Ein wahres Verbrechen in Schnaittach: Ingos tödliche Liebe
Die Geschichte eines wahren Verbrechens: Ingo lebt mit 25 Jahren noch bei seinen Eltern in Schnaittach. Als er sich verliebt, verändert sich alles.
Plötzliche Krankheit und ein seltsamer Tee
Anfang Dezember 2017 trifft sich Elfriede mit ihren Sohn und seiner Verlobten. Nach dem Kaffeetrinken klagt sie über Bauchschmerzen. Kurz darauf trinkt sie einen Tee, den sie als bitter empfindet und absetzt. Sie denkt zunächst, dass sie sich einen Virus eingefangen habe. Nach einigen Tagen geht es ihr besser. Am 13. Dezember sehen Nachbarn Elfriede und Peter ein letztes Mal auf ihrem Grundstück in Schnaittach. Niemand ahnt, dass dieser Anblick das letzte Lebenszeichen der beiden ist.
Spurlos verschwunden
Am 14. Dezember 2017 verschwinden Elfriede und Peter P. spurlos. Ingo informiert niemanden. Erst am 28. Dezember 2017 meldet er seine Eltern bei der Polizei als vermisst. Einen Tag später, am 29. Dezember, heiraten Ingo und Stephanie standesamtlich in Schnaittach – obwohl Ingos Eltern vermisst werden. Familie und Bekannte sind schockiert. Warum dieser Schritt ausgerechnet jetzt? Warum keine Suche, kein öffentliches Aufrütteln? Die Hochzeit wirkt kalt, fast taktisch. Ein Verhalten, das Fragen aufwirft – bei Angehörigen und bei der Polizei.
Feiern statt trauern – ein beunruhigendes Verhalten
Am 31. Dezember 2017 feiern Ingo und Stephanie Silvester. Laut Nachbarn wirken sie fröhlich, sie schießen Raketen in die Luft. Kurz darauf kaufen sie zwei Hundewelpen. In dem Haus, in dem Ingos Eltern verschwunden sind, lebt nun das frischverheiratete Paar. Anfang Januar 2018 wenden sie sich öffentlich an die Medien. In einem TV-Interview im Elternhaus erklärt Stephanie, wie sehr sie sich um Elfriede und Peter sorgt. Ingo bittet um Spenden für eine Suchaktion. Doch ihr Verhalten passt nicht zur besorgten Fassade.
Der Schockfund in der Garage
Am 22. Januar 2018 durchsucht die Polizei das Haus in Schnaittach. In der Garage entdecken die Ermittler eine frisch gemauerte Wand. Dahinter, eingemauert in Beton, liegen die Leichen von Elfriede und Peter – eingewickelt in Folie, mit Plastiktüten über den Köpfen. Die Spuren deuten auf einen geplanten Mord hin. Ingo wird noch am selben Tag zusammen mit Stephanie auf offener Straße festgenommen. Die Ermittler sind fassungslos: Das Paar lebt wochenlang mit dem Wissen um die Tat – im selben Haus.