Unkräuter im Garten: Die Sorten sind richtig nützlich
Unkräuter werden von Gärtnern gehasst, dabei sind viele von ihnen echt nützlich, gesund und lecker. Hier sind die wichtigsten Beispiele für gutes Unkraut.
Die meisten Gartenfreund*innen sind auf Unkraut nicht gut zu sprechen, schließlich geben sie sich viel Mühe, ihre Beete und Anlagen frei von ungewollten Pflanzen zu halten. Andere haben verstanden, dass Unkraut nicht gleich Unkraut ist – sie bevorzugen den Begriff Beikräuter und wissen, dass viele von den wuchsfreudigen Zusatzpflanzen richtig nützlich sein können – als Mahlzeit, Arznei und mehr. Werfen wir also einen Blick auf ein Dutzend Unkräuter bzw. Beikräuter, die man im Garten lieben statt hassen sollte.
#1 Giersch
Der Giersch ist eine der Hauptfeinde ordnungsliebender Gärtner*innen, schließlich verbreitet sich das Kraut durch sein schier endlosen Wurzelsysteme schnell auf großen Flächen. Was die meisten nicht wissen: Giersch kann eine wahre Delikatesse sein. Die jungen Blätter im Salat, im Smoothie oder gedünstet versorgen den Körper mit zahlreichen wertvollen Nährstoffen wie Kalium, Magnesium oder Calcium. Damit ist Giersch eine Heilpflanze bei Gicht und er unterstützt den Stoffwechsel. Außerdem lieben zahlreiche Schmetterlinge und Wildbienen die weißen Blütendolden.
#2 Gundermann
Damit ist nicht etwa der bekannte Liedermacher gemeint – der steht wohl kaum in den Gärten herum – sondern das Kraut, das auch als wilde Petersilie bezeichnet wird. Das deutet schon an, wozu es verwendet werden kann, nämlich zum Würzen von Speisen. Ebenso passen die Blätter, Triebspitzen und Blüten gut in den Smoothie oder den Salat. Zusätzlich wirkt der Gundermann entzündungshemmend. Nur in allzu großen Mengen sollte man das Kraut nicht genießen.
#3 Sauerampfer
Zu Weltkriegszeiten half dieses Beikraut den Menschen zu überleben, denn Sauerampfer ist reich an Vitamin C, Eisen, Eiweiß und anderen Nährstoffen. Er kann zudem bei Juckreiz und Magen-Darm-Problemen helfen. Verwendbar sind Blätter, Triebe, Samen und Wurzeln.
Sauerampfer kann sich vielfach wiederfinden: als Suppe, Tee, Salat, etc. Aber Achtung: Da er auch Oxalsäure enthält, sollte man Sauerampfer nicht in zu großen Mengen zu sich nehmen!