Gesetze, Preiserhöhungen, Neuerungen und Co.: Die Dinge ändern sich 2026 für Verbraucher
Das Jahr 2026 bringt neue Gesetze, Preisänderungen und Regelungen, die unseren Alltag spürbar beeinflussen. Wir zeigen dir, was sich ändert.
Jedes Jahr bringt auch viele Veränderungen mit sich, die unