Wenn der Körper plötzlich anders riecht – was dahintersteckt

Wenn sich der eigene Geruch plötzlich deutlich verschlechtert, ist das unangenehm. Doch wann ist das harmlos und wann sollte man ärztlichen Rat suchen?

Der eigene Körpergeruch fällt vielen Menschen im Alltag kaum auf.
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Der eigene Körpergeruch fällt vielen Menschen im Alltag kaum auf, es sei denn, er verändert sich oder wird anders unangenehm stark. Ein plötzlich veränderter Körpergeruch kann viele Gründe haben. Einige davon sind harmlos, allerdings können auch Krankheiten hinter den neuen Gerüchen stecken. Häufig stecken veränderte Stoffwechselprozesse oder ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt dahinter. Hier findest du die häufigsten Gründe für unangenehmen Körpergeruch und lernst, wann ein Besuch in der Arztpraxis ratsam ist. Keine Sorge: In vielen Fällen klappt es schon mit wenigen Tricks, wenn der Körper anders riecht und man kann die Gerüche beseitigen. Allerdings solltest du gut auf deinen Körper achten und Warnsignale ernst nehmen!

Wenn der Körper unangenehm riecht, betrifft das leider auch andere.
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#1 Unangenehmer Geruch im Alltag

Stoffwechselprozesse führen zu leichten Gerüchen am Körper. Das ist in einem gewissen Rahmen ganz normal. Starker Schweiß und andere Körpergerüche können den Alltag allerdings stark beeinträchtigen. Viele Menschen fühlen sich bei Begegnungen mit anderen nicht mehr wohl, duschen mehrfach am Tag oder fühlen sich gezwungen, den eigenen Geruch ständig mit übermäßig viel Parfüm und Deo zu überdecken. Insbesondere das Pflegen enger Beziehungen und Partnerschaften kann dadurch gehindert werden. Der Geruch ist schnell nicht mehr nur ein reines Körperproblem, sondern sorgt für Stress und Distanz. Daher ist es ratsam, bei merklichen Veränderungen zeitnah zu handeln.

Eine Hormonuntersuchung kann Klarheit schaffen.
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#2 Hormonelle Veränderungen

Hormonelle Veränderungen sind eine der häufigsten Ursachen für stärkeren oder veränderten Körpergeruch. In einem gesunden Lebensverlauf macht jeder Mensch mehrfach hormonelle Veränderungen durch. Die ersten großen Veränderungen durchlaufen Menschen in der Pubertät. Später kann es durch Schwangerschaft, Menopause, Andropause und andere hormonelle Wandlungen zu neuen Problemen kommen. Hauptverantwortlich sind dabei die Hormone Adrenalin, Noradrenalin, das weibliche Sexualhormon Östrogen und das männliche Sexualhormon Testosteron. Wenn starker Schweißgeruch in den Teenagerjahren oder in den mittleren Lebensjahren auftritt, können hormonelle Veränderungen die Ursache sein.

Stress kann oft der Grund für körperliche Veränderungen sein.
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#3 Schweißveränderungen durch Stress

Cortisol wird durch ein hohes Stresslevel ausgeschüttet und kann, wie einige andere Hormone auch, den Geruch beeinflussen. Hattest du in letzter Zeit viel Stress? Dann kann ein stärkerer Schweißgeruch durchaus aufgrund des erhöhten Cortisolspiegels entstehen. Häufige Stressfaktoren sind ein hoher Arbeitsaufwand, große Lebensveränderungen, Beziehungs- und Familienprobleme oder genereller Leistungsdruck. Liegt die Wahrscheinlichkeit nahe, dass Stress die Ursache für den unangenehmen Geruch ist, helfen häufig schon Maßnahmen wie Meditation, Yoga, Sport und regelmäßige Ruhephasen. Reduziert sich der Stress und damit auch der Cortisolausschuss, sollte sich damit auch der Körpergeruch bessern.

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Während der Schwangerschaft werden oft auch angenehme Gerüche unerträglich.
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#4 Veränderungen in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft treten zahlreiche körperliche Veränderungen auf. Schweiß und Körpergeruch sind dabei nur zwei von vielen. Schuld daran sind auch hier hormonelle Änderungen. Während der Schwangerschaft verändert sich der Hormonhaushalt dramatisch, was zu vielen verschiedenen Veränderungen führen kann. Angefangen beim Stimmungswechsel über Hautveränderungen bis hin zu Schweißgeruch und untypischen Reizreaktionen. Neue Körpergerüche während der Schwangerschaft sind ganz normal und pendeln sich in der Regel nach der Geburt wieder ein. Auch der Geruchssinn wird bei vielen Frauen während der Schwangerschaft sensibler. Die Kombination sorgt oft dafür, dass der Eigengeruch vor allem von den Frauen selbst deutlich stärker wahrgenommen wird.

