Bei welchen Artikeln derzeit Lieferengpässe auftreten

Du gehst einkaufen und schon wieder haben sie den Artikel nicht, den du unbedingt haben willst? Bei den Produkten gibt es derzeit Lieferengpässe.

Lieferengpässe bei einigen Produkten könnten demnächst zu leeren Regalen führen.
Quelle: IMAGO / onw-images

Einige Produkte sind für uns so alltäglich, dass wir uns kaum vorstellen können, die Artikel in nächster Zeit vielleicht nicht mehr kaufen zu können. Dennoch haben einige Supermärkte sowie Geschäfte derzeit mit einer Reihe von Lieferengpässen zu kämpfen. Infolgedessen könntest du deine geliebten Artikel in nächster Zeit nur noch sehr schwer oder vielleicht für einige Zeit gar nicht mehr finden und vor leeren Regalen stehen. Hier siehst du, um welche Artikel es sich dabei handelt und welche Ursachen für die temporären Engpässe der Läden verantwortlich sind.

Ein Lieferengpass bei Hartweizen könnte den Kauf von Produkten wie Nudeln schwieriger machen.
Quelle: IMAGO / Shotshop

#1 Nudeln

Durch die extreme Wettersituation der Nordhalbkugel in letzter Zeit ist der Preis für Hartweizen teilweise bis um das Dreifache gestiegen. Damit werden Hartweizenprodukte wie Nudeln und Pasta wohl in nächster Zeit auch teurer. Da durchschnittlich pro Kopf 9 1/2 kg Nudeln pro Kopf in Deutschland verbraucht werden, könnte die Preissteigerung somit recht viele Leute betreffen. Außerdem könnten auch andere Agrarrohstoffe wie Zucker und Kaffee von den Steigerungen in nächster Zeit betroffen sein. Engpässe wie zum Beginn der Corona-Zeit soll es allerdings nicht geben, dennoch halten die Schwierigkeiten weiter an.

Tampons von o.b. könnten in nächster Zeit knapp werden.
Quelle: IMAGO / MiS

#2 Tampons

Wegen heftigen Unwettern wird es wohl auch bei einigen Tampon-Marken zu Lieferengpässen kommen. So meldete o.b., die ihren Hauptproduktionsstandort in Wuppertal haben, dass in der kommenden Zeit Verpackungen wohl kleiner ausfallen könnten, um die problematische Zeit bestmöglich zu überwinden. In einigen Fällen könnte es aber zeitweise bei den Produkten von o.b. auch zu Ausfällen kommen. Dennoch zeigen sich schon Besserungen in der Produktion, wie o.b. bekanntgegeben hat.

Vielleicht bekommst du dein Lieblingsshampoo erst einmal nicht mehr so leicht.
Quelle: IMAGO / Newscast

#3 Shampoo

Unter den Alltagsgegenständen könnte es ebenfalls Engpässe bei Shampoo-Herstellern geben. Grund dafür ist neben der Corona-Krise, die Auswirkungen auf internationale Handelswege hat, außerdem die Hochwassersituation in Deutschland, die eine Reihe von Lagerräumen in den Regionen geflutet und somit Ware zerstört sowie Lieferwege erschwert hat. Es ist also nicht nur mit weniger Ware zu rechnen, sondern könnte in nächster Zeit auch Preissteigerungen zufolge haben. Scheinbar scheint sich die Lage aber wieder langsam zu entspannen.

Zahnpasta könnte auch erst einmal knapper werden.
Quelle: IMAGO / Westend61

#4 Zahnpasta

Wie beim Shampoo sind hier ebenso zerstörte Lagerräume und blockierte oder stockende Handelswege Schuld an einer kommenden Knappheit der Produkte. Neben den Supermärkten haben auch Drogerien wie Rossmann und dm Ausfälle sowie Lieferengpässe zu den Produkten gemeldet, weshalb du bei den Artikeln folglich zukünftig vielleicht vor einem leeren Regal stehen könntest. Auch hier gibt es mittlerweile Grund zum Aufatmen, allerdings kann von einer entspannten Lage noch keine Rede sein.

