KIs, die gerade total viral gehen

Ist das noch Zukunftsmusik? Wohl eher nicht: Um Künstliche Intelligenz entsteht gerade ein richtiger Hype. Die KIs gehen gerade total viral!

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Im heutigen Zeitalter sind Computer, Smartphones und andere technische Geräte alltäglich und normal geworden. Unmengen von Daten werden generiert, erfasst, gespeichert und durch unserer Server geschleudert. In einigen Bereichen wurde der Mensch – so pathetisch es auch klingt – bereits durch Maschinen ersetzt. Jetzt erklingt erneut die Musik der Zukunft in unseren Ohren. Denn aktuell sind viele Künstliche Intelligenzen (kurz: KI) im Umlauf, die von vielen Nutzern gefeiert werden. Die KIs gehen inzwischen so viral, dass man sich näher mit ihnen beschäftigen sollte. Was können sie leisten und vor allem: Welche Kritik gibt es an ihnen?

Starten wir mit der ersten KI:

#1 Midjourney

Die künstliche Intelligenz Midjourney ist dazu fähig, in sekundenschnelle Grafiken und Bilder zu malen – und das auf Kommando. Dazu muss man der KI einfach nur ein Wort oder auch einen Satz mitteilen und die KI erstellt daraus ein Bild. Die KI-Anwendung wurde zunächst mit einer ziemlich großen Menge an bestehenden Bildern trainiert. Daraus zieht sie schlussendlich ihre Daten, um ein neues Bild zu erschaffen. Wenn man sich die Bilder von Midjourney ansieht, wird einem das Prinzip schnell klar: Hier steht der Begriff „daughter of the sun“ also „Tochter der Sonne“ im Fokus. Und so sieht das Bild dementsprechend auch aus. Inzwischen benutzten viele kreative Köpfe das Tool, um neue Kunst zu erschaffen.

Aber auch hier gibt es kritische Stimmen:

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Die Kritik

Hier wird insbesondere über die Bildrechte diskutiert. Da Midjourney mit Daten trainiert wurde, die auch von echten Künstlern stammen, stellt sich die Frage, wie legitim das Ganze ist. So landen die Werke der Künstler ohne deren Erlaubnis in den Datenbanken – und Geld verdienen diese damit auch nicht. In diesem Fall wurden die Bilder des berühmten Fotografs Richard Avedon in die KI eingespeist, die dann vom Ersteller das Kommando erhalten hat, ein Bild in seinem Stil zu fertigen. Entstanden sind Porträts von bekannten Filmfiguren mit ausdrucksstarken Gesichtern.

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Wird „menschliche Kunst“ verdrängt?

Darüber hinaus befürchten einige Menschen aus der Branche, dass die KI echte Grafiker und Designer verdrängen könnte. Denn wenn man einfach solch ein Programm nutzen kann, um Grafiken und Bilder zu erstellen, könnten die menschlichen Finger ja obsolet werden. Diese Befürchtung spiegelt sich nun im technischen Angestellten Ammaar Reshi wider. Denn er veröffentlichte ein Kinderbuch, das er mit Grafiken ausstattete, die nur auf Künstlicher Intelligenz basieren. So gab er Beschreibungen ein und überarbeitete nochmals Hunderte von Vorschlägen, die die KI ausspuckte. Nur 72 Stunden nachdem er die Idee hatte, veröffentlichte er sein Buch „Alice and Sparkle“ auf Amazon. Viele seiner Freunde ermutigten ihn dazu, das Buch auf Social Media zu promoten. Doch Kinderbuchillustratoren reagierten alles andere als positiv auf sein Werk. „Ist es wirklich so einfach, etwas zu schaffen, in das ich mein Herz und meine Seele stecken musste?“, fragte sich eine Autorin. 

Das Bild zeigt ein Beispiel, wie die KI Stable Diffusion funktioniert.
Quelle: Reddit / u/argaman123, Reddit / u/argaman123

#2 Stable Diffusion

Ähnlich wie auch Midjourney arbeitet die KI Stable Diffusion, die vom Startup Stability.ai veröffentlicht wurde, mit Beschreibungen der Nutzer. Es kann also das, was auch schon die Vorgänger konnten. Der entscheidende Unterschied ist bei der KI allerdings, dass sie vor allem auf der Grundlage eines Bildes ein neues Bild erstellen kann. Es reicht schon eine Skizze von MS Paint und die KI entwickelt auf der Basis ein völlig realistisches Kunstwerk. Beschreibungen der Nutzer sind also nicht mehr nötig. Eine Revolution im Bereich digitaler Grafiken. 

