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Hafen 1920: Ein Logbuch – Viele Enden. Wähle den Ausgang der Geschichte

aktualisiert am 08.04.2026 14:05

Reporter Jan findet ein Logbuch von 1920: Eine Liste von Verschollenen, die nie ganz verschwanden. Der Hafen lebt. Stimm ab: Wie geht die Geschichte weiter?

Was als journalistische Sensation beginnt, wird unter dem Flackern der Blaulichter schnell zu einem offiziellen Kriminalfall.
Quelle: Midjourney

Option B: Den Fund offiziell melden

Ich ziehe meine Hand zurück. Zu wertvoll, zu heikel, denke ich. Das gehört ins Museum.

„Nicht anfassen“, sage ich und winke den Vorarbeiter zurück. Minuten später ist der Fundort abgesperrt. Fotos werden gemacht, Protokolle erstellt. Ich telefoniere mit der Stadtverwaltung, die Stimme routiniert, aber mein Blick bleibt am Buch hängen.

Eine Stunde später trifft eine Kuratorin ein, geschniegelt, konzentriert. Mit Handschuhen hebt sie das Logbuch an, begutachtet das Siegel.

„Ungewöhnlich“, murmelt sie. „Sehr ungewöhnlich.“

„Warum?“, frage ich.

Sie zögert. „Weil dieses Siegel …“ Sie dreht das Buch leicht ins Licht. „ …kein offizielles Hafenzeichen ist. Das ist privat. Oder … geheim.“

Das Wort bleibt hängen.

Als sie das Buch in eine Transportkiste legt, sehe ich es kurz aufblitzen – ein Symbol im Wachs, kaum sichtbar: ein Kreis, durchzogen von drei Linien.

Ich habe es schon einmal gesehen.

Ich weiß nur nicht mehr, wo.

In einer verrauchten Bar trifft der Reporter auf einen Augenzeugen, dessen Blick beim Anblick des Buches augenblicklich versteinert.
Quelle: Gemini

Option C: Einen alten Hafenarbeiter befragen

Ich halte inne. Das Buch fühlt sich falsch an, als würde es nicht hierher gehören – oder nicht in meine Hände.

„Ich kenne jemanden“, sagt der Vorarbeiter plötzlich leise. „Alte Schule. War schon hier, bevor ich geboren wurde.“

Eine halbe Stunde später sitze ich in einer verrauchten Kneipe zwei Straßen vom Hafen entfernt. Vor mir: Karl „Kalle“ Brenner, 82, Hände wie Treibholz, Augen wach.

Ich lege das Logbuch vorsichtig auf den Tisch.

Er sagt nichts. Lange nicht.

Dann zieht er scharf die Luft ein.

„Wo hast du das her?“

„Gerade gefunden.“

Kalle schüttelt langsam den Kopf. „Das hätte nicht wieder auftauchen dürfen.“

Mir läuft ein kalter Schauer über den Rücken. „Was ist es?“

Er beugt sich vor, senkt die Stimme.

Kalle tippt auf das Buch.
„Ist dir das Zeichen aufgefallen?“

Ich nicke langsam. Der Kreis mit den drei Linien.

„Das ist kein Logbuch“, sagt er. „Das ist ein Verzeichnis.“

„Von was?“

Er sieht mich direkt an.

„Von denen, die verschwunden sind.“

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Wie soll es jetzt weitergehen?

Die Geschichte verzweigt sich weiter – jetzt liegt die nächste Entscheidung bei dir! 

  1. Soll Jan zurück zum Hafen? 👉 Klicke weiter auf Seite 8.
  2. Verfolgst du die Spur des Symbols? 👉 Springe direkt auf Seite 13.
  3. Fragst du einen Arbeiter nach der ganzen Geschichte? 👉 Gehe zu Seite 18.
Getrieben von einer dunklen Vorahnung kehrt der Reporter in der Dämmerung an den Ort zurück, an dem das Grauen seinen Lauf nahm.
Quelle: Midjourney

Option A: Zurück zum Hafen

Ich bin schneller zurück am Hafen, als mir lieb ist. Die Dämmerung hat sich inzwischen über das Gelände gelegt, die Maschinen stehen still – nur das leise Klatschen des Wassers gegen die Kaimauer ist geblieben.

Zu still.

Das Absperrband flattert im Wind. Niemand ist mehr da. Niemand sollte mehr da sein.

Ich gehe dorthin zurück, wo das Logbuch gefunden wurde. Der Boden ist aufgewühlt, dunkler Schlamm, durchzogen von frischen Spuren. Nicht nur von Maschinen.

Fußspuren.

Barfuß.

Ich folge ihnen. Sie führen nicht weg vom Wasser – sondern hinein. Direkt bis an den Rand des Beckens.

Und dann sehe ich es.

Die Oberfläche bewegt sich. Nicht wie Wellen. Sondern … gezielt. Als würde etwas darunter entlanggleiten.

Langsam.

Wartend.

Ein leises Geräusch steigt aus der Tiefe auf. Kein Plätschern. Eher ein Flüstern.

Und plötzlich bin ich mir sicher:
Das Buch hat nicht gelogen.

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