Jeder muss pupsen – doch wie oft ist normal?
Pupsen ist völlig natürlich – und trotzdem für viele ein Tabuthema. Wir haben für euch herausgefunden, wie oft es eigentlich normal ist zu pupsen.
#4 Was zählt eigentlich als Blähung?
Nicht jeder Pups ist gleich eine „Blähung“. Von Blähungen spricht man meist dann, wenn das Gas im Bauch vermehrt, dauerhaft oder mit Beschwerden auftritt. Typische Symptome sind ein aufgeblähter Bauch, Völlegefühl, häufige Flatulenzen oder Darmgeräusche. Wenn das Ganze zusätzlich mit Krämpfen, Druck oder sichtbarer Bauchwölbung einhergeht, spricht man von einer funktionellen Störung, wie etwa Meteorismus oder funktioneller Dyspepsie. Nicht jeder Blähbauch ist krankhaft – aber er kann lästig sein und den Alltag einschränken.
#5 Was hilft gegen übermäßige Blähungen?
Wenn Pupsen unangenehm oder zu häufig wird, helfen oft einfache Maßnahmen: Langsames, bewusstes Essen, Verzicht auf blähende Lebensmittel, regelmäßige Bewegung und ausreichend Flüssigkeit. Auch Wärme (z. B. Wärmflasche) oder sanfte Bauchmassagen können Erleichterung bringen. In der Apotheke gibt es zudem Mittel mit Simeticon oder Kümmelöl, die Gasblasen im Darm auflösen. Auch pflanzliche Präparate mit Anis, Fenchel oder Pfefferminze wirken entkrampfend. Wichtig ist: Nicht jedes Mittel hilft jedem – manchmal ist es eine Frage des Ausprobierens.
#6 Welche Rolle spielt die Darmflora?
Unsere Darmflora – also die Gesamtheit der Bakterien im Verdauungstrakt – spielt eine zentrale Rolle bei der Gasbildung. Eine gesunde Darmflora hilft, Nährstoffe besser zu verwerten und Gase im richtigen Maß zu produzieren. Gerät das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht, zum Beispiel durch Antibiotika, Stress oder eine schlechte Ernährung, kann es zu vermehrten Blähungen kommen. Präbiotische und probiotische Lebensmittel wie Joghurt, Kefir, Sauerkraut oder Ballaststoffe können helfen, die Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
#7 Wann sollte man zum Arzt gehen?
Wenn häufiges Pupsen von weiteren Beschwerden begleitet wird, kann ein Arztbesuch sinnvoll sein. Warnsignale sind etwa anhaltende Bauchschmerzen, starke Blähungen, Gewichtsverlust, Durchfall, Verstopfung oder Blut im Stuhl. Auch wenn sich die Verdauung plötzlich stark verändert oder Blähungen dauerhaft sehr unangenehm sind, sollte man abklären lassen, ob eine Unverträglichkeit, wie beispielsweise eine Laktose- Fruktoseintoleranz, oder eine Erkrankung dahintersteckt. Lieber einmal zu viel zum Arzt als zu wenig – vor allem bei länger anhaltenden Beschwerden.