10 deutsche Wörter, die überall anders heißen

Na, wie heißen sie denn nun? "Puschen" oder "Latschen" oder doch ganz anders? Wir zeigen dir 10 deutsche Wörter, die überall anders heißen.

Es gibt einige deutsche Wörter, die überall unterschiedlich heißen.
Quelle: imago images / Science Photo Library

Es ist schon wirklich erstaunlich, wie viele deutsche Wörter ganz unterschiedlich in anderen Teilen Deutschlands heißen. Und das gilt nicht nur für Deutschland, auch Österreich und die Schweiz haben z.B. ein anderes Wort für "Brötchen", "Bulette" und Co. Wir haben dir eine kleine Übersicht von Wörtern zusammengestellt, die überall ganz anders heißen, damit du in den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands sowie in Österreich und der Schweiz mit deinem Wissen beeindrucken und ohne Probleme Essen bestellen kannst. Das ein oder andere Wort wird dir durchaus bekannt vorkommen - doch Vorsicht, jetzt musst du dich konzentrieren!

Beginnen wir mit dem bereits erwähnten Wort "Brötchen":

#1 Brötchen

Wer liebt nicht das morgendliche "Brötchen", am besten frisch vom Bäcker mit Marmelade bestrichen? Je nach Region variiert allerdings der Name: So wird das Grundnahrungsmittel im Süden in Bayern als "Semmel" bezeichnet, in Berlin als "Schrippe", in Nord-Westdeutschland als "Brötchen", im Westen als "Wecken", im ganz hohen Norden verkauft der Bäcker seiner Kundschaft "Rundstücke" und in Schwaben "Weckle". Die Österreicher hingegen kaufen "Laibchen" und die Schweizer? Die kaufen "Weggen". 

#2 Karotten 

Auch Karotten haben unterschiedliche Namen.
Quelle: imago images / Dean Pictures

In Norddeutschland wird das orange Gemüse als "Wurzel" oder ein wenig umgangssprachlicher als "Möhre" bezeichnet. Im Osten Deutschlands wird dazu "Mohrrübe" gesagt und in Süddeutschland und Österreich wird die Gemüsesorte als "Karotte" bezeichnet, während man es in der deutschsprachigen Schweiz "Rübli" oder "Karotte" nennt.

#3 Viertel nach zehn

Na, wie spät ist es denn nun?
Quelle: imago images / Udo Kröner

Hier scheiden sich ebenfalls die Geister: Während man im Westen und Süden Deutschlands zu dieser Uhrzeit tatsächlich "Viertel nach zehn" sagt, sagt man im Osten Deutschlands, in Nürnberg sowie Stuttgart und in Teilen Österreichs hingegen: "Es ist viertel elf". Die Schweizer orientieren sich an der Uhrzeit "viertel ab zehn."

#4 Feldsalat

Auch der Feldsalat heißt nicht überall Feldsalat.
Quelle: imago images / Westend61

"Ich hätte gern einen Feldsalat!" So kannst du zwar den leckeren Salat in ganz Deutschland bestellen, allerdings nicht in Österreich und der Schweiz. In Österreich wird der "Vogerlsalat" bestellt und in der Schweiz der "Nüsslisalat". In Nord- und Ostdeutschland heißt der Feldsalat auch "Rapunzel". 

#5 Guten Tag

So anders kann ein einfaches "Guten Tag" heißen.
Quelle: imago images / Westend61

Na, wenigstens die Begrüßung könnte doch einheitlich stattfinden, oder? Doch jeder, der bereits in Süddeutschland auf dem Oktoberfest gefeiert hat, weiß, dass dort "Servus" gesagt wird. Wer in Baden-Württemberg die Leute grüßen möchte, sagt "Grüß Gott", im Saarland "Gunn Tach", in Nordrhein-Westfalen "Tach", in Hessen "Guude", in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen "Guten Tag", im hohen Norden heißt es "Moin", in Berlin "Juten Tach" und in Sachsen "Tagchen". Wer die Wahl hat, hat die Qual...

#6 Federtasche

Worin wurden unsere Stifte für die Schule aufbewahrt?
Quelle: imago images / Jürgen Ritter

Worin hast du deine Stifte für die Schule verstaut? Wenn du aus dem Raum Hannover, Bremen, Leipzig oder München kommst, dann wird es in der Tat die "Federmappe" gewesen sein. Im Nord-Osten Deutschlands die "Federtasche", in Nordrhein-Westfalen redet man vom "Mäppchen", während es in Österreich "Ferderpennal" und in der Schweiz das "(Schul-)Etui" heißt. 

#7 Berliner

In Süddeutschland und Österreich spricht man von Krapfen.
Quelle: imago images / Panthermedia

Wer kennt und liebt sie nicht: die Berliner? Die Rede ist nicht von den in Berlin lebenden Menschen, sondern dem süßlichen, runden Gebäck gefüllt mit einem Klecks Marmelade. In der Schweiz sowie in Nord- und Westdeutschland heißen sie ebenfalls "Berliner". Doch wer glaubt, auch in Berlin heißen sie so, der irrt: Hier wird der Leckerbissen tatsächlich als "Pfannkuchen" bezeichnet. In Süddeutschland und Österreich spricht man hingegen vom "Krapfen".

#8 Hausschuhe

Wie heißt das denn, was man an den Füßen im Haus trägt?
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Auch hier scheiden sich die Geister: Was trägst du zuhause an deinen Füßen? In Österreich trägt man "Patschen" oder "Schlapfen", in der Schweiz "Finken", im Süden sind es die "Latschen" oder "Pantoffeln", in Stuttgart heißen sie "Hausschuhe", in Niedersachsen bzw. im Norden sind es die "Puschen" und im Osten die "Latschen". 

#9 Brathähnchen

Auch das Brathähnchen wird in einigen Teilen Deutschlands anders genannt.
Quelle: imago images / Shotshop

Wenn man vom Brathähnchen spricht, läuft einem fast in ganz Deutschland das Wasser im Mund zusammen. In Bayern und Österreich hingegen lässt der Begriff "Hendl" bzw. "Grillhendl" die Herzen höher schlagen und Ostdeutschland hat den Begriff aus der DDR übernommen: "Goldbroiler". 

#10 Bulette

Zu einer saftigen Bulette sagen wohl die wenigsten "Nein."
Quelle: imago images / Shotshop

Besonders in Berlin kennt man das saftige Fleisch unter dem Namen "Bulette", die mit deftigen Beilagen gerne gegessen wird. Von Hamburg bis runter nach Mannheim kennt man das leckere Essen als "Frikadelle", in Stuttgart isst man ein "Fleischküchle" und in München ein "Fleischpflanz(er)l". Wer in der Schweiz oder in Österreich bestellen will, der muss entweder ein "Hacktaschli" oder ein "Fleischla(i)berl" bestellen.

Kaum war eine Bestellung oder ein sich Grüßen wohl so vielfältig wie hier!

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