Besonders eine App hat sich die KI gerade zu Nutzen gemacht:

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Stable Diffusion – Lensa App

Stable Diffusion findet nun besondere Verwendung in der Fotobearbeitungs-App Lensa. Vor allem Promis und Influencer nutzen die App und damit die KI gerade, um ihre eigenen Fotos und damit ihren Körper und ihr Gesicht in Kunstwerke zu verwandeln. So sehen sie am Ende selbst aus wie ein Comic oder eine Computerfigur, bei der die eigenen Gesichtszüge deutlich zu erkennen sind. Möglich ist hier vieles: Besonders beliebt sind Zeichnungen, Aquarelle und auch Fantasy-Porträts. Dadurch ist bereits ein richtiger Hype entstanden, sodass immer mehr Stars ihre erstellten Fotos auf Instagram veröffentlichen. Lange wurden in der Lensa App nur Fotos bearbeitet, also klassische Retuschierungen und Bearbeitungen vorgenommen. Nun arbeitet sie auch mit künstlicher Intelligenz, sodass die App jetzt total viral gegangen ist.

Doch auch hier gibt es Kritik:

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Die Kritik

Tatsächlich kann man die App nur sieben Tage lang kostenlos nutzen. Danach wird ein Abo in Höhe von ca. 30-49 Euro pro Jahr fällig. Und auch die neue Funktion der Avatar-Erstellung ist kostenpflichtig. Möchte man hier 100 Porträts erstellen, kostet einen das 4 Euro. Komplett umsonst geht hier also nicht viel. Darüber hinaus sollte einem bewusst sein, dass die Bilder, die man hier mittels KI erstellt, auch für das Unternehmen Prisma labs, das hinter der App steht, frei nutzbar sind. Die Rechte am eigenen Bild sind damit verwirkt. Ebenso kritisiert wird, dass die KI der App unter anderem ein „Open Source“-Netzwerk nutzt, in dem 2,3 Milliarden Bilder hinzugefügt wurden. Doch hier wurden eben auch Kunstwerke von Künstlern eingespeist, die niemals der Nutzung ihrer Werke zugestimmt haben. So wird der Hype auch in dieser Branche kritisch beäugt, da zum Beispiel die Macher hinter der App hier mittels angeeigneter Kunstwerke Geld verdienen.

Einen weiteren Kritikpunkt hat eine Promi-Dame bereits am eigenen Leib erfahren:

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Freizügige Fotos

Auch Megan Fox hat die App und die Funktion ausprobiert und scheint sich hier zu fragen, warum ihre Bilder alle so freizügig erscheinen. So fragt sie ihre Community: „Waren die Avatare von allen gleich sexuell? Warum sind die meisten meiner zum Beispiel nackt?“ Auch das ist ein großer Kritikpunkt der App: So wird ihr vorgeworfen, dass sie hauptsächlich Avatar-Bilder von leichtbekleideten Frauen mit großer Oberweite produziert. Und das liegt nicht an dem Motiv, denn viele Frauen berichten, dass sie ein ganz harmloses Foto genutzt haben, auf dem nur ihr Kopf zu sehen ist. Das bringt die Macher der App nun in Erklärungsnot. Schuld daran könnte das genutzte Datenset sein. Da viele Darstellungen von Männern und Frauen im Netzt sexuell aufgeladen sind, bewertet die KI diese dann als normal. So entstehen bei der Umsetzung von Bildern immer mehr freizügige Fotos.

Weiter geht's mit der nächsten KI:

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#3 DALL·E

DALL-E und der Nachfolger DALL-E 2 sind KIs, die ebenfalls mit Textbeschreibungen funktionieren. Der Name ist eine Kombination aus dem Pixar-Roboter Wall-E und dem spanischen Surrealisten Salvador Dalí. Die Künstliche Intelligenz nutzt neuronale Netzwerke, um Wörter in Anordnungen von Pixeln zu „übersetzen“ und daraus dann fotorealistische Bilder zu erstellen. Auch hier sind verschiedenen künstlerische Stilrichtungen möglich. Das Programm wurde ähnlich wie die anderen KIs mit Millionen von Bildern aus dem Internet trainiert. 

