Weiße Streifen auf der Hühnerbrust? Darauf solltest du achten
Beim Zubereiten von Hühnerbrust sind dir bestimmt schon mal die weißen Streifen am Fleisch aufgefallen. Sie sagen dir viel über die Qualität des Fleisches.
Streifen auf der Hühnerbrust
Geflügel ist kulinarisch gesehen ein absolutes Allround-Talent: Es ist günstig, verhältnismäßig gesund und kann in vielerlei verschiedene Gerichte integriert werden. Nicht nur bei Fitnessfreaks hat sich Hühnchen als richtiger Allrounder einen Namen gemacht. Kein Wunder also, dass der jährliche Pro-Kopf-Verzehr der Deutschen laut Statista bei etwa 12,4kg liegt. Dieser große Bedarf an Hühnerbrust & Co. hat aber auch seine überraschende Schattenseiten, was sich nicht nur in der teilweise unmöglichen Massentierhaltung der armen Hühner zeigt. Auch die Qualität des Fleisches ist oft sehr unterschiedlich. Wie sich das genau zeigt und was weiße Streifen in deinem Fleisch damit zu tun haben, erfährst du auf den folgenden Seiten.
Was hat es mit den Streifen auf sich?
Wir alle kennen sie: weiße Streifen in der Hühnerbrust. Sie bestehen aus Fett und sind daher in erster Linie normal und nicht per se ungesund. Ist dein Geflügel jedoch mit außergewöhnlich vielen dieser Streifen ausgestattet, ist das ein sicherer Hinweis darauf, dass das Huhn auf deinem Teller aus einer ungesunden Massentierhaltung stammt.
Weil die Bauern ihre Tiere in Massen produzieren müssen, tun sie alles, um die Hühner möglichst schnell so groß wie möglich werden zu lassen. Daraus resultiert, dass auch der Fettgehalt dieser Tiere um einiges höher ist. Einer Studie der University of Arkansas and Texas A&M zufolge ist dies ein Phänomen, das sich in den letzten Jahren rasant verbreitet hat.
Nun mag man sich vielleicht denken, dass die unangenehme Haltung zwar schade für die armen Hühner ist, Fett als Geschmacksträger in größeren Mengen für uns doch aber eine positive Entwicklung darstellt.
Geschmack und Qualität
Die weißen Streifen stehen nicht nur für einen höheren Fettanteil, sondern leider auch für eine schlechtere Fleischqualität. Geflügel, das von besonders vielen Fettstreifen durchzogen ist, ist weniger zart und nimmt außerdem Marinade um einiges schlechter auf. Die Annahme, dass der höhere Fettanteil also auch automatisch zu einem besseren Geschmackserlebnis führt, ist in diesem Fall nicht zutreffend.
Während dieses Phänomen besonders in den USA beobachtet worden ist, wo die Massentierhaltung noch um einiges extremer ist als in Europa, so sind durchaus auch hier bereits Beobachtungen in diese Richtung festgestellt worden.
Wie gesund ist Hühnerbrust?
Geflügel wird allgemein nachgesagt, dass es eines der gesündesten Fleischsorten überhaupt ist. Und tatsächlich, es enthält in der Regel nicht nur wichtige Nährstoffe wie Eiweiß, Zink und Eisen. Es enthält auch, beispielsweise im Gegensatz zu Rinder- oder Schweinefleisch, kaum Fett. Auch der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren ist in Geflügel deutlich höher. Somit ist es kein Wunder, dass sich bewusst gesund ernährende Menschen gerne darauf zurückgreifen.
Doch wie bei so vielen Dingen kommt es auch beim Verzehr von Geflügel auf die richtige Menge an. Die Hähnchenhaut enthält zum Beispiel Purine, die in hohen Mengen Gicht fördern können. Außerdem gibt es große Unterschiede zwischen Bio- und Massenhaltungsprodukten.