Faktencheck: Welche Mythen über den Sommer stimmen – und welche nicht?
Viele Sommerweisheiten halten sich hartnäckig – wir schauen, welche Mythen stimmen und welche du getrost vergessen kannst.
Sonne, Hitze, Abkühlung – der Sommer bringt nicht nur gute Laune, sondern auch jede Menge gut gemeinte Ratschläge mit sich. Doch was davon stimmt wirklich – und was gehört ins Reich der Mythen? Wir nehmen die bekanntesten Sommer-Behauptungen unter die Lupe und klären, was dran ist. So bist du bestens gewappnet für heiße Tage und kannst Sonne und Wärme unbeschwert genießen.
Mythos #1: Im Schatten wird man nicht braun
Falsch! Auch im Schatten kann die Haut Farbe bekommen – wenn auch langsamer und sanfter. Der Grund: Obwohl Schatten Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung bietet, werden UV-Strahlen von verschiedenen Oberflächen wie Wasser, Sand oder Wänden reflektiert und können so auch im Schatten zu einer Bräunung führen. Wer also im Schatten liegt, ist keineswegs vor der Sonne „sicher“. Trotzdem gibt es Vorteil: Die Bräunung erfolgt schonender und mit geringerem Risiko für Sonnenbrand. Sonnenschutz ist trotzdem Pflicht – auch unter dem Sonnenschirm oder bei bewölktem Himmel.
Mythos #2: Wer schon gebräunt ist, braucht keinen Sonnenschutz mehr
Das stimmt definitiv nicht: Auch gebräunte Haut ist kein Freifahrtschein. Zwar bietet sie durch den erhöhten Melanin-Gehalt einen gewissen Eigenschutz – dieser ist jedoch sehr begrenzt und reicht bei weitem nicht aus, um auf Sonnencreme zu verzichten. UV-Strahlen können auch gebräunte Hautzellen schädigen und das Risiko für Hautkrebs, vorzeitige Hautalterung und Pigmentstörungen bleibt bestehen. Wer sich sicher in der Sonne bewegen will, sollte also auch mit vorgebräunter Haut weiterhin regelmäßig Sonnenschutz mit ausreichendem Lichtschutzfaktor verwenden – und nicht auf falsche Sicherheit vertrauen.
Mythos #3: In schwarzer Kleidung ist es im Sommer besonders heiß
Das stimmt teilweise: Schwarz zieht Wärme an – aber das ist nur die halbe Wahrheit. Dunkle Kleidung absorbiert tatsächlich mehr Sonnenstrahlen als helle. Allerdings kommt es auch darauf an, wie luftig das Kleidungsstück geschnitten ist und wie gut die Luft zirkulieren kann. Weite, schwarze Kleidung – wie sie etwa in Wüstenregionen getragen wird – kann die aufgenommene Wärme durch Luftzirkulation schneller ableiten und sogar kühlen. Helle, aber eng anliegende Kleidung dagegen kann wärmer wirken. Entscheidend ist also nicht nur die Farbe, sondern auch das Material und der Schnitt.