Unkräuter im Garten: Die Sorten sind richtig nützlich
Unkräuter werden von Gärtnern gehasst, dabei sind viele von ihnen echt nützlich, gesund und lecker. Hier sind die wichtigsten Beispiele für gutes Unkraut.
#4 Quecke
Die Quecke ist ein Süßgras, das im Garten vor allem wegen der schier endlosen Wurzelausläufer gefürchtet wird. Die sind teils meterlang und schon ein kleines im Boden verbliebenes Stückchen kann zu Pflanzenwuchs führen. Tatsächlich können neben Blättern und Samen auch die Wurzeln verwendet werden, zum Beispiel gemahlen als Streckmittel für Getreidemehl. Die Blätter wiederum können als Salat verspeist werden. Die enthaltenen ätherischen Öle und Mineralsalze sind Hilfsmittel gegen Entzündungen im Magen-Darm-Trakt oder bei Nierenbeschwerden.
#5 Weißklee
Die Vorteile des Weißklees, der von Gärtner*innen oft noch gefürchtet wird, sind schier endlos! In der Küche reichert er mit seinem an Erbsen erinnernden Geschmack Salate oder Suppen an, man kann ihn zum Sauerkraut mit fermentieren, die Blüten geben kandiert einen Blickfang und sie eignen sich durch ein leicht vanilliges Aroma auch zum Verfeinern von Süßspeisen.
Als Heilpflanze hilft der Weißklee beispielsweise gegen Wechseljahresbeschwerden, er hat blutreinigende Wirkung und bietet als Saft sogar Linderung bei Insektenstichen.
Und auch für den Gartenboden ist der Klee ein Segen: Als Gründungung reichert die Pflanze den Boden mit wertvollen Nährstoffen an. Und ganz nebenbei kannst du noch Glück haben, wenn du ein vierblättriges Kleeblatt findest. So viel Gutes ist selten beisammen!
Die nächste Wildpflanze sorgt direkt für einen Ohrwurm:
#6 Löwenzahn
Viele Gartenfreund*innen mögen den Anblick des Löwenzahns in ihrem Rasen nicht, für andere sind die üppigen gelben Blüten und die später daraus entstehenden Pusteblumen eine reine Freude. Sie werden im Angesicht der Pflanze oft die Titelmelodie der Kinderfernsehreihe Löwenzahn als Ohrwurm haben. Zum Glück für Löwenzahnverächter lassen sich die Pflanzen mit ihren Pfahlwurzeln relativ gut entfernen – obwohl die dem Rasen durchaus auch Gutes tun, da sie Nährstoffe aus der Tiefe ziehen und verteilen. Es gibt überdies gute Argumente, die Pflanzen zu nutzen: Die Blätter taugen als Salat und im Smoothie, aus den Wurzeln lässt sich ein Kaffee-Ersatz herstellen. Löwenzahntee ist nicht unbeliebt, man kann sogar Löwenzahnmarmelade machen! Die Pflanze ist reich an Vitamin C und wirkt appetitanregend und harntreibend. Und nicht zuletzt lieben auch unzählige Wildbienen und Schmetterlinge die Blumen als Nahrung.
#7 Taubnesseln
Mit als erstes sprießen am Jahresanfang die Taubnesseln aus dem Boden und geben der Welt einen Farbtupfer. Sie sehen den Brennnesseln recht ähnlich, piksen aber nicht (daher der Name). Ein Tee der Pflanze kann entzündungshemmend und lindernd auf Magen und Darm wirken. Und wie so viele andere Unkräuter auch lässt sich die Taubnessel als Salat oder im Smoothie verzehren. Hierbei verwendet man Blätter und die süßen Blüten – die auch einen Sirup ergeben können. Der Grundgeschmack der restlichen Pflanze kann an Steinpilz erinnern. Taubnesseln sind voller Vitamin C, Zink, Kalium und mehr.