KIs, die gerade total viral gehen
Ist das noch Zukunftsmusik? Wohl eher nicht: Um Künstliche Intelligenz entsteht gerade ein richtiger Hype. Die KIs gehen gerade total viral!
Stable Diffusion – Lensa App
Stable Diffusion findet nun besondere Verwendung in der Fotobearbeitungs-App Lensa. Vor allem Promis und Influencer nutzen die App und damit die KI gerade, um ihre eigenen Fotos und damit ihren Körper und ihr Gesicht in Kunstwerke zu verwandeln. So sehen sie am Ende selbst aus wie ein Comic oder eine Computerfigur, bei der die eigenen Gesichtszüge deutlich zu erkennen sind. Möglich ist hier vieles: Besonders beliebt sind Zeichnungen, Aquarelle und auch Fantasy-Porträts. Dadurch ist bereits ein richtiger Hype entstanden, sodass immer mehr Stars ihre erstellten Fotos auf Instagram veröffentlichen. Lange wurden in der Lensa App nur Fotos bearbeitet, also klassische Retuschierungen und Bearbeitungen vorgenommen. Nun arbeitet sie auch mit künstlicher Intelligenz, sodass die App jetzt total viral gegangen ist.
Die Kritik
Tatsächlich kann man die App nur sieben Tage lang kostenlos nutzen. Danach wird ein Abo in Höhe von ca. 30-49 Euro pro Jahr fällig. Und auch die neue Funktion der Avatar-Erstellung ist kostenpflichtig. Möchte man hier 100 Porträts erstellen, kostet einen das 4 Euro. Komplett umsonst geht hier also nicht viel. Darüber hinaus sollte einem bewusst sein, dass die Bilder, die man hier mittels KI erstellt, auch für das Unternehmen Prisma labs, das hinter der App steht, frei nutzbar sind. Die Rechte am eigenen Bild sind damit verwirkt. Ebenso kritisiert wird, dass die KI der App unter anderem ein „Open Source“-Netzwerk nutzt, in dem 2,3 Milliarden Bilder hinzugefügt wurden. Doch hier wurden eben auch Kunstwerke von Künstlern eingespeist, die niemals der Nutzung ihrer Werke zugestimmt haben. So wird der Hype auch in dieser Branche kritisch beäugt, da zum Beispiel die Macher hinter der App hier mittels angeeigneter Kunstwerke Geld verdienen.
Freizügige Fotos
Auch Megan Fox hat die App und die Funktion ausprobiert und scheint sich hier zu fragen, warum ihre Bilder alle so freizügig erscheinen. So fragt sie ihre Community: „Waren die Avatare von allen gleich sexuell? Warum sind die meisten meiner zum Beispiel nackt?“ Auch das ist ein großer Kritikpunkt der App: So wird ihr vorgeworfen, dass sie hauptsächlich Avatar-Bilder von leichtbekleideten Frauen mit großer Oberweite produziert. Und das liegt nicht an dem Motiv, denn viele Frauen berichten, dass sie ein ganz harmloses Foto genutzt haben, auf dem nur ihr Kopf zu sehen ist. Das bringt die Macher der App nun in Erklärungsnot. Schuld daran könnte das genutzte Datenset sein. Da viele Darstellungen von Männern und Frauen im Netzt sexuell aufgeladen sind, bewertet die KI diese dann als normal. So entstehen bei der Umsetzung von Bildern immer mehr freizügige Fotos.
#3 DALL·E
DALL-E und der Nachfolger DALL-E 2 sind KIs, die ebenfalls mit Textbeschreibungen funktionieren. Der Name ist eine Kombination aus dem Pixar-Roboter Wall-E und dem spanischen Surrealisten Salvador Dalí. Die Künstliche Intelligenz nutzt neuronale Netzwerke, um Wörter in Anordnungen von Pixeln zu „übersetzen“ und daraus dann fotorealistische Bilder zu erstellen. Auch hier sind verschiedenen künstlerische Stilrichtungen möglich. Das Programm wurde ähnlich wie die anderen KIs mit Millionen von Bildern aus dem Internet trainiert.