Doch auch hier hagelt es Kritik:

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Kritik

Viele empfinden die Leistungsfähigkeit der KI als stark und „beeindruckend“. Allerdings betonen Kritiker auch, dass diese KI den Menschen nicht ersetzen könne und sich im Ergebnis auch immer wieder Fehler einschleichen würden, die darauf zurückzuführen sind, dass das Programm Informationslücken über die physische Welt und Objekte aufweise. Die New York Times spricht davon, dass die KI Desinformation und gefälschte Bilder generieren könnte. Zudem spiegelt das Programm viele Stereotypen wider, da sie allein mit englischer Sprache zu steuern ist und ihre Daten zum großen Teil aus dem Westen beziehe.

Wir haben noch eine KI für dich, die du auf dem Schirm haben solltest:

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#4 CHATGPT

Das KI-Tool ChatGPT des Unternehmens OpenAl soll in der Lage sein, menschliche Dialoge verstehen zu können und anschließend Antworten zu generieren, die der Mensch nicht besser hätte ausdrücken können. Um das Chatbot ist im Internet ein regelrechter Hype entstanden. So kursieren zahlreiche Videos, in denen Nutzer die KI austesten und beispielsweise Matheaufgaben damit lösen. Hausaufgaben, Hausarbeiten oder gar Codierungs-Herausforderungen in anspruchsvoller Programmiersprache sollen damit in Sekunden erledigt werden. Das Sprachmodell GPT-3 der Firma liefert die Daten für den Chatbot. Dieses Modell wird mit Algorithmen trainiert, die mit großen Textmengen aus dem Internet gefüttert werden. Nutzer sehen in der KI eine Alternative zu Google – mit dem Unterschied, dass sie selbst komplexe Fragen in Sekundenschnelle beantworten kann. Verwendung könnte die KI z.B. in der Generierung von Websites oder auch die Beantwortung von Kundenanfragen finden.

Eine Programmiererin kam jetzt auf eine spannende Idee:

Symbolfoto: Eine Frau hat die KI genutzt und ihre alten Tagebücher verwendet, um mit sich selbst zu kommunizieren
Quelle: IMAGO / ShotshopI Symbolfoto

Eine Frau nutzt die KI, um mit ihrem früheren Ich zu chatten

Der Künstlerin und Programmiererin Michelle Huang ist es tatsächlich gelungen, mit ihrem jüngeren Ich in Verbindung zu treten. Dafür hat sie lediglich den Chatbot und ihr altes Tagebuch aus Teenager-Zeiten benötigt. So wählte sie daraus 40 Einträge, die im Alter von sieben bis 18 Jahren entstanden sind und fütterte damit die KI. Dies tat sie so lange, bis die KI praktisch zu ihrem alten Ich wurde und sie mit ihr kommunizieren konnte. Sie fragte sich selbst unter anderem, ob sie denkt, dass sie sich selbst zu stark unter Druck setzen würde. Ihre Antwort: „Ja, ich setze mich definitiv manchmal zu sehr unter Druck. Ich glaube, es ist wichtig, nach Exzellenz zu streben, aber ich glaube, dass es auch wichtig ist, gnädig mit sich selbst zu sein. Ich übe immer noch, diese Balance zu finden.“

Ein sehr amüsantes Beispiel, wie man die KI nutzen kann. Doch es gibt auch Kritik an dem Programm:

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Die Kritik

Tatsächlich besteht auch hier die Sorge, dass die KI den Menschen oder zumindest einige Berufe ersetzen könnte. Dazu zählen z.B. der Job als Professor, als Historiker oder als Programmierer und Journalist. Momentan fehlt dem Chatbot allerdings die Fähigkeit zum kritischen Denken und es ist auch nicht in der Lage, ethisch und moralisch korrekt zu handeln. Zudem basiert das Wissen auf die Jahre vor 2022, sodass auch Fehlinformationen ausgespuckt werden können. Einigen bereitet auch Sorge, dass Elon Musk zu viel Einfluss auf das Programm nehmen könnte, da er zu den Gründern von dem Forschungsunternehmen OpenAl gehört.