Wofür ist der Knopf unter der Fußgänger-Ampel wirklich da?
Jedes Mal, wenn wir als Fußgänger an der Ampel stehen und auf den Knopf drücken, fragen wir uns: Wofür ist er wirklich da?
Digitalisierung des Straßenverkehrs
Im Zuge der Digitalisierung des Straßenverkehrs erleben auch Ampeln zahlreiche Veränderungen. So werden moderne Ampelanlagen zunehmend mit Sensoren und Kameras ausgestattet, die es ermöglichen, den Verkehrsfluss in Echtzeit zu erfassen und die Schaltung der Ampelphasen entsprechend anzupassen. Auch die Integration von Ampeln in Smart City-Konzepte gewinnt an Bedeutung, indem etwa Ampeln mit anderen vernetzten Systemen, wie Verkehrsinformationsdiensten oder öffentlichen Verkehrsmitteln, verbunden werden. Ein weiterer Aspekt der Digitalisierung im Zusammenhang mit Ampeln ist die Verwendung von Echtzeit-Daten zur Optimierung des Verkehrsmanagements. So können etwa Verkehrsmeldungen, Wetterdaten oder Unfallberichte in die Steuerung der Ampeln einbezogen werden, um den Verkehrsfluss zu verbessern und Staus zu vermeiden. Durch die Digitalisierung ergeben sich somit neue Möglichkeiten, den Verkehrsfluss effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen.
Ampeln in anderen Ländern
Deutsche Ampeln unterscheiden sich in einigen Punkten von Ampeln in anderen Ländern. Zum Beispiel gibt es in einigen Ländern statt der bekannten Farben Rot, Gelb und Grün auch andere Farbkombinationen oder zusätzliche Signale wie Pfeile. In einigen Städten in den USA gibt es sogar Ampeln mit einem "Walk" und "Don't Walk" Signal statt des bekannten grünen und roten Ampelmännchens. Auch die Dauer der Ampelphasen kann sich von Land zu Land deutlich unterscheiden, ebenso wie die Art und Anordnung der Bodenindikatoren für Sehbehinderte. Insgesamt sind Ampeln aber ein weltweit verbreitetes Verkehrssystem, das den Verkehr in allen Ländern reguliert.
Neues Ampelsystem
Viele Autofahrer und Fußgänger*innen kennen die sogenannten Bedarfsampeln. Hier haben Autofahrer*innen immer Vorrang, so ist die Ampel für sie praktisch dauergrün. Als Fußgänger*in oder Radfahrer*in muss man hier erstmal einen Knopf drücken, damit man anschließend sicher die Straße überqueren kann. An einer Ampel im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel läuft es jetzt genau andersherum! Denn an dieser viel besuchten Straßenüberquerung sind viele Menschen zu Fuß oder mit Rad unterwegs und auch ein wichtiger Schulweg verläuft hier, sodass gerade die schwächeren Verkehrsteilnehmer*innen nun immer Grün haben! Die Autofahrer*innen hingegen müssen ihre Grünphase anfordern. Das läuft so, dass eine Wärmebildkamera sieben Meter vor der Ampel erkennt, ob ein Auto sich nähert. Das Signal löst dann das Umschalten der Ampel aus. Allerdings erst nach neun bis 22 Sekunden – je nachdem, wie viele Fußgänger*innen und Radfahrer*innen sich an der Ampel befinden. Ist ein Bus an der Kreuzung, soll die Ampel allerdings schon früher umschalten, damit Verspätungen vermieden werden. Momentan läuft die Auswertung des neuen Ampelprojekts, aber wer weiß? Vielleicht werden wir solche Modelle in Deutschland bald öfter sehen!