Die Knappheit an Toilettenpapier sollte wohl für viele keine Neuheit darstellen.
Quelle: IMAGO / Sven Simon

#5 Toilettenpapier

Außerdem könnte es zu einer Knappheit von Toilettenpapier kommen. Wegen der Hamsterkäufe innerhalb der Corona-Pandemie wird die Situation für viele an der Stelle wohl keine Neuheit sein, allerdings kann man diesmal nicht einfach den Verbrauchern die Schuld geben, da wie auch bei anderen Produkten die überfluteten Lagerräume in Deutschland sowie ein stockender Container-Schiffsverkehr und somit verlängerte Handelswege die Situation maßgeblich beeinflussen. Dazu kommen erhöhte Rohstoff- und Energiepreise, die zu Preis-Streitigkeiten mit den Handelsketten führen. Selbst bei einem ausgedünnten Angebot oder entsprechenden Preissteigerungen durch Mangelware sollte nicht vergessen werden, dass der Verbraucher weiterhin einen Einfluss auf die Verfügbarkeit auf Produkte haben kann.

Das Angebot an Textilwaren könnte in nächster Zeit etwas dünner ausfallen
Quelle: IMAGO / Shotshop

#6 Textilwaren

Die Corona-Krise hat enorme Auswirkungen auf den chinesischen Markt, die als einer der Hauptlieferanten von Textilwaren gelten. Weiterhin wurde der Container-Schiffsverkehr dieses Jahr mehrmals behindert, was den Warenfluss weiter ins Stocken gebracht hat. Als Konsequenz verzeichnete ungefähr ein Viertel der Geschäfte einen Ausfall von bis zu 40 Prozent der Herbst- und Winterware. Auch in diesem Jahr sind die Auswirkungen auf den Kleidungsmarkt und somit auf Geschäfte deutlich durch Preiserhöhungen oder Lieferschwierigkeiten spürbar. 

Auch bei Schuhen und Lederwaren wird das Sortiment in nächster Zeit etwas spärlicher.
Quelle: IMAGO / Norbert Schmidt

#7 Schuhe und Lederwaren

Genauso wie bei Textilwaren sind auch die Märkte für Schuhe und Lederwaren betroffen. Die Ursachen sind die gleichen: Die Corona-Pandemie und der stockende Schiffsverkehr führen zu Lieferengpässen und Ausfällen bei den Geschäften. Hohe Preissteigerungen gab es bisher zwar noch nicht, könnten aber noch auf uns zukommen, wenn keine Lösung für die Ausfälle geschaffen wird. 

Elektronikgeräte sind in nächster Zeit wohl nur noch schwer zu bekommen.
Quelle: IMAGO / Waldmüller

#8 Waschmaschinen und Elektronikgeräte

Aus denselben Gründen gerät weiterhin der Elektronikmarkt ins Stocken. Neben Waschmaschinen sind hier unter anderem auch Drucker, Router, Laptops und Gaming-Konsolen betroffen, um nur einige der Geräte zu nennen. Gerade entsprechende Läden wie Saturn oder MediaMarkt mussten als Folge dessen Ausfälle verzeichnen und haben derzeit nur noch ein reduziertes Angebot zur Verfügung. Betroffen sind weiterhin die Lieferzeiten von Einzelteilen, die sich bis zu einem Jahr nach hinten verzögern könnten.

Vittel wird es zukünftig erst einmal nicht mehr bei Lidl geben.
Quelle: IMAGO / Manfred Segerer

#9 Vittel bei Lidl

Lidl verkauft bereits seit Anfang November 2021 das Wasser der Marke Vittel von Nestlé nicht mehr. Zwar handele es sich hierbei wohl um eine gemeinsame Abstimmung, allerdings gehört Lidl in Deutschland zu den wichtigsten Abnehmern des Wassers und beide Konzerne haben sich zu den Hintergründen der Entscheidung nicht weiter geäußert. Neben den üblichen Geschäften gibt es bisher vonseiten Nestlé keine Informationen über neue Vertriebswege oder -möglichkeiten. Lidl selbst wird zukünftig das Wasser von Volvic verstärkt anbieten, allerdings ist auch diese Entscheidung nicht ganz ohne Kritik.

