Was bedeuten die Zahlen auf der Gehaltsabrechnung?
Jeden Monat bekommen wir sie: Die Gehaltsabrechnung. Doch was bedeuten die einzelnen Zahlen eigentlich? Wir klären dich auf, damit du informiert bist:
In den meisten deutschen Haushalten wird zur Mitte oder zum Ende des Monats das langersehnte Gehalt auf das Konto überwiesen. Kurz danach flattert dann per Post die Verdienstbescheinigung ins Haus. Doch auf diese wird höchstens ein flüchtiger Blick geworfen, ob die ausgewiesene Summe mit dem überwiesenen Geldbetrag übereinstimmt. Ist das der Fall, verschwindet sie dann in den Untiefen unserer Aktenordner und Ablagesysteme. Auf Nimmerwiedersehen. Aber was bedeuten die einzelnen Zahlen auf der Gehaltsabrechnung?
Manch einer sieht sich die Bescheinigung etwas genauer an. Und ärgert sich über die hohe Differenz zwischen Brutto und Netto. Wenn man jedoch dann versucht, nachzuvollziehen, was denn alles abgezogen wird und vor allem warum, scheitern die meisten.
Was ist das überhaupt? Und wo liegt der Unterschied?
Wenn man fleißig arbeitet bekommt man jeden Monat einen bestimmten Betrag von seinem Arbeitgeber oder Arbeitgeberin überwiesen. Mit dazu kommt ein kleiner Zettel, auf dem viele Zahlen stehen, die für viele verwirrend sind. Dort wird dokumentiert, aus welchen Teilen sich der Lohn bzw. der Gehalt in dem Monat zusammensetzt.
Doch auch hier gibt es einen Unterschied: Die Lohnabrechnung bekommt man, wenn man als Arbeitnehmer*in nach Stunden bezahlt wird, der Betrag kann also von Monat zu Monat variieren, je nach erbrachten Stunden. Eine Gehaltsabrechnung bekommt man, wenn man mit einem festen Gehalt bezahlt wird, der jeden Monat gleich ist. Der Oberbegriff nennt sich Entgeldabrechnung.
#1 Die Bruttobezüge
Generell wird bei den Bruttolohnarten in Bruttobezüge und Bruttoabzüge unterteilt. Diese sind sowohl steuerpflichtig als auch sozialversicherungspflichtig. Hier findest du Angaben, wie sich deine monatlichen Bezüge zusammensetzen: Also zum Beispiel aus Stundenlohn, Feiertagslohn, Urlaubslohn und Urlaubsgeld. Das gesamte Brutto-Gehalt wird ausgewiesen. Enthalten sein können auch Sachbezüge wie eine Fahrkarte, die der Arbeitgeber bezahlt. Auch das zählt nämlich mit zum Brutto. Betragen die Sachbezüge nicht mehr als 44 Euro im Monat, so werden diese nicht versteuert.
Wenn dein*e Arbeitergeber*in also von Gehalt spricht, ist immer der Bruttogehalt gemeint.
#2 Die Lohnsteuer
Die Lohnsteuer schmerzt am meisten, da sie oft den höchsten Abzug ausmacht. Die Höhe richtet sich dabei nach der Steuerklasse und der Höhe des Einkommens. Steuerklasse 1 gilt für alle, deren Familienstatus ledig ist. Klasse 2 gilt für Alleinerziehende, die Klassen 3 bis 5 gelten nur für Verheiratete.
In einfachen Worten erklärt ist die Lohnsteuer eine Vorauszahlung auf die Einkommenssteuer. Sie wird direkt vom Arbeitergeber*in einbehalten, abgeführt und an der Quelle, also dem Gehalt bzw. Arbeitslohn, abgezogen – daher auch ihr Name: Lohnsteuer.