Gesetze, Preiserhöhungen, Neuerungen und Co.: Die Dinge ändern sich 2026 für Verbraucher
Das Jahr 2026 bringt neue Gesetze, Preisänderungen und Regelungen, die unseren Alltag spürbar beeinflussen. Wir zeigen dir, was sich ändert.
Jedes Jahr bringt auch viele Veränderungen mit sich, die unseren Alltag in verschiedenen Bereichen betreffen. Teils sind das Gesetze die Preiserhöhungen mit sich bringen; praktische Regelungen, die das Einkaufen im Supermarkt verändern, oder auch das Thema Wohngeld. Wir zeigen dir, was sich 2026 ändert, wovon du profitieren kannst und wo die Preise ansteigen.
#1 Kindle für PC vor dem Aus: Amazon schottet System ab
Amazon macht Ernst und stellt die Software „Kindle für PC“ zum 30. Juni 2026 ein. Wer danach noch am Rechner lesen will, muss auf Windows 11 umsteigen. Nur für dieses Betriebssystem soll es eine neue App im Microsoft Store geben. Ältere Windows-Versionen werden komplett ausgesperrt; betroffene Nutzer*innen müssen dann auf den Browser (Web-Reader) oder andere Geräte ausweichen.
Hintergrund der Entscheidung ist laut Expert*innen vor allem der Kampf gegen E-Book-Piraterie. Die alte Software wurde von vielen genutzt, um den Kopierschutz zu umgehen und Bücher lokal zu speichern. Mit der neuen Store-App schließt Amazon diese Sicherheitslücke und setzt auf ein geschlossenes System. Für den Marktführer in Deutschland ist das ein strategischer Schritt: Da rund 68 Prozent aller E-Books hierzulande über Amazon gekauft werden, trifft diese Änderung einen Großteil der digitalen Leserschaft.
#2 Kondome werden teurer
Der Iran-Krieg hat Ende April 2026 unerwartete Auswirkungen: Die Kondom-Marke Durex hat eine Preiserhöhung angekündigt. Das malaysische Unternehmen Karex gehört mit jährlich über fünf Milliarden produzierten Kondomen zu den größten Kondomherstellern weltweit. Beliefert werden große Marken wie Durex und Trojan. Zur HIV-Prävention stattet es zusätzlich staatliche Gesundheitssysteme wie den britischen NHS mit Kondomen aus. Der Karex-Chef Goh Miah Kiat erklärte in Interviews mit Reuters und Bloomberg, dass das Unternehmen seine Preise um bis zu 30 Prozent anheben müsse, sollte der Krieg die Lieferketten weiter stören. Möglicherweise sogar noch mehr, da die Produktionskosten stark gestiegen seien. Besonders wichtige Materialien, die auf Erdöl basieren (darunter Ammoniak zur Latex-Konservierung und silikonbasierte Gleitmittel) werden durch die Blockade der Straße von Hormus, eine Meerenge, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet, deutlich teurer.
#3 Sommerurlaub in Kroatien
Für den Sommerurlaub in Kroatien 2026 ändern sich gleich mehrere Dinge.
- Ohne Registrierungsnummer ist keine Buchung mehr möglich
- Ausschank- und Konsumverbot von Energy-Drinks
Ab Juni 2026 treten in Kroatien wichtige gesetzliche Neuerungen in Kraft, die vor allem die Buchung von Unterkünften und die Transparenz auf dem touristischen Markt betreffen. Herzstück der Reform ist die Einführung einer verpflichtenden Registrierungsnummer für jedes Kurzzeitmietobjekt.
Für Urlaubende bedeutet dies mehr Sicherheit: Ab dem 1. Juni 2026 dürfen Ferienwohnungen und Zimmer nur noch auf Portalen wie Airbnb oder Booking.com gelistet werden, wenn sie eine eindeutige ID besitzen. Diese Nummer garantiert, dass die Unterkunft offiziell registriert ist und die staatlichen Sicherheits- sowie Qualitätsstandards erfüllt. Inserate ohne diese Nummer werden konsequent gelöscht. Ziel der Regierung ist es, den „Schattenmarkt“ einzudämmen und die Qualität des Angebots zu sichern.
Auch das Thema Jugendschutz wird ab 2026 in Kroatien deutlich strenger gehandhabt. Ein zentraler Punkt des neuen Gesetzespakets ist die rechtliche Gleichstellung von Energydrinks mit Alkohol. Für den Urlaub bedeutet das konkret ein Verkaufsverbot an Minderjährige. In der Gastronomie (Bars, Restaurants, Cafés) dürfen Energydrinks ab Juni 2026 nicht mehr an Personen unter 18 Jahren ausgeschenkt werden. Verstöße gegen dieses Verbot können für Betreibende sehr teuer werden. Berichten zufolge drohen Bußgelder von mehreren Tausend Euro.
Hintergrund dieser Maßnahme ist der stark gestiegene Konsum bei Jugendlichen und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken, die von der kroatischen Regierung bisher unterschätzt wurden. Reisende Familien mit Teenagern sollten sich also darauf einstellen, dass beim Bestellen im Restaurant künftig öfter der Ausweis kontrolliert wird.