Ein wahres Verbrechen in Schnaittach: Ingos tödliche Liebe
Die Geschichte eines wahren Verbrechens: Ingo lebt mit 25 Jahren noch bei seinen Eltern in Schnaittach. Als er sich verliebt, verändert sich alles.
Eine düstere Wahrheit kommt ans Licht
Die Polizei wertet Handydaten aus. Chatverläufe zeigen, dass Ingo und Stephanie bereits im Dezember 2017 über Gift sprechen. Der Tee-Versuch scheitert. In der Nacht vom 14. auf den 15. Dezember 2017 greift Ingo dann zur Gewalt: Mit einem Hammer erschlägt er zuerst seine Mutter im Schlaf – mit zwölf Schlägen. Als sein Vater flieht, verfolgt und tötet er auch ihn. Anschließend versteckt er die Leichen in der Garage, mauert sie ein. Stephanie hilft offenbar bei der Spurenbeseitigung. Ihr Handy ist in der Nähe, ihre Spuren finden sich am Tatort.
Der Prozess offenbart ein toxisches Konstrukt
Am 19. Februar 2019 beginnt der Prozess vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth. Ingo wird wegen zweifachen Mordes angeklagt, Stephanie wegen Anstiftung zum Mord. Beide schweigen. Die Beweise sprechen für sich: Stephanie recherchiert im Vorfeld, wie man mit Gift tötet. Sie stellt Ingo vor die Wahl: Eltern oder ich. Sie bewegt sich nach der Tat frei, besucht ihre Familie, zeigt keine Anzeichen von Angst. Ein Ex-Freund sagt aus, dass sie auch in früheren Beziehungen eifersüchtig und manipulativ war. Das Gericht erkennt ein Muster: Besitzdenken, Kontrolle, emotionale Erpressung. Die Liebe, die Ingo verspürt, wird zur Waffe gegen ihn selbst.
Die Verurteilung und der bittere Nachklang
Ingo und Stephanie werden zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht spricht von Mord aus niederen Beweggründen. Ingo tötet aus Hörigkeit, aus blinder Liebe. Stephanie manipuliert, ohne selbst Hand anzulegen. Ihre Ehe zerbricht nach der Festnahme. Noch vor der Verurteilung soll Stephanie auf Datingplattformen aktiv sein. Ihre Berufung bleibt erfolglos. Bis heute bestreitet sie, etwas mit der Tat zu tun zu haben. Doch die Beweise sind eindeutig. Die Mauer des Schweigens, die sie um ihre Tat errichten, hält nicht stand. Am Ende zeigt sich: Wahre Liebe zerstört nicht. Sie tötet nicht.