Was sind die häufigsten Sonnencreme-Fehler im Sommer?
Sonnencreme schützt vor Sonnenbrand und ist im Sommer unverzichtbar. Typische Fehler können ihre Wirksamkeit beeinträchtigen. Wir klären auf!
#4 Wann ist der ideale Zeitpunkt, um sich einzucremen?
Du bist am See angekommen, sitzt auf der Decke in der prallen Sonne und cremst dich gemütlich ein. Wenn das die erste Portion Sonnencreme des Tages ist, hast du einen typischen Fehler gemacht. Bis die Creme ihre Wirkung voll entfaltet, vergehen zwischen 15 und 30 Minuten. Wenn du also erst im Liegestuhl schmierst, fängst du dir trotzdem einen Sonnenbrand ein. Die beste Lösung ist, wenn du dich schon zu Hause eincremst, bevor du dich anziehst. So erreicht die Creme auch Stellen unter den Trägern und der Schutz wirkt, sobald du rausgehst.
#5 Den UV-Index ignorieren
Ein leichter Wind weht, es fühlt sich nicht heiß an und trotzdem hast du abends Sonnenbrand. Ein typischer Fehler, wenn du dich nur auf dein Hitzeempfinden verlässt. Wie stark die UV-Strahlung ist, hat nichts mit der Temperatur zu tun. Auch an kühlen und bewölkten Tagen kann der UV-Index hoch sein. Liegt er bei drei oder darüber, ist Eincremen Pflicht.
Der passende Lichtschutzfaktor orientiert sich am Hauttyp:
- Hauttyp I: Sie haben helle Haut, rötliche bis rotblonde Haare, werden sehr schnell rot, bräunen nie. Hier wird Lichtschutzfaktor 50 empfohlen.
- Hauttyp II: Sie haben helle Haut, oft mit Sommersprossen, blonde bis hellbraune Haare, werden schnell rot, bräunen kaum. Hier wird Lichtschutzfaktor 30–50 empfohlen.
- Hauttyp III: Sie haben helle bis leicht gebräunte Haut. Dunkelblonde bis braune Haare, bräunen langsam, können aber auch Sonnenbrand bekommen. Hier wird Lichtschutzfaktor 20–30 empfohlen.
- Hauttyp IV: Sie haben olivfarbene oder bronzefarbene Haut, dunkles Haar, verbrennen selten, bräunen leicht. Hier wird Lichtschutzfaktor 15–20 empfohlen.
- Hauttyp V: Sie haben dunkle Haut, dunkles Haar, verbrennen nie, bräunen leicht. Hier wird Lichtschutzfaktor 10–15 empfohlen.
#6 Sonnencreme als Schattenersatz nutzen
Du bist eingecremt, also kann dir die Sonne nichts anhaben? Das ist ein Irrglaube, den viele Menschen haben. Sonnencreme schützt, aber nie zu 100 Prozent. Gerade zwischen elf und drei Uhr brennt die UV-Strahlung mit der Mittagssonne am stärksten auf uns herunter. Die beste Creme ist nicht in der Lage, alle Strahlung abzufangen. Deshalb ist es klug, zusätzlich den Schatten zu suchen oder Kleidung mit UV-Schutz zu wählen. Denk auch an deinen Kopf, denn selbst wenn du eingecremt bist, können Sonnenstich und Hitzeschlag die Folge von ausdauernder Sonnenexposition sein.
#7 Reicht Tagescreme mit LSF alleine aus?
Eine Foundation oder Tagescreme mit Lichtschutzfaktor ist zwar praktisch, der Schutz reicht aber nicht aus. Um einen effektiven UV-Schutz zu ermöglichen, muss eine Mindestmenge ins Gesicht. Bei Make-up nutzt kaum jemand eine riesige Portion, gerade im Sommer wird es nur punktuell verwendet. Hinzu kommen auch hier Schweiß, Reibung und der ganz normale Alltag. Schon nach wenigen Stunden ist der Schutz dahin. Unters Make-up gehört daher immer eine echte Sonnencreme.