Zu viel bezahlt? GEZ-Gebühren zurückbekommen

Ihr könnt bis zu 630 Euro wiederkriegen, wenn ihr für die GEZ zu viel bezahlt habt. Wie bekommst du die Gebühren zurück:

Zu sehen ist eine Fernbedienung, die auf einem Stapel Geldscheine liegt.
Quelle: IMAGO / Fotostand

Rundfunkgebühren sind wahrscheinlich allen ein Dorn im Auge. Für Wohngemeinschaften oder Familien sind die 18,36 Euro pro Haushalt ja noch zu verkraften. Aber Studenten, die alleine wohnen oder mit Mühe und Not über die Runden kommen, können 18,36 Euro bereits wehtun. Vielleicht habt ihr aber sogar zu viel GEZ bezahlt und könntet Geld zurückbekommen?

Wie das geht, erfahrt ihr auf den nächsten Seiten!

Zu sehen ist ein Antrag für die Befreiung der GEZ-Gebühr.
Quelle: IMAGO / suedraumfoto

Geld zurück

Einige Gruppen müssen keinen Rundfunkbeitrag zahlen. Da viele davon aber gar nicht wissen, kommt erst nach vielen Monaten die Erkenntnis und der Kontostand kann sich ganz schnell wieder erhöhen. Zu den Leuten, die sich befreien lassen können, gehören Studenten, die Bafög erhalten, Arbeitslose, Asylbewerber, Sozialhilfeempfänger oder Taubblinde.  

Wie ihr den Antrag für die Befreiung stellt, erklären wir auf der nächsten Seite.

Mittlerweile kannst du die Befreiung vom Rundfunkbeitrag ganz einfach online beantragen.
Quelle: IMAGO / Kirchner-Media

Antrag auf Befreiung stellen

Studenten, die Bafög empfangen, bekommen vom zuständigen Amt meistens ein extra Dokument, das sie an die Rundfunkgesellschaft schicken können. Die Befreiung ist also ganz einfach. Wenn die Wohnung auf den Bafög-Empfänger angemeldet ist, profitiert übrigens die ganze WG davon. Ansonsten könnt ihr auf der Website des Rundfunkbeitrags ganz einfach einen Antrag ausfüllen und die erforderlichen Dokumente beilegen. 

Wenn du deine Befreiung vergessen hast, ist es rückwirkend bis zu drei Jahren noch möglich.
Quelle: IMAGO / agefotostock

Befreiung vergessen?

Doch was passiert, wenn ihr jahrelang gar nicht wusstet, dass ihr keine GEZ-Gebühren zahlen müsst? Kein Grund zur Sorge! Rückwirkend könnt ihr bis zu drei Jahre zurückfordern. Das sind immerhin 630 Euro. Schaut also genau nach, ob ihr einen Grund habt, die Gebühren nicht zu zahlen!

Viele fragen sich berechtigterweise, was passiert, wenn man die Gebühr nicht zahlt. Welche Konsequenzen das hat, erfahrt ihr auf der nächsten Seite.

Wenn du alle Mahnungen ignorierst, kann dein Bankkonto gepfändet werden oder eine Gefängnisstrafe drohen.
Quelle: IMAGO / blickwinkel

Konsequenzen bei fehlender Zahlung

Grundsätzlich gilt, dass alle den Rundfunkbeitrag zahlen müssen. Wer das nicht tut, wird durch viele Mahnungen daran erinnert, bis es irgendwann zu einer Pfändung des Bankkontos oder sogar einer Gefängnisstrafe kommen kann. Selbst wenn ihr also keinen Fernseher zu Hause habt, müsst ihr zahlen.

Da der Rundfunkbeitrag aber immer wieder in der Kritik steht, ist die Frage, wie lange diese Regelung noch so bestehen bleibt.

Der Brief mit dem Überweisungsschein der Rundfunkgebühren GEZ, die jeder bezahlen muss.
Quelle: IMAGO / BildFunkMV

Eine Änderung, die viele betreffen wird:

Kommt es dir vielleicht schon lange vor, dass du keine Rundfunkgebühren mehr bezahlen musstest? Aber es kam einfach kein Brief mit der Zahlungserinnerung? Dann solltest du schleunigst danach gucken. Denn seit dem 15.05.2022 erfolgen keine Zahlungserinnerungen mehr, es könnte ansonsten teuer werden. Säumniszuschläge von 1% bzw. mindestens 8€ sollen die Folge sein.