Warum wir nachts aufwachen – und was dahintersteckt
Vor dem Wecker wach? Was steckt dahinter und wann solltest du aufstehen?
Viele wachen kurz vor dem Weckerklingeln auf, das ist völlig normal und hängt mit deinem Schlaf-Wach-Rhythmus zusammen. Im Gehirn steuert der Nucleus suprachiasmaticus die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin nach dem Hell-Dunkel-Rhythmus. Weitere „innere Uhren“ in Organen und Zellen kommunizieren miteinander und synchronisieren deinen Körper. Stimmen diese Uhren überein, wachst du oft jeden Tag zur gleichen Zeit auf.
Außerdem sinkt in der zweiten Schlafhälfte die Melatoninproduktion, während Kortisol, das Aufwachhormon, steigt. Es aktiviert dann Stoffwechsel und Blutzucker und sorgt dafür, dass du wach wirst. Studien, wie die von Jan Born, Neuropsychologe und Schlafforscher am Universitätsklinikum Tübingen, zeigen: Wer die Weckzeit kennt, kann sogar automatisch vorher aufwachen.
Doch eine Frage stellt sich: Aufstehen oder weiter schlafen? Schlafforscher Albrecht Vorster rät gegenüber t-online: Wachst du kurz vor dem Wecker, solltest du aufstehen, weil dein Körper dann im Einklang ist. Ausnahme: Wenn du durch Lärm oder Harndrang geweckt wirst und dich noch müde fühlst, kannst du weiter schlafen, aber nach 15 Minuten solltest du dann doch aufstehen. Zwingst du dich zu weiterem Schlaf, kann das sogar unruhig machen; dein Körper weiß meist selbst, wann du ausgeruht bist.