Faktencheck: Welche Mythen über den Sommer stimmen – und welche nicht?
Viele Sommerweisheiten halten sich hartnäckig – wir schauen, welche Mythen stimmen und welche du getrost vergessen kannst.
Mythos #8: Bei Hitze wird man schneller betrunken
Diese Annahme ist weit verbreitet – und stimmt auch! Die Hitze selbst verändert zwar nicht direkt die Wirkung des Alkohols im Körper, aber sie beeinflusst den Flüssigkeitshaushalt. Bei hohen Temperaturen schwitzt man mehr und verliert dadurch schneller Wasser. Alkohol wirkt zusätzlich entwässernd, was den Körper schneller austrocknen lässt. Die Folge: Der Alkohol gelangt bei Dehydrierung rascher ins Blut und kann stärker wirken. Man fühlt sich also schneller betrunken – nicht, weil die Hitze den Alkohol verändert, sondern weil der Körper unter Hitzestress empfindlicher reagiert.
Mythos #9: Je höher der Sonnenschutzfaktor, desto länger kannst du in der Sonne bleiben
Viele glauben, ein hoher Lichtschutzfaktor (LSF) erlaube endloses Sonnenbaden – doch das ist ein Trugschluss. Zwar verlängert ein höherer LSF den Eigenschutz der Haut vor UVB-Strahlen, aber Sonnencreme schützt nicht unbegrenzt. Schweiß, Wasser und Reibung reduzieren den Schutz mit der Zeit – auch bei hohem LSF. Zudem schützt Sonnencreme meist nicht ausreichend vor UVA-Strahlen, die tiefer in die Haut eindringen. Deshalb gilt: Unabhängig vom LSF solltest du regelmäßig nachcremen, direkte Sonne meiden und dich nicht auf den Faktor allein verlassen.
Mythos #10: Wer bei Hitze viel schwitzt, verliert mehr Fett
Der Eindruck täuscht: Schwitzen bedeutet nicht gleich Fettabbau. Wenn du bei hohen Temperaturen stark schwitzt, verlierst du in erster Linie Wasser – kein Körperfett. Das zeigt sich auch auf der Waage, doch dieser „Verlust“ ist nur vorübergehend. Sobald du trinkst, ist das Gewicht wieder da. Nachhaltiges Abnehmen funktioniert nur durch ein Kaloriendefizit, also mehr Energie zu verbrauchen, als du zu dir nimmst. Tatsächlich verlangsamen die hohen Temperaturen den Stoffwechsel, sodass die Kalorien sogar langsamer verbrannt werden. Fazit: Schwitzen ist ein natürlicher Mechanismus zur Temperaturregulierung – kein effektiver Weg zur Gewichtsreduktion.
Faktencheck: Welche Mythen über den Sommer stimmen – und welche nicht?
- Mythos #1 – Im Schatten wird man nicht braun: Falsch, auch im Schatten kann die Haut Farbe bekommen.
- Mythos #2 – Wer schon gebräunt ist, braucht keinen Sonnenschutz mehr: Falsch, der erhöhte Melanin-Gehalt gebräunter Haut reicht als Schutz nicht aus
- Mythos #3 – In schwarzer Kleidung ist es im Sommer besonders heiß: Teilweise richtig. Dunkle Kleidung absorbiert tatsächlich mehr Sonnenstrahlen als helle, doch auch der Schnitt der Kleidung spielt eine Rolle.
- Mythos #4 – Eiskalte Getränke sind eine gut Abkühlung: Falsch, denn um die Kälte des Getränks auszugleichen, fährt der Körper seine Wärmeproduktion hoch.
- Mythos #5 – Ins kalte Wasser zu springen ist gefährlich: Richtig, denn ein plötzlicher Sprung ins kalte Wasser kann den Kreislauf massiv belasten.
- Mythos #6 – Nasse Badebekleidung verursacht Blasenentzündungen: Teilweise falsch, denn eine nasse Bikini- oder Badehose selbst kann keine Blasenentzündung verursachen – sie wirkt jedoch begünstigend.
- Mythos #7 – Im Wasser bekommt man schneller einen Sonnenbrand: Richtig, denn Wasser verstärkt die Wirkung der UV-Strahlen durch die Reflexion des Sonnenlichts.
- Mythos #8 – Bei Hitze wird man schneller betrunken: Richtig, da der Alkohol bei Dehydrierung durch Schwitzen rascher ins Blut gelangt.
- Mythos #9 – Je höher der Sonnenschutzfaktor, desto länger kannst du in der Sonne bleiben: Falsch, ein höherer LSF verlängert den Eigenschutz der Haut vor UVB-Strahlen nicht unbegrenzt.
- Mythos #10 – Wer bei Hitze viel schwitzt, verliert mehr Fett: Falsch, Schwitzen ist kein effektiver Weg zur Gewichtsreduktion.