptsächlich dafür da, die Kontaktfläche beim Greifen zu vergrößern, während andere Finger spezifischere Aufgaben haben und von daher beweglicher sein müssen. Auch wenn der Ringfinger im Alltag nicht sonderlich wichtig ist, darf er sich immerhin bei der Hochzeit mit einem funkelnden Schmuckstück zieren.
#7 Sich selbst kitzeln
Wenn uns andere kitzeln, kann das entweder total lustig oder sogar unangenehm sein. Doch warum können wir uns eigentlich nicht selbst kitzeln? Das liegt überwiegend daran, dass unser Gehirn unsere Berührungen und Bewegungen vorwegnimmt. Wenn wir wissen, dass wir uns gleich selbst an einer bestimmten Körperstelle berühren, dämpft das Gehirn die Wahrnehmung. Es wäre evolutionär betrachtet einfach verschwendete Energie auf unsere eigenen Berührungen genauso intensiv zu reagieren, wie auf fremde. Wenn uns etwas oder jemand unvorhergesehen berührt, ist das Empfinden viel intensiver, da es Gefahr bedeuten könnte. Giftige Insekten könnten uns beispielsweise auf dem Rücken kitzeln und über die haben wir keine Kontrolle. Auch wenn es um das Schlagen von anderen Menschen geht: Das Gegenüber empfindet den Schlag meistens viel intensiver, als man es selbst eingeschätzt hätte. Einfach, weil der Schlag für die andere Person unerwartet kommt. Ausprobieren sollte man das jedoch lieber nicht.