Der prüfende Blick in den Eierkarton an der Kasse

Eine bekannte Situation: Beim Einkauf wird der Eierkarton an der Kasse geöffnet und geprüft. Warum das mehr als nur eine nette Geste ist, erfahrt ihr hier!

Der Eierkarton wird an der Kasse häufig geprüft
Quelle: IMAGO / Panthermedia

Beim Einkaufen im Supermarkt kann mehr schief laufen, als man denkt. In der Hektik des Alltags passieren hier immer wieder unvorhersehbare Dinge. Daher prüfen wir auch die Lebensmittel genau, bevor wir sie mit nach Hause nehmen. Insbesondere gilt das für Hühnereier – denn nicht nur, dass häufig schon kaputte oder rissige Exemplare im Eierkarton sind. Auch beim Gang durch den Supermarkt, wenn wir sie eigentlich sicher im Wagen verstaut haben, kann ihnen schnell ein Unglück widerfahren. Einmal die Milch falsch in den Wagen getan, und schon darf man den ganzen Weg von der Kasse zurück gehen und sich eine neue Packung holen.

Da ist es doch eigentlich unglaublich nett von den Kassierern, dass sie auch noch einmal einen Blick in den Eierkarton werfen. Schließlich geschieht das aus purer Menschenliebe, damit wir Kunden keine kaputten Lebensmittel nach Hause schleppen müssen und der Ärger dann groß ist ... aber wenn es doch nur so wäre! Den Kassierern liegt nicht (nur) unser Wohl am Herzen, mit dem prüfenden Blick an der Kasse bezwecken sie nämlich eigentlich etwas ganz anderes ...

Lest auf der nächsten Seite, warum Kassierer Eierkartons wirklich nochmal öffnen und hineinschauen

Schlaues Versteck: Im Eierkarton lässt sich so manche Kleinigkeit verbergen
Quelle: IMAGO / agefotostock

Habt ihr euch schon einmal überlegt, was sich mit so einem Eierkarton alles anstellen ließe? Und damit meinen wir nicht, was man Zuhause damit basteln kann – da sind die Möglichkeiten ja bekanntlich unbegrenzt und von kleinen Pflanztöpfen für Setzlinge bis hin zur Schallisolierung sind die Verpackungen vielseitig nützlich. Im Supermarkt tut sich allerdings eine ganz andere Möglichkeit auf: Die Kartons bieten genügend Platz, um das ein oder andere verdeckt zu stehlen und nach draußen zu schmuggeln.

Das wissen natürlich auch die Supermarktbetreiber, weshalb die Kassierer angehalten sind, jeden Eierkarton, der über ihr Band läuft, nochmals zu öffnen und zu schauen, ob sich ein Schokoriegel oder ähnliches dort hinein verirrt hat. Es hat also wenig mit Service für den Kunden zu tun, dass hier kontrolliert wird. Viel mehr soll ein ziemlich simples Versteck für Supermarkt-Diebesgut durchsucht werden.

Wenn die Einkäufe dann in die eigenen vier Wände gebracht wurden, stellt sich schon die nächste Frage: Die Eier in den Kühlschrank oder nicht. Hier scheiden sich die Geister, dabei gibt es eine klare Antwort – erfahrt sie auf der letzten Seite.

Eier verfügen über einen natürlichen Schalenschutz
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Fast alle Kühlschränke kommen mit einer Halterung für Eier im obersten Türfach – also ist es doch nur logisch, dass wir Hühnereier dort auch lagern – oder? Stutzig sollte man bei diesem Gedanken schon werden, weil sie ja auch im Supermarkt nicht gekühlt ausgestellt sind. Und auch wenn man einen Blick auf die Verpackung wirft, sollten einem Kühlschrank-Zweifel kommen. Denn dort steht nicht nur das Mindesthaltbarkeitsdatum, sondern auch eine Datum-Angabe mit "zu kühlen ab".

Tatsächlich sollten Eier erst ab diesem Datum in den Kühlschrank wandern. Da in Deutschland – im Gegensatz zu den USA – Eier nicht abgewaschen werden, wenn sie aus dem Stall kommen, haben sie noch eine natürliche Schutzschicht, die Keime daran hindert, durch die Schale zu gelangen. Erst ab dem angegebenen Kühldatum versiegt diese Schicht langsam und die Eier sollten in den Kühlschrank wandern. Deshalb ist es auch nicht ratsam (geschweige denn notwendig), Eier, an denen noch Federn kleben, Zuhause erstmal gründlich abzuspülen. Denn alles, was man damit abspült, ist der natürliche Schalenschutz.