7 merkwürdige Überbleibsel der Evolution, die du an dir selbst sehen kannst

Wie viele davon hast du?

7 merkwürdige Überbleibsel der Evolution, die du an dir selbst sehen kannst

Viele Menschen denken bei dem Begriff 'Evolution' an einen vergangenen Prozess, der uns den aufrechten Gang und auch ein paar weitere Annehmlichkeiten beschert hat. Doch die Evolution ist kein Computer-Update, das stoppt, wenn die wichtigsten Komponenten installiert wurden – sie läuft unerlässlich weiter und findet immer wieder neue Ansatzpunkte und, um es mal unwissenschaftlich zu sagen, Update-Möglichkeiten. Dementsprechend befinden auch wir (du und ich) uns noch im vollen Lauf der Entwicklung.

Wie gut du diesen Umstand an dir selbst beobachten kannst, zeigen die folgenden sieben körperlichen Merkmale, die funktionslose, evolutionäre Überbleibsel (Rudimente) sind:

1. Langer Hohlhandmuskel

Dieser Muskel befindet sich auf der Beugeseite deines Unterarm. Er ist (und war) vor allem bei Primaten zu finden, bei welchen er Hände und Arme stärkt – insbesondere beim Klettern. Im Laufe der Evolution verlor er beim Menschen, der immer seltener auf Bäume kletterte, seine Funktion – bei etwa 80 Prozent der Bevölkerung ist er trotzdem noch zu sehen. 

7 merkwürdige Überbleibsel der Evolution, die du an dir selbst sehen kannst

2. Gänsehaut

Dieses Rudiment kann so ziemlich jeder an sich selbst beobachten: In unserer Haut befinden sich sogenannte Haaraufrichtemuskeln, die bei Kälte oder Wut eine Gänsehaut hervorrufen. Früher sorgte dieses Aufstellen des Fells für mehr Luft zwischen den einzelnen Haaren, die in der Folge wie eine isolierende Schicht wirkte. Da wir heutzutage aber kein Fell mehr haben, hält uns die Gänsehaut auch leider nicht mehr warm.

7 merkwürdige Überbleibsel der Evolution, die du an dir selbst sehen kannst

3. Große und spitze Eckzähne

Auch unsere im Vergleich zu Backen- und Schneidezähnen recht groß und spitz geratenen Eckzähne zählen zu den evolutionären Überbleibseln: Sie dienten als Hilfe beim Fressen von zähem, rohem Fleisch und als soziales Signal, das Feinde einschüchtern oder Artgenossen imponieren sollte. Bei vielen Tieren sind sie heute noch ausgeprägt, beim Menschen nur vergleichsweise schwach.

7 merkwürdige Überbleibsel der Evolution, die du an dir selbst sehen kannst

4. Weisheitszähne

Und wo wir gerade bei Zähnen sind: Auch Weisheitszähne bilden ein Überbleibsel der Evolution. Heutzutage haben sie keine Funktion mehr, sondern führen allenfalls zu Entzündungen und Schmerzen. Deshalb werden sie auch in den meisten Fällen entfernt.

7 merkwürdige Überbleibsel der Evolution, die du an dir selbst sehen kannst

5. Äußerer Ohrmuskel

Kennst du jemanden, der mit den Ohren wackeln kann? Dieses vermeintliche Talent liegt im Vorhandensein des äußeren Ohrmuskels begründet, mithilfe dessen Tiere ihre Ohren aufrichten, um Geräusche besser wahrnehmen zu können. Für den Menschen ist der Muskel hingegen überflüssig.

7 merkwürdige Überbleibsel der Evolution, die du an dir selbst sehen kannst

6. 13. Rippe

Etwa acht Prozent der Bevölkerung verfügen noch über eine 13. Rippe. Das zusätzliche Knochenpaar ist ansonsten bei Gorillas und Schimpansen zu finden. Da die Rippe mit der Unglückszahl jedoch keine spezielle Funktion mehr beim Menschen hat, wird sie in Zukunft gänzlich verschwinden. 

7 merkwürdige Überbleibsel der Evolution, die du an dir selbst sehen kannst

7. Zehen

Ausgeprägte Zehen helfen Affen beim Greifen und Klettern. Beim Menschen bildeten sie sich im Laufe der Entwicklung nach und nach zurück, dienten früher lediglich noch zum Halten des Gleichgewichts. Da wir mittlerweile jedoch die Innenseite unseres Fußes nutzen, um uns auszubalancieren, zählen auch Zehen mittlerweile zu den funktionslosen Überbleibseln, die sich irgendwann komplett zurückbilden werden. Versucht aber lieber nicht, euch das Ergebnis dieser Entwicklung bildlich vorzustellen, denn das könnte ansonsten für anhaltende Albträume sorgen.