10 Essenstricks, die man als Konsument kennen sollte
Viele Menschen haben eine große Leidenschaft für Essen. Um Profite zu maximieren, nutzt die Industrie allerlei Tricks, die man als Konsument gar nicht kennt
Essen ist für alle etwas Alltägliches: Nicht nur bekommen wir darüber die Energie für den Tag, sondern es macht uns zu gewissen Teilen auch glücklich. Es ist also kein Wunder, dass viele Menschen eine regelrechte Leidenschaft dafür entwickeln – immerhin mangelt es uns auch kaum am Angebot. Trotzdem guckt man als Konsument meistens gar nicht genauer auf die Verpackung und genügt sich mit den Vorstellungen über die Produkte, die man so kauft. Das macht sich auch die Industrie zunutze, die an vielen Stellen Tricks nutzt, um möglichst Kosten einzusparen und Gewinne zu maximieren. Hier erfährst du, was Konsument*innen beim Kauf verschwiegen wird.
#1 Das Risiko bei goldgebräunten Pommes
Falls du dich mal gefragt hast, warum die Pommes nie richtig durch sind – selbst wenn du den Ofen vorgeheizt hast und dich wirklich an die Anleitung gehalten hast – kannst du aufatmen: Es handelt sich dabei nicht um einen Zufall! Der Grund für die ungenaue Anleitung ist die Entstehung von Acrylamid, das sich bei kohlenhydratreichen Lebensmitteln gehäuft bildet, sobald die Produkte bei zu hohen Temperaturen verarbeitet werden. Weil es im Verdacht steht, krebserregend zu sein, gibt es demnach auch Beschränkungen zur Menge, die im Essen enthalten sein darf, sowie Minimierungsmaßnahmen. Um auf der sicheren Seite zu sein, gibt die Industrie also eine ungenaue Gebrauchsanweisung und wälzt somit das Risiko auf die Verbraucher*innen ab, wenn sie doch goldgebräunte Pommes haben wollen.
#2 Süchtig nach Chips
Chips sind herrlich zum Nebenbei-Essen, doch wenn man nicht aufpasst, sind sie schnell leer, während man selbst eigentlich Lust auf mehr hat. Was hat es aber mit der fehlenden Beherrschung auf sich, wenn es um Chips geht? Ganz einfach: Tatsächlich ist das Verhältnis von Fett und Kohlenhydraten schuld, wobei auch von der „Fressformel“ gesprochen wird. Bei einem Fettanteil von 35 Prozent und Kohlenhydratanteil von 55 Prozent werden unsere Zentren für Belohnung und demnach auch Sucht besonders angesprochen und aktiviert, was zur fehlenden Kontrolle bei Lebensmitteln wie Chips führt. Übrigens lässt sich das auch auf eine Vielzahl von Fertiggerichten übertragen. Bedenkt man jetzt noch die mundgerechte Form und Größe der Chips, sind sie direkt doppelt gefährlich, da es auch so schön einfach ist, sie zu essen.
#3 Wo kommt das Fleisch her?
Beim Kauf von Fleisch sind dir sicher schon einmal solche Schriftzüge aufgefallen wie: „Hergestellt in Deutschland“. Warum also nicht zuschlagen, wenn das Produkt regional produziert wurde und somit nicht der Umwelt zusätzlich schaden? Leider handelt es sich auch hierbei um einen Trick der Industrie, weil nur der letzte Arbeitsschritt dort vorgenommen werden muss, um den Wortlaut „Hergestellt in ...“ zu tragen. Du bekommst damit aber keine wirklich Auskunft über die Herkunft des Fleisches, das meistens aus Massentierhaltung außerhalb aus Deutschlands kommt und im Zweifel nur hier verpackt wird. Nur, wenn die Formulierung wirklich klar und eindeutig ist, kannst du dir sicher sein, dass das Fleisch wirklich aus der angegebenen Region kommt.