Senf könnte in Deutschland bald knapp werden in den Supermärkten
Quelle: IMAGO / YAY Images

#10 Senf

Auch Senf könnte bald in deutschen Supermärkten zur Mangelware werden, wie die Welt berichtet. Schließlich kommen ca. 75 % aller Saaten, die bei der Senfherstellung verarbeitet werden aus der Ukraine und Russland. Für die nächsten Wochen sollen die Vorräte zwar halten, doch im Laufe des Jahres, spätestens aber im Frühjahr 2023, kann es hier zu Engpässen kommen.

Sonnenblumenöl wird aktuell knapp in Deutschland im Supermarkt
Quelle: IMAGO / MiS

#11 Sonnenblumenöl

Doch auch Sonnenblumenöl ist in deutschen Supermärkten knapp geworden. Das liegt vor allem daran, dass der Großteil des Sonnenblumenöls, das in Deutschland verkauft wird, Exportgüter sind. Und da für den europäischen Markt die Ukraine einer der Hauptlieferanten dieses Produktes ist, steht man in Deutschland bei diesem Artikel vermehrt vor leeren Regalen. Die Supermärkte haben darauf reagiert, sodass zurzeit nur eine bestimmte Menge Sonnenblumenöl pro Haushalt gekauft werden darf.

Wer zurzeit kein Speiseöl im Supermarkt bekommt, kann sich allerdings mit einem ganz einfachen, aber richtig praktischem Trick aushelfen...

Mehl ist eine Mangelware in deutschen Supermärkten
Quelle: IMAGO / MiS

#12 Mehl

Wer in Deutschland aktuell Mehl kaufen will, wird bei einem Blick auf das Regal feststellen, dass das manchmal gar nicht so einfach werden kann. Immer häufiger sind die Regale mit dem Artikel nämlich inzwischen leer. Hierfür ist allerdings kein Lieferengpass verantwortlich, sondern Hamsterkäufe einzelner Kunde, die Angst vor Preissteigerungen haben. Daher beschränken die Supermärkte momentan auch den Verkauf pro Mehl; zumeist auf 3 Packungen pro Haushalt.

Auch bei Reis und Hefe droht das Hamstern die Supermarktregale zu leeren. 

Die Fabrik für Coca-Cola Glasflaschen wurde zerstört.
Quelle: IMAGO / NurPhoto

#13 Coca-Cola Produkte 

Laut Medienberichten werden der Firma durch die aktuelle Situation in der Ukraine vor allem die Glasflaschen knapp, die in dem gepeinigten Land für Coca-Cola hergestellt werden. Die Fabrik wurde allerdings zerstört. Deshalb habe Coca-Cola zunächst entschieden, dass der Gastrobereich erstmal den Vorrang auf Glasflaschen Produkte erhält und Verbraucher*innen im Supermarkt erst an zweiter Stelle kommen, da es hier einfach mehr Alternativen gibt. 

Fischstäbchen werden teurer und schwieriger zu kaufen.
Quelle: IMAGO / Shotshop

#14 Fischstäbchen 

Auch bei Fischstäbchen Produktionen kommt es zu erheblichen Ausfällen und Komplikationen, bei einigen Firmen stehen die Produktionsbänder wohl sogar teilweise komplett still. Das führt dazu, dass wir im Supermarkt deutlich weniger der beliebten Tiefkühl Fischstäbchen finden und die, die angeboten werden auch ganz schön teurer sein werden. Besonders betroffen ist die Produktion von Frozen Fish International, zu der auch Iglo gehört. Auch die beliebten Schlemmerfilets von Iglo sind betroffen.

Das sind nicht die einzigen Produkte, die deutlich teurer werden: 

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Preiserhöhung bei Lebensmitteln

Laut statistischen Bundesamt, wie hier die Tagesschau zeigt, werden einige Lebensmittel deutlich teurer. Besonders hart betroffen sind Gurken, da steigt der Preis um mehr als 30%, dicht gefolgt von Raps- und Sonnenblumenöl. Auch bei Milchprodukten steigen die Preise! Wie die Welt berichtet, ist deshalb Milka Schokolade auch im Vergleich zum letzten Jahr schon um 16% gestiegen. Wir sollten also lernen, deutlich sparsamer mit unserem Lebensmitteln umzugehen, denn sonst geht es schnell ins Geld. 

