10 Essenstricks, die man als Konsument kennen sollte
Viele Menschen haben eine große Leidenschaft für Essen. Um Profite zu maximieren, nutzt die Industrie allerlei Tricks, die man als Konsument gar nicht kennt
#4 Mit allen Wassern gewaschen
Eigentlich ist im Fleisch ja nicht viel drin, wie kann da also schon groß getrickst werden? Leider fängt es schon mit Wasser an, das natürlicherweise ja im Fleisch ist. Es handelt sich also um eine wirklich günstige Zutat, die man noch zusätzlich hineingeben kann, um die Masse zu erhöhen und dabei Kosten zu sparen. Auf die Idee sind mit der Zeit so viele Hersteller*innen gekommen, dass es mittlerweile Grenzwerte für den Wasseranteil in Fleisch gibt. So liegen die Grenzwerte für die Rostbratwurst beispielsweise bei bis 10 Prozent Wasseranteil. Dennoch hat der NDR schon in 2014 geschrieben, dass trotzdem „fünf von 29 Produkten zu viel Fremdwasser enthalten“. Der Blick auf die Verpackung beim Kauf könnte dir also einiges an Kosten sparen.
#5 Schwein gehabt
Was wie ein schlechter Witz klingt, ist leider bittere Realität: Viel der Wurst im Supermarkt beinhaltet großteilig Schweinefleisch. So darf beispielsweise Geflügel-Wurst bis zu 20 Prozent Schweinefleisch enthalten. Auch Kalbsleberwurst muss nur einen Leberanteil von mehr als 50 Prozent vom Kalb enthalten, während Kalbfleischleberwurst sogar nur Kalbfleisch beinhalten muss, nicht aber einen Leberanteil davon. Besonders interessant wird es dann bei Leberwurst mit Kalbfleisch, die nur noch einen geringen Anteil Kalbfleisch enthalten muss. Der Rest kommt in der Regel vom Schwein, weil es in der Produktion wesentlich kostengünstiger ist. Der Trick kann aber nur bestehen, solange man nicht auf die Inhaltsstoffe auf der Verpackung schaut, die die Wahrheit schnell offenbart.
#6 Der Trick mit den farbigen Netzen
Ist dir schon mal aufgefallen, dass viele Obst- und Gemüsesorten in Netzen verkauft werden, die dieselbe Farbe des Produkts aufweisen? Und das hat einen logischen Grund: In der Psychologie gibt es die sogenannte Munker-Illusion, eine optische Täuschung, bei der zwei identisch gefärbte Balken unterschiedlich erscheinen, wenn sie von Linien oder Mustern überlagert werden. Der Effekt zeigt, wie das menschliche Gehirn Farben unterschiedlich wahrnimmt, je nach umgebenden Kontext und Mustern. Das hat sich die Lebensmittelindustrie zu Nutze gemacht, denn durch die farbigen Netze wirken beispielsweise Orangen oder Zitronen viel reifer, saftiger und leckerer. Falls sich hier also mal eine nicht so reife Frucht untergemischt hat, kann dieser Effekt darüber hinwegtäuschen.
#7 „Eis“ ist nicht gleich Eis
„Eis“, „Eiscreme“, „Sahneeis“ ... Wüsstest du, worin der Unterschied zwischen den ganzen Formulierungen besteht oder ist es zum Schluss doch alles das gleiche? Tatsächlich wird es nur „Eis“ genannt, wenn im Produkt kein Milchfett, sondern günstigeres Pflanzenfett enthalten ist. „Fruchteiscreme“ muss dagegen 8 Prozent, „Eiscreme“ 10 Prozent und „Sahneeis“ sogar 18 Prozent Milchfett enthalten.
Ähnlich verhält es sich auch mit den Zutaten: Bei „Vanille“ muss beispielsweise echte Vanille oder zumindest Auszüge davon enthalten, während bei „Vanillegeschmack“ einfach nur ein Aroma zugesetzt sein kann. Genauso ist es auch bei „Erdbeereis“, das 20 Prozent Erdbeeren enthalten muss; derweil muss Eis „mit Erdbeergeschmack“ überhaupt keine enthalten. Ganz schön verwirrend, oder?