Die Pflanzen darfst du nicht auf dem Balkon oder im Garten anpflanzen
Pflanzen werten deinen Außenbereich auf, aber nicht alle sind erlaubt. Welche dürfen laut EU-Verordnung nicht gepflanzt, verschenkt oder verbreitet werden?
#3 Beifußblättriges Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia)
Ambrosia, auch bekannt als Beifußblättrige Ambrosie, ist eine unscheinbare Pflanze mit enormer Wirkung und ernst zu nehmenden Risiken. Bereits wenige Pollenkörner reichen aus, um bei empfindlichen Menschen heftige allergische Reaktionen hervorzurufen – von starkem Heuschnupfen bis zu Asthmaanfällen. Besonders problematisch ist ihre späte Blütezeit im Spätsommer und Herbst, wenn andere Pollen längst verschwunden sind. Deshalb ist der Anbau, Verkauf und die Verbreitung in einigen Regionen Deutschlands (zum Beispiel in Sachsen) bereits verboten. Wenn du das Beifußblättrige Traubenkraut in der Natur findest, solltest du dies den Behörden melden.
#4 Kudzu (Pueraria montana var. lobata)
Kudzu, eine ursprünglich aus Ostasien stammende Pflanze, ist bekannt für ihr rasantes Wachstum und ihre Fähigkeit, nahezu alles zu überwuchern – von Zäunen und Bäumen bis zu ganzen Gebäuden. Obwohl die Pflanze mit ihren grünen Blättern und violettfarbenen Blüten auf den ersten Blick romantisch und dekorativ wirkt, stellt sie eine ernsthafte Bedrohung für die heimische Vegetation dar. Kudzu entzieht anderen Pflanzen Licht und Nährstoffe, wodurch diese kaum eine Chance haben, in ihrer Nähe zu überleben. Innerhalb weniger Wochen kann Kudzu ganze Landschaften ersticken und eine Monokultur hinterlassen. In den USA hat sich die Pflanze bereits zu einem erheblichen Umweltproblem entwickelt, das Millionen an Bekämpfungskosten verursacht.
#5 Afrikanisches Lampenputzergras (Pennisetum setaceum)
Diese federartigen Halme sind aus Instagram-Gärten kaum wegzudenken und verleihen jedem Außenbereich mit ihrer eleganten Optik eine besondere Note. Besonders beliebt sind sie wegen ihrer dekorativen Blütenstände, die im Wind sanft hin und her wiegen – doch Vorsicht ist geboten. Es gibt verschiedene Gattungen von Ziergräsern, allerdings gelten das afrikanische Lampenputzergras und das Anden-Pampasgras als invasiv und sind daher in einigen Regionen verboten. Diese Unterarten breiten sich schnell aus, da sie sich über ihre zahlreichen Samen unkontrolliert vermehren. Zudem sind sie äußerst widerstandsfähig und nur schwer wieder zu entfernen.
#6 Japanischer Hopfen (Humulus scandens)
Er wächst schnell, klammert sich überall fest und überwuchert innerhalb kürzester Zeit ganze Flächen: Der Japanische Hopfen ist eine invasive Pflanze, die heimischen Arten kaum eine Chance lässt. Besonders problematisch ist, dass er oft mit anderen, ungefährlichen Hopfenarten verwechselt wird, weshalb es wichtig ist, auf die botanische Bezeichnung Humulus japonicus zu achten. Der Japanische Hopfen bildet dichte Matten aus, die verhindern, dass Licht und Nährstoffe die darunterliegenden Pflanzen erreichen. Seine Samen werden leicht durch Wind oder Wasser verbreitet, was eine schnelle Ausbreitung über große Distanzen ermöglicht.