12 Fakten, die du schon immer über Amazon wissen wolltest
Gelbe Aufkleber, geheimnisvolle Codes und Retouren, die du behalten darfst. Beim Versandriesen Amazon stellen sich viele Fragen – wir geben dir Antworten.
Amazon ist mehr als nur ein Online-Shop. Das Unternehmen ist ein riesengroßes Logistik- und Datennetzwerk, das täglich Millionen von Nutzer hat und das am Tag ebenso viele Bestellungen abwickelt. Doch viele Nutzer*innen fragen sich, wie der Internetriese funktioniert und was dahintersteckt. Dabei treten ganz alltägliche Fragen auf, die den Versand, die Retouren, die Händler und das Geschäftsmodell von Amazon hinterfragen. Wir geben Antworten auf zehn Fakten, die du schon immer über Amazon wissen wolltest und bieten dir dabei spannende Einblicke hinter die Kulissen.
#1 Amazon-Revolution: Das Ende des „Großen Topfes“ im Lager
Amazon stellt zum 31. März 2026 das sogenannte „Commingling“-Verfahren ein. Was nach Logistik-Details klingt, wird eine große Veränderung für jeden Prime-Kunden sein: Bisher wurden identische Produkte verschiedener Händler im Lager in einen „großen Topf“ geworfen. Wer bestellte, bekam das Exemplar, das dem Roboter gerade am nächsten lag – egal, von welchem Verkäufer es physisch stammte. Der Vorteil war maximale Geschwindigkeit. Der Nachteil: Gefälschte Produkte konnten einfach unter die Originalware gemischt werden, ohne dass die Herkunft im Nachhinein lückenlos prüfbar war. Deshalb soll nun jedes Produkt fest seinem spezifischen Händler zugeordnet werden. Das erhöht die Sicherheit vor Fälschungen massiv, da jedes Paket bis zum Ursprung rückverfolgbar ist.
Die neue Ordnung hat ihren Preis. Da Amazon nun nicht mehr das „nächstbeste“ Produkt greifen kann, sondern exakt die Ware Ihres gewählten Händlers aus dem Regal fischen muss, werden die Wege im Lager länger. Expert*innen rechnen damit, dass der gewohnte Übernacht-Versand bei vielen Drittanbietern künftig ein bis zwei Tage länger dauern könnte.
#2 So sollte Amazon eigentlich mal heißen
Bevor Jeff Bezos den Giganten „Amazon“ taufte, hatte er 1994 eine ganz andere Vision: Das Unternehmen sollte „Cadabra“ heißen (von Abrakadabra). Die Idee war, dass das Bestellen von Büchern online wie Magie wirken sollte. Doch der Name hielt nicht lange. Bezos’ Anwalt wies ihn darauf hin, dass „Cadabra“ am Telefon viel zu leicht mit dem englischen Wort „Cadaver“ (Leiche) verwechselt werden könnte – nicht gerade das beste Marketing für einen aufstrebenden Shop.
Auf der Suche nach einem Namen, der mit „A“ beginnt (um in alphabetischen Listen ganz oben zu stehen), stieß Bezos auf den Amazonas. Ein passendes Symbol: der wasserreichste Fluss der Erde für den Shop mit der weltweit größten Auswahl. Aus der „Magie“ wurde so ein gigantischer Strom, der heute fast jeden Haushalt erreicht.
#3 Was bedeuten die gelben Sticker auf den Amazon Paketen?
Wird dir ein Amazon-Paket geliefert, besitzt es gelbe Sticker. Doch was genau bedeuten sie? Bei diesen Stickern handelt es sich um sogenannte „Driver-Aid-Label“. Es sind interne Logistikmarkierungen, die Informationen zur Route, dem Versandzentrum, dem Lieferdienst oder der Sortierstation enthalten. Bevor im letzten Schritt das Versandetikett gedruckt wird, ist dein Paket schon lange Zeit im Logistikzentrum von Amazon unterwegs. Damit dir deine Bestellung jederzeit zugeordnet werden kann, gibt es diese gelben Aufkleber. Deine sensiblen Daten bleiben damit verborgen, aber trotzdem können Scanner und Roboter dein Paket identifizieren und an die richtige Stelle weiterleiten.