Sonnenstich, Hitzepickel & Co.: Was solltest du im Sommer beachten?
Im Sommer wollen wir natürlich alle das Wetter genießen, aber wegen Sachen wie Sonnenstiche und Hitzepickel ist es wichtig, dass wir auf uns aufpassen:
#8 Sonnenallergie – was ist das?
Nicht jeder verträgt die Sonne gut – bei manchen Menschen reagiert die Haut bereits nach wenigen Minuten Sonnenkontakt mit Juckreiz, Rötung, Quaddeln oder kleinen Bläschen. Die Rede ist von einer Sonnenallergie – medizinisch oft als polymorphe Lichtdermatose bezeichnet. Der Auslöser ist meist nicht die UV-Strahlung selbst, sondern eine Überreaktion des Immunsystems auf die gebildeten Stoffwechselprodukte in der Haut. Besonders häufig tritt die Allergie an Dekolleté, Armen oder Schultern auf – also den typischen Sonnenflächen. Was hilft? Neben schrittweiser Gewöhnung an die Sonne (etwa im Frühling), können spezielle Sonnenschutzprodukte mit hohem Lichtschutzfaktor und UVA-Filter helfen. Auch sogenannte Antioxidantien (z. B. Beta-Carotin oder Calcium) können vorbeugend wirken – sprich dafür am besten mit deinem Arzt. Tritt die Sonnenallergie trotzdem auf, hilft es, die Haut zu kühlen und Juckreiz mit antiallergischen Cremes oder Gel zu lindern. Wichtig: Kratzen vermeiden, sonst drohen Entzündungen!
#9 Wie kannst du einen Hitzekollaps und Kreislaufprobleme erkennen?
Wer bei großer Hitze zu wenig trinkt oder sich zu sehr verausgabt, riskiert einen Kreislaufzusammenbruch – den sogenannten Hitzekollaps. Symptome können Schwindel, Zittern, Blässe, kalter Schweiß und sogar kurze Ohnmachtsanfälle sein. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, kleine Kinder und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wenn du erste Anzeichen spürst, solltest du sofort eine Pause einlegen, dich hinsetzen oder hinlegen und die Beine hochlagern. Kalte, feuchte Tücher im Nacken und an den Handgelenken können zusätzlich helfen. Auch langsam Wasser trinken (nicht eiskalt!) stabilisiert den Kreislauf. Wichtig: Bei Bewusstlosigkeit oder anhaltenden Symptomen immer das Krankenhaus rufen! In vielen Fällen kann ein rechtzeitiges Eingreifen Schlimmeres verhindern.
#10 Klimageräte, Ventilatoren & Co – wie kühlst du clever?
Wenn die Wohnung zur Sauna wird, sind technische Helfer gefragt. Doch was bringt wirklich Abkühlung – und worauf solltest du achten? Ventilatoren sorgen zwar nicht direkt für Temperaturveränderung, aber der Luftstrom verdunstet Schweiß schneller und kühlt dadurch den Körper effektiv. Stell sie aber nicht direkt auf dich – sonst drohen Verspannungen. Mobile Klimageräte senken tatsächlich die Raumtemperatur – verbrauchen aber viel Strom und brauchen einen Abluftschlauch. Splitgeräte sind deutlich effektiver, aber auch teurer und müssen fest installiert werden. Alternativen? Einfache DIY-Tricks: Stell eine Schale mit Eiswürfeln vor den Ventilator – das kühlt die durchströmende Luft. Auch nachts Fenster weit öffnen und tagsüber abdunkeln hilft, die Hitze draußen zu halten. Tipp: Geräte nie rund um die Uhr laufen lassen – das belastet Umwelt und Stromrechnung. Lieber gezielt einsetzen – zum Beispiel eine Stunde vor dem Schlafengehen, damit dein Zimmer angenehm runterkühlt.
#11 Notfall-Sommerapotheke für unterwegs – was brauchst du?
Wer im Sommer viel unterwegs ist – sei es beim Wandern, am Badesee oder im Urlaub – sollte immer eine kleine Notfallapotheke dabeihaben. Denn Sonnenbrand, Insektenstiche oder Magenprobleme kommen schneller, als man denkt. Das Wichtigste: Ein guter Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor, am besten wasserfest, schützt dich zuverlässig vor UV-Strahlung. Nach einem langen Tag in der Sonne hilft eine kühlende After-Sun-Lotion mit Aloe Vera, um die Haut zu beruhigen. Gegen lästige Mücken oder Zecken solltest du ein Insektenschutzmittel einpacken. Pflaster, Wundspray und eine Pinzette gehören zur Grundausstattung, falls du dich schneidest oder einen Splitter einfängst. Für Reisen ist es auch praktisch, etwas gegen Übelkeit und Durchfall dabeizuhaben – Elektrolytlösungen helfen, den Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht zu halten. Ein kühlendes Gel oder ein Antihistaminikum lindert juckende Hitzepickel oder Stiche. Und: Schmerzmittel sowie ein kleines Fieberthermometer sollten ebenfalls nicht fehlen. Am besten alles in einer hitzebeständigen Tasche transportieren – und du bist bestens gewappnet.