Warum wir nachts aufwachen – und was dahintersteckt
Du schläfst die Nacht nicht durch und kommst nicht richtig zur Ruhe? Wir verraten, wie du dich am Morgen wieder erholter fühlst.
Weckruf durch das Restless-Leg-Syndrom
Bei dem Restless-Leg-Syndrom verspüren die Betroffenen starken Bewegungsdrang in den Armen und Beinen. Oft geht der so weit, dass sie die Beine unkontrolliert bewegen. Der Name „Restless-Leg“ stammt aus dem Englischen und beschreibt genau dieses Phänomen: das „rastlose Bein“, das niemals zur Ruhe zu kommen scheint. Ursache dafür können Missempfindungen wie Kribbeln sein oder auch ein niedriger Eisengehalt im Blut. Betroffene spüren diesen Drang teilweise so stark, dass sie Schwierigkeiten beim Einschlafen haben oder sogar nachts davon aufwachen. In so einem Fall können eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung helfen, vor allem aber empfiehlt sich eine Beratung beim Arzt.
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Medikamente wie Kortison und Beta-Blocker
Medikamente können den Schlafrhythmus ebenfalls durcheinanderbringen. Insbesondere Kortison, Antidepressiva und Beta-Blocker haben Schlafstörungen als typische Nebenwirkungen. Diese Medikamente sorgen unter anderem dafür, dass das Einschlafen schwerfällt oder das Durchschlafen nicht gelingt. Wer auf die Medikamente angewiesen ist, kann sie nicht einfach absetzen. Allerdings hilft in einigen Fällen ein Gespräch mit dem Arzt. Je nach Krankheitsbild ist bei einigen Betroffenen der Umstieg auf ein alternatives Mittel möglich, das den Schlaf weniger stört. Ein Umstieg ohne Absprache mit dem behandelnden Arzt ist jedoch nicht zu empfehlen. Beruhigende Maßnahmen vor dem Einschlafen helfen auch Betroffenen, die Medikamente nehmen.
Gestörter Schlafrhythmus
Die sogenannte „innere Uhr” weckt uns eigenständig auf, oft abhängig von eigenen Schlafrhythmus. Viele Menschen kennen das Phänomen, dass sie wenige Minuten vor dem Weckerklingeln bereits wach werden. Der Körper gewöhnt sich an einen Schlafrhythmus und weckt uns zur bekannten Uhrzeit. Ein gestörter Rhythmus verhindert daher auch das Ein- und Durchschlafen zu anderen Zeiten. Für Veränderungen des Rhythmus sorgen beispielsweise lange Nachtschichten, Jetlag oder eine außer Kontrolle geratene Routine (etwa durch Stress oder große Lebensveränderungen). In vielen Fällen beruhigt sich der Schlaf wieder, sobald die bekannte Routine wieder aufgenommen wurde.
Schlafapnoe denkbar?
Viele Menschen schnarchen nachts, teilweise regelmäßig, teilweise unregelmäßig. Einige Menschen leiden jedoch unter so krankhaftem Schnarchen, dass es zu Atemaussetzern kommt. Dies ist als Schlafapnoe bekannt. Im Körper setzen dann Weckreaktionen ein, die das Durchschlafen verhindern. Diese Reaktionen beenden zwar die Atemaussetzer, verhindern aber gleichzeitig gesundes Durchschlafen. Betroffene sind ständig müde. Liegt der Verdacht auf eine Schlafapnoe vor, sollte dies mit dem Arzt besprochen werden. Es gibt eine Reihe von Tests und Untersuchungen, teilweise im Schlaflabor, die bei der Erkennung und Behandlung hilfreich sein können. Dann sollte einer ruhigen Nacht für Betroffene (und deren Partner) nichts mehr im Wege stehen.