Eine Gute Nachricht

Es gibt auch einige Lebensmittel, die etwas günstiger werden. Beispielsweise Möhren und Feldsalat. Die Preise sinken zwar nicht so stark wie die anderen steigen, aber zumindest ein wenig. 

Beim Discounter Aldi steigen ab dem 4.4.2022 die Preise vieler Lebensmittel.
Quelle: IMAGO / Joko

Aldi hebt Lebensmittelpreise an

Auch Aldi muss nun Konsequenzen aus dem Ukraine-Konflikt ziehen. Laut Aldi-Nord Kommunikationschef Florian Scholbeck werden einige Produkte nun „deutlich teurer“. Ab dem 4. April 2022 steigen bei dem Discounter nun die Preise vieler Lebensmittel. Das ist die Folge gestiegener Preise, die Lieferanten verlangen sowie die gestiegenen Strompreise und Kosten für Futtermittel und Dünger. Was heißt das konkret? Butter soll ab jetzt 30 Prozent mehr kosten, bei vielen anderen Lebensmitteln, wie Fleisch und Wurst, würden die Preise um 20 bis 50 Prozent steigen. Leere Regale solle es jedoch nicht geben.

Zudem hat Aldi laut Focus Sonnenblumenöl wieder ins Standard-Sortiment aufgenommen. Allerdings mit einem mächtigen Preisanstieg - Und zwar soll das Öl jetzt 4,99 Euro, also fast 5 Euro, beim Discounter kosten. Das entspricht laut Focus einem Preisanstieg von ca. 550%.

Doch ein Discounter möchte bei den steigenden Preisen nicht mitmachen: 

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Das Preisversprechen von Netto

„Netto bleibt stabil." verspricht Netto seinen Kunden. Netto setzt einen Preisstopp durch, bedeutet, dass bei ihnen die Preise nicht weiter steigen und steigen. Allerdings gilt dies aktuell nur für Kund*innen mit der DeutschlandCard. Über 200 Artikel des täglichen Bedarfs sollen bis zum 31.07.2022 nicht weiter erhöht werden! 

Spargel wird auch wieder teurer werden.
Quelle: IMAGO / Westend61

Deutscher Spargel wird wieder teurer

Spargel gehörte noch nie zu den günstigsten Lebensmitteln. Doch in den vergangenen Jahren wurden die Preise immer wieder angezogen. In der Saison 2021 kostete das Kilo beim Direktvermarkter im Schnitt 12 Euro. Kein Wunder, dass Spargel auch als „Weißes Gold" bezeichnet wird. Wenn du das Gemüse auch so gerne isst, dann musst du dich jetzt darauf einstellen, für ein Kilogramm 20 Euro oder mehr zu bezahlen. Der Grund dafür ist auch einfach: Das Anbauen selbst wird immer teurer. Wenn du noch guten und günstigen Spargel ergattern möchtest, dann gibt es hier einen kleinen Tipp: In den Wochen bis Mitte Mai sinkt der Preis normalerweise. Eine preiswertere Alternative ist hingegen grüner Spargel. Der wächst oberirdisch und muss nicht mühsam händisch gestochen werden. 

Die Preise vom Döner, aber auch von McDonald's könnten bald deutlich steigen
Quelle: IMAGO / agefotostock

Fast Food von McDonald's, Dönerläden & Co. könnte teurer werden

Wie Chip jetzt berichtet, könnten die Preissteigerungen auch Auswirkungen auf die Preise von Fast Food-Ketten und anderen Betrieben wie Imbissbuden und Dönerläden haben. So sollen den Betreibern der McDonald's-Filialen bereits Preisanpassungen empfohlen worden sein. Außerdem ist der Preis für einen Döner deutlich angestiegen. Kein Wunder, bei dem Preisanstieg, der sich bei Lebensmitteln wie Gurke und Tomate zuletzt abgezeichnet hat.