Hitzewelle: Wie schütze ich mich vor hohen Temperaturen?
Wenn eine Hitzewelle kommt, dann muss man sich irgendwie vor den hohen Temperaturen schützen. So bewahrst du einen kühlen Kopf – und eine kühle Wohnung!
Wie viel sollte man bei großer Hitze trinken – und was am besten?
Bei hohen Temperaturen verliert der Körper viel Flüssigkeit – nicht nur durch Schwitzen, sondern auch durch die Atmung. Um Kreislaufproblemen und Dehydrierung vorzubeugen, solltest du an heißen Tagen mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit zu dir nehmen – bei körperlicher Aktivität oder starkem Schwitzen auch deutlich mehr. Wichtig ist, regelmäßig kleine Mengen zu trinken, auch wenn du noch kein Durstgefühl hast – denn das setzt oft erst ein, wenn der Flüssigkeitsmangel schon besteht.
Am besten geeignet sind Wasser, ungesüßte Tees oder stark verdünnte Fruchtsaftschorlen. Eiskalte Getränke wirken zwar im ersten Moment erfrischend, können aber den Kreislauf zusätzlich belasten – lauwarme oder zimmerwarme Getränke sind oft besser verträglich. Alkohol und stark koffeinhaltige Getränke solltest du bei Hitze möglichst meiden, da sie dem Körper zusätzlich Wasser entziehen.
Wie gefährlich ist eine Hitzewelle wirklich – wann ist man besonders gefährdet?
UV-Strahlung ist ein wichtiges Thema im Sommer, da sie nicht nur für die bekannte Sommerbräune sorgt, sondern auch für Sonnenbrand und schlimmstenfalls sogar Hautkrebs verursachen kann. Besonders stark und gefährlich ist sie zwischen 11 und 15 Uhr, weshalb du zu der Zeit Tätigkeiten draußen am besten vermeidest und deine Aktivitäten besser auf den Vor- oder Nachmittag verlegst. Auch das Sonnenbad für die Bräune solltest du zum Mittag eher nicht nehmen, weil die Sonne zwischen 11 und 16 Uhr am stärksten ist und die UV-Strahlung in dieser Zeit besonders hautschädlich wirkt.
Wer ist bei einer Hitzewelle besonders gefährdet?
Hitzewellen sind nicht nur unangenehm, sie können auch lebensgefährlich sein – vor allem, wenn sie mehrere Tage andauern und die Nächte kaum Abkühlung bringen. Der Körper gerät unter Dauerstress, weil er ständig versucht, die Temperatur zu regulieren. Die Folge können Kreislaufprobleme, Erschöpfung, Hitzschlag oder sogar Organversagen sein. Hitzewellen fordern nachweislich mehr Todesopfer als viele Naturkatastrophen – unterschätzt werden sie trotzdem häufig.
Besonders gefährdet sind:
- ältere Menschen, weil ihr Durstgefühl oft schwächer ist und ihre Temperaturregulation langsamer reagiert
- kleine Kinder, deren Körper schneller überhitzt
- chronisch Kranke, z. B. mit Herz-, Kreislauf- oder Lungenerkrankungen
- Menschen, die körperlich arbeiten oder Sport treiben – vor allem im Freien
- soziale Risikogruppen, etwa alleinlebende Senioren ohne Betreuung
Was tun bei Kreislaufproblemen durch Hitze?
Hitze kann den Kreislauf stark belasten – vor allem bei Flüssigkeitsmangel, niedrigem Blutdruck oder zu langem Aufenthalt in der Sonne. Typische Warnzeichen sind Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwäche oder „Schwarzwerden“ vor den Augen. In solchen Fällen heißt es: sofort handeln, bevor es zum Kreislaufkollaps kommt.
Erste Maßnahmen:
- Sofort in den Schatten oder einen kühlen Raum gehen
- Hinlegen und die Beine hochlagern – so fließt mehr Blut zurück zum Herzen
- Langsam Wasser oder Elektrolytlösungen trinken (nicht eiskalt!)
- Stirn, Nacken, Handgelenke kühlen, z. B. mit feuchten Tüchern oder kaltem Wasser
- Enge Kleidung lockern
- Nicht alleine bleiben – im Zweifel ärztliche Hilfe holen