Das kleine „e“ auf Flaschen und Dosen: Was die Symbole bedeuten
Auf unseren Getränken finden wir immer wieder Symbole, die wir gar nicht verstehen. Das bedeuten die Zeichen und Siegel auf den Flaschen und Dosen:
Das Identitätskennzeichen
Bei verpackten tierischen Lebensmitteln gibt es zusätzlich ein Identitätskennzeichen, das verpflichtend für den Hersteller ist. Das dient vor allem der Lebensmittelüberwachung und damit kann der Hersteller klar erkenntlich zurückverfolgt werden. Nicht nur, dass du das Herstellerland sowie gegebenenfalls das Bundesland oder die Region ablesen kannst, du weißt somit auch, dass dort nach den EU-weiten Hygienestandards gearbeitet wurde. Dennoch weiß man deshalb nicht, woher die Rohstoffe für das Produkt ursprünglich stammen und welche Wege zur Herstellung bereits zurückgelegt wurden. Es ist also nicht gleichzusetzen mit einer Kennung für ein regionales Produkt.
Das EU-Bio-Logo
Schon seit 2010 ist es für alle in der EU hergestellten und verpackten Bio-Lebensmittel verpflichtend, das EU-Bio-Logo zu tragen, um es Verbraucher*innen möglichst einfach zu machen, ökologische Lebensmittel auf einen Blick zu erkennen. Doch was bedeutet das eigentlich? Laut der europäischen Öko-Verordnung sind solche Produkte frei von Gentechnik, verzichten auf organisch-synthetischen Pflanzenschutz- und chemisch-synthetischen Düngemittel und garantieren eine artgerechte Haltung. Dabei müssen mindestens 95 % aus ökologischem Landbau entstammen und sogar die Herkunft der Zutaten angegeben werden. Wenn nur ein bestimmtes Land genannt wird, sind sogar 98 Prozent der Zutaten aus dem angegebenen Mitgliedsstaat. Ausgenommen von Regelung sind Bio-Lebensmittel aus Drittländern sowie unverpackte Produkte, die das Logo freiwillig tragen können, wenn sie die Anforderungen einhalten.
Das Deutsche Bio-Siegel
Mit dem Bio-Siegel wird häufig auch das sechseckige Logo verbunden, das es schon vor 2010 in Deutschland gab. Tatsächlich handelt es sich hierbei aber um eine freiwillige Angabe, die gleichrangig mit dem EU-Logo ist und mittlerweile nur noch aufgrund der Bekanntheit genutzt wird, da es vor der europäischen Pflichtangabe nicht entbindet. Die Produkte dürfen auch die geschützten Bezeichnungen „bio“ und „öko“ tragen, während „kontrollierter Anbau“ keine Orientierung der Öko-Verordnung heißt! Darum solltest du einfach immer auf das EU-Logo achten, um sicher zu sein und dich nicht von irgendwelchen Formulierungen auf den Produkten irreführen zu lassen.
Die geschützte geografische Angabe
Bei der EU-weiten Kennzeichnung müssen bei der Kennzeichnung nach Richtlinien einen der Produktionsschritte (Erzeugung, Verarbeitung oder Zubereitung) im Herkunftsgebiet durchlaufen haben. Das bedeutet, dass die verwendeten Rohstoffe nicht zwangsläufig aus eben jener Region stammen müssen. Es geht bei dem Siegel darum, dass es eine spezifische Eigenschaft beim Produkt gibt, die kennzeichnend für die Region ist und deshalb ein besonderes Ansehen hat, das sie mit der geschützt geografischen Angabe verbindet. Häufig wird die Kennzeichnung im Übrigen mit „g.g.A.“ abgekürzt. Typisch für solch eine Kennzeichnung sind beispielsweise viele alkoholische Getränke.