Was passiert mit dem Körper, wenn man stirbt?
Unterschiedliche Gründe führen zum Tod. Die letzten Minuten verlaufen aber bei allen Menschen gleich. Hier erfährst du, was im Körper passiert.
Für manche Menschen lebt eine Seele ewig weiter, steigt in den Himmel oder wird wiedergeboren. Andere Menschen glauben, alles Sein endet mit dem Tod. Egal, was wir glauben, eines Tages muss zumindest jeder Körper sterben. Unfälle führen zum plötzlichen Tod, während Krankheiten genetisch oder durch den Lebensstil bedingt sind und den Alterungsprozess beschleunigen. Die meisten natürlichen Tode verlaufen über mehrere Minuten, manchmal Stunden und erste Prozesse beginnen manchmal noch weiter zuvor. Doch was passiert mit unserem Körper, wenn man stirbt? So verschieden die Ursachen für den Tod sind, so ähnlich verläuft er körperlich im Menschen.
#1 Die Kreislauf-Zentralisierung
Der Tod lässt sich vereinfacht so beschreiben, dass der Körper schrittweise weniger wichtige Funktionen abschaltet, bis letztlich lebensnotwendige Organ- und Hirnfunktionen versagen. Das liegt daran, dass ein sterbender Körper nicht mehr in der Lage ist, Energie in Leistung umzusetzen. Somit können die Abläufe im Körper nicht aufrechterhalten werden. Dieser Prozess nennt sich Kreislaufzentralisierung, da der Lebenskreislauf stetig auf das Nötigste beschränkt wird. Schrittweise versagen jedoch auch diese, was letztlich zum vollständigen Erliegen aller Funktionen führt.
#2 Die Durchblutung nimmt ab
Unter normalen Umständen transportieren Herz, Arterien und Venen kontinuierlich große Mengen Blut durch den Körper, um Haut, Nägel, Haare und Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Beim Sterben nimmt die Durchblutung ab. Zuerst werden die Bereiche des Körpers von der Blutversorgung vernachlässigt, die nicht lebensnotwendig sind. Dazu gehören Extremitäten wie Füße und Hände. Das führt häufig zu einer bläulichen Verfärbung und einem Temperaturabfall in diesen Regionen.
#3 Gift durchdringt den Körper
Im Leben arbeiten Organe wie Leber und Niere unermüdlich daran, Schadstoffe und Abfallprodukte zu filtern und unschädlich zu machen. Diese Stoffe werden anschließend über Urin oder Galle aus dem Körper ausgeschieden. Mit einsetzendem Tod und fehlender Durchblutung fallen diese Entgiftungsorgane aus. Gifte gelangen so in andere Bereiche des Körpers und können sich ungehindert ausbreiten. Dadurch gelangen toxische Substanzen, wie Ammoniak, Harnstoff oder Hydrogenase, in Gewebe und Organe, wo sie normalerweise keinen Zugang hätten.