Wofür ist der Knopf unter der Fußgänger-Ampel wirklich da?
Jedes Mal, wenn wir als Fußgänger an der Ampel stehen und auf den Knopf drücken, fragen wir uns: Wofür ist er wirklich da?
Das Bodenleitsystem auf unseren Straßen
Vielleicht sind sie dir noch gar nicht aufgefallen: Bodenleitsysteme oder Blindenleitsysteme sind eine wichtige Hilfe für blinde und sehbehinderte Menschen, um sich im öffentlichen Raum und in Gebäuden sicherer und leichter zu bewegen. Dabei handelt es sich in der Regel um taktile Bodenindikatoren, die in einer bestimmten Formation angeordnet sind und mit dem Blindenstock ertastet werden können. So können beispielsweise Gehwege oder Straßenüberquerungen sicherer bewältigt werden. Auch an Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel helfen Bodenleitsysteme dabei, den Weg zu den Bussen oder Bahnen zu finden. Neben den taktilen Bodenindikatoren gibt es auch akustische Bodenleitsysteme, die durch spezielle Bodenbeläge mit unterschiedlichen Klängen auf Gefahren hinweisen. Bodenleitsysteme sind somit ein wichtiger Bestandteil der Barrierefreiheit und ermöglichen mehr Teilhabe am öffentlichen Leben.
Dafür sind die Leitstreifen auf Bahnhöfen und Flughäfen wirklich da
Die schwarzen Streifen mit Rillen darin kennt wohl jeder von Bahnhöfen, Flughäfen oder auch der normalen Straße, wo man diese vor allem an wichtigen Knotenpunkten in der Stadt finden kann. Doch was viele gar nicht wissen, ist was ihre eigentliche Funktion ist, dabei ist diese sogar wirklich wichtig. Denn die Leitstreifen dienen vor allem Menschen, die an einer Sehbehinderung leiden, um sich mit einem Blindenstock orientieren zu können. Da man an Flughäfen und an Bahnhöfen oft warten muss, ist also sehr sinnvoll diese freizuhalten, damit sie einwandfrei genutzt werden können.
Die Ampelmännchen sind Kult
Vielleicht ist es dir auch schon einmal aufgefallen: Das Ampelmännchen ist nicht überall das selbe!
Das Ampelmännchen ist eine beliebte Figur im Straßenverkehr Deutschlands und hat mittlerweile auch Kultstatus erlangt. Ursprünglich wurde es in Ostdeutschland als Symbol für die Fußgängerampeln eingeführt und hatte eine andere Gestaltung als die Ampelmännchen im Westen. Die Ost-Version zeigte einen etwas pummeligen Mann mit Hut und runder Brille, während die West-Version schlanker und moderner gestaltet war. Nach der Wiedervereinigung wurden jedoch beide Versionen weiterhin genutzt und fanden ihre Fans. Heutzutage gibt es sogar Ampelmännchen-Souvenirs und -Merchandise zu kaufen. Das Ampelmännchen ist somit nicht nur eine praktische Verkehrshilfe, sondern auch ein kulturelles Symbol.
Wie kam es denn überhaupt zu unseren heutigen Ampeln?
Die Geschichte deutscher Ampeln
Die Geschichte der Ampeln in Deutschland reicht bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts zurück. Die erste elektrisch betriebene Ampelanlage wurde 1924 in Berlin installiert und diente damals ausschließlich dem Verkehrsfluss von Straßenbahnen. In den 1950er Jahren wurden Ampeln immer häufiger zur Regulierung des Autoverkehrs eingesetzt, insbesondere in Großstädten. In Ostdeutschland wurde ab den 1960er Jahren das Ampelmännchen eingeführt, während im Westen die schlankere und modernere Ampelgestaltung bevorzugt wurde, wie wir bereits schon lesen konnten.
In den letzten Jahrzehnten wurden Ampeln stetig weiterentwickelt, beispielsweise durch Countdown-Timer oder die oben beschriebenen akustischen Signale für Sehbehinderte. Auch die Digitalisierung des Verkehrs bringt neue Entwicklungen wie adaptive Ampelschaltungen hervor, die sich an den Verkehr anpassen.