Bei Männern tritt im Alter die Andropause ein.
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#5 Die Andropause bei Männern

Ähnlich wie bei Frauen, bei denen die Menopause eintritt, erfahren auch Männer hormonelle Veränderungen ab einem gewissen Alter. Diese Veränderung wird als Andropause bezeichnet. Während dieser Phase sind körperliche Veränderungen aufgrund der hormonellen Umstrukturierung ganz normal. Verantwortlich ist insbesondere der gesunkene Testosteronspiegel. Obwohl die Veränderung harmlos sein kann, ist es ratsam, bei Sorgen eine*n Ärzt*in zu konsultieren. Zwar läuft jede Andropause individuell unterschiedlich ab (mit stärkeren und schwächeren Schweißgerüchen), allerdings kann ein Besuch bei einem/einer Ärzt*in letzte Fragen abklären. Sollte tatsächlich die Andropause schuld sein, pendelt sich der Schweißgeruch in der Regel von selbst ein.

Während der Menstruation kann es zu vielen Beschwerden kommen.
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#6 Wiederkehrende Beschwerden: Menstruationsschweiß

Während der Menstruation steigt der Östrogenspiegel an, was zu einem stärkeren Schweißgeruch führen kann. Hier bestehen individuelle Unterschiede, sodass manche Frauen diese Beschwerden stärker spüren als andere. Zudem kann es gut sein, dass die Menstruationsbeschwerden von Monat zu Monat leicht schwanken. Ist der Schweißgeruch einen Monat stärker als den nächsten, ist das nicht unbedingt ein Grund zur Sorge. Bleibt der Geruch allerdings ungewöhnlich stark oder tritt sehr plötzlich verändert auf, ist auch hier ein Besuch bei der nächsten Arztpraxis ratsam. Dadurch können andere Gründe ausgeschlossen werden.

Die Schilddrüse übernimmt wichtige Funktionen im Körper.
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#7 Schilddrüsenprobleme und Schweiß

Die Schilddrüse reguliert im Körper unter anderem den Stoffwechsel und die Körpertemperatur. Daher ist es nur natürlich, dass Veränderungen, Probleme oder Krankheiten der Schilddrüse den Schweiß und Körpergeruch beeinflussen können. Eine Schilddrüsenüberfunktion kann etwa zu stärkerem Schwitzen und mehr Körpergeruch führen. Eine Unterfunktion hingegen kann den gegenteiligen Effekt bewirken. Plötzliche Veränderungen von Schweiß und Schweißgeruch können entsprechende Indikatoren für Schilddrüsenprobleme sein. Eine ärztliche Untersuchung der Schilddrüse gibt dir mehr Klarheit. Der/die Ärzt*in kann dir in dem Fall auch raten, wie du deine Beschwerden kurzfristig und dauerhaft lindern kannst.

Diabetikerwarnhunde können Leben retten.
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#8 Die sensible Hundenase

Hunde sind nicht umsonst als Spürnasen bekannt. Ihre sensiblen Nasen können Veränderungen in Gerüchen schnell wahrnehmen. Diese Fähigkeit erlaubt es den Tieren sogar, Krankheiten zu erschnüffeln. Weit verbreitet sind mittlerweile etwa Diabetikerwarnhunde, die kleine chemische Verbindungen und Stoffwechselbewegungen riechen sowie Veränderungen in der Atmung spüren können. Dadurch retten sie regelmäßig Leben. Ähnlich können Hunde auch Krebsarten erkennen (darunter vor allem Prostatakrebs und Darmkrebs). Wer unter einer Erkrankung wie Diabetes leidet, kann einen Hund über spezielle Ausbilder*innen erhalten – allerdings leider meist nur unter Selbstfinanzierung.

Eine Untersuchung kann viele Fragen klären.
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#9 Schweißprobleme: Wann zum Arzt?

Wenn du mal einen Tag lang stärkeren Geruch wahrnimmst, ist das noch kein Grund zur Sorge. Auch regelmäßige Veränderungen im Rahmen der Periode, einer Schwangerschaft oder Phasen der hormonellen Umstellung sind meist normal und vorübergehend. Solltest du allerdings feststellen, dass der Geruch plötzlich auftritt und intensiv stinkt oder verändert ist, ist ein Besuch in der Arztpraxis sinnvoll. Das Gleiche gilt, wenn neben dem Geruch auch andere Symptome auftreten. Die/der Ärzt*in kann feststellen, ob Erkrankungen oder hormonelle Störungen vorliegen, die einer genaueren Untersuchung bedürfen.

Die richtige Materialwahl kann bei Schweißproblemen ebenfalls helfen.
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#10 Tipps für den Alltag: So wird man den Geruch wieder los!

Gegen unangenehme Gerüche gibt es viele Tipps und Tricks. Regelmäßige sanfte Körperpflege ist die beste Maßnahme, wenn sich die Ursache des Problems nicht bekämpfen lässt. Doch wenn das nicht ausreicht, können auch Ernährungsumstellungen und andere Alltagshelfer die Lösung sein. Die Reduktion von stark riechenden Lebensmitteln wie Knoblauch und Zwiebeln kann beispielsweise auch den Schweißgeruch reduzieren. Pflegende Produkte wie Kokosöl neutralisieren auf der Haut unangenehme Gerüche. Außerdem hilft es, Kleidung aus luftdurchlässigen Materialien, wie Baumwolle und Leinen zu tragen. Oft sorgen kleine Alltagsveränderungen wie diese schon für Abhilfe.

Kennst du schon die Erfindung gegen Schweiß?

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