Im Garten: 10 Fehler bei der ersten Aussaat im Frühling
Der Frühling zieht Hobbygärtner*innen nach draußen – doch bei der ersten Aussaat passieren schnell einige Fehler, die das Pflanzenwachstum bremsen.
Die Vorfreude auf das eigene Gemüse oder prächtige Blumenbeete ist groß, doch wer unüberlegt loslegt, erlebt oft eine Enttäuschung. Falsche Temperaturen, ungeeigneter Boden und mangelhafte Pflege sind nur einige der häufigsten Stolpersteine. Zum Glück lassen sich diese leicht vermeiden. Damit du bald kräftige und gesunde Pflanzen bewundern kannst, haben wir die zehn häufigsten Fehler für dich zusammengestellt und zeigen, wie du sie umgehen kannst. Mit etwas Planung und den richtigen Tipps kannst du in kürzester Zeit deinen Garten in voller Pracht genießen. Einem wunderschönen Garten dieses Jahr steht nichts mehr im Weg.
#1 Zu frühe Aussaat – Geduld zahlt sich aus
Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen locken, sind viele Gärtner*innen kaum zu bremsen. Doch zu frühes Säen kann dazu führen, dass Samen nicht keimen oder frostempfindliche Jungpflanzen eingehen. Der Boden ist im Frühjahr oft noch zu kalt. Prüfe mit einem Bodenthermometer, ob die Temperatur für die jeweilige Pflanze optimal ist. Ein guter Richtwert: Die meisten Samen benötigen mindestens zehn Grad Bodentemperatur. Falls du es dennoch kaum erwarten kannst, nutze ein Frühbeet oder eine Anzuchtstation im Haus. Dort kannst du die Pflanzen vorziehen und später in den Garten setzen.
#2 Falsches Gießverhalten – Nicht zu viel und nicht zu wenig
Wasser ist essenziell für die Keimung, doch zu viel davon kann die Samen wegspülen oder sie gar faulen lassen. Zu wenig Wasser hingegen verhindert die Keimung. Die richtige Balance ist entscheidend! Verwende eine Sprühflasche oder eine feine Brause, um die Erde stets feucht, aber nicht durchnässt zu halten. Tipp: morgens oder abends gießen, damit das Wasser nicht zu schnell verdunstet. Und Vorsicht! Kaltes Leitungswasser kann empfindlichen Pflanzen einen regelrechten Kälteschock versetzen – lieber abgestandenes, zimmerwarmes Wasser nutzen.
Dein Rasen vertrocknet, obwohl du ihn gießt?
Dass dein Rasen trockener wird, obwohl du regelmäßig gießt, kann durchaus passieren – vor allem wenn du oder deine Familie sich viel auf dem Gras aufhalten. Der Mensch bringt natürlich ein gewisses Gewicht mit sich und drückt den Rasen platt. So verdichtet sich das Gras und das Wasser dringt beim Gießen nicht durch. Gartenexpertin Katrin Iskam hat dafür beim Sender „Spreeradio“ einen lustigen Tipp verraten: Mit hohen Schuhen durch den Garten staksen! Ja, richtig gehört. Am besten sind Stilettos, also Schuhe mit spitzen und dünnen Absätzen. Damit drückt man kleine Löcher in den Rasen, durch die die Wiese atmen und sich wieder aufstellen kann und so das Wasser auch wirklich einsickert. Man kann natürlich auch teure Geräte kaufen oder leihen, die letztendlich nichts anderes machen, als ebenfalls Löcher in den Rasen zu drücken. Wer sich nicht so sicher auf High Heels fühlt, für den empfiehlt Iskam Nordic-Walking-Stöcke, auf die man sich dabei abstützen kann.