Wissenschaftliche Erkenntnisse, die kaum jemand kennt
In der Wissenschaft gibt es jedes Jahr neue Erkenntnisse, die unsere Welt entscheidend verändern könnten. Hast du die Neuheiten schon gekannt?
Uns Menschen gibt es seit Hunderttausenden von Jahren – und in all der Zeit ist es uns dennoch nicht gelungen, unsere Welt komplett zu erforschen und zu begreifen.
Jedes Jahr gelingt es Wissenschaftlern aus aller Welt, neue Erkenntnisse zu gewinnen, die uns dem vollständigen Verständnis unserer Umwelt näherbringen. Manche von ihnen schaffen es in die Schlagzeilen, andere wiederum nicht, weswegen den wenigsten Menschen wirklich bewusst ist, wie schnell die Forschung tatsächlich vorankommt. Trotzdem haben viele von ihnen das Potenzial, das Leben, wie wir es kennen, maßgeblich zu verändern. Darum findest du hier eine Auswahl neuer Erkenntnisse, die es in den letzten Jahren gab.
#1 Der Blinddarm ist möglicherweise doch nicht so überflüssig
Viele Menschen haben ihn inzwischen gar nicht mehr: den Blinddarm, beziehungsweise den kleinen Wurmfortsatz an dessen Ende, der bisher als komplett überflüssig galt. Eine Studie der Duke University brachte nun jedoch ans Licht, dass er durchaus einen Sinn erfüllen könnte. So soll er die Funktion haben, bestimmte Bakterien, die unserem Körper helfen, zu schützen und ihnen einen Rückzugsort zu bieten. Im Falle von Durchfall können die wichtigen Darmbakterien dann überleben.
#2 Skittles im Essen amerikanischer Kühe
Ein Unfall mit einem LKW brachte eine erstaunliche Wahrheit ans Licht: Amerikanische Viehbetriebe füttern ihre Kühe unter anderem mit roten Skittles. Hunderttausende der kleinen Süßigkeiten ergossen sich über einen Highway, als ihr LKW in Wisconsin verunglückte, wie BBC berichtete. Als das Ziel der Lieferung bekannt wurde, war die Bevölkerung erst einmal erstaunt: Die Süßigkeiten sollten wohl Weidevieh zum Fraß vorgeworfen werden!
Das hat jedoch einen guten Grund: Futtermittel wie Mais kosten viel Geld und aufgrund des hohen Bedarfs sind auch Alternativen inzwischen rar und teuer geworden. Seit Jahrzehnten greifen Viehhalter daher auf günstige Varianten zurück – wie Süßigkeiten, die deren Firmen aufgrund von Produktionsfehlern weggeworfen hätten und vermischen sie ergänzend im Futter (in diesem Fall fehlte das typische „S“ der Skittles). So bekommen die Tiere die Kohlenhydrate, die sie brauchen und die Bauern sparen Geld. Schaden tut es den Tieren nicht, und die Süßigkeiten landen anstatt auf der Müllhalde in den Mägen hungriger Kühe.
#3 Zeitreisen sind möglich – zumindest mathematisch gesehen
Der Physiker und Mathematiker Ben Tippett von der University of British Columbia hat mit seinem Team ein mathematisches Modell für die Reise in einer Zeitmaschine entwickelt. Das basiert auf dem folgenden Prinzip:
In der Nähe von Objekten mit großer Masse sind Raum und Zeit gekrümmt – daher drehen sich die Planeten um die Sonne und in der Nähe eines Schwarzen Lochs vergeht die Zeit langsamer. Eine Maschine, die die Raumzeit ebenso krümmen könnte wie bei einem schwarzes Loch, könnte uns also durch die Zeit bewegen. Tippett erklärt das ganze so: „Mein Modell einer Zeitmaschine nutzt die gekrümmte Raumzeit, um die Zeit für die Passagiere in einen Kreis zu biegen und nicht in eine gerade Linie. Dieser Kreis führt uns in die Vergangenheit zurück.“ Die Maschine ist also zumindest mathematisch möglich – nur leider fehlen uns dafür noch die richtigen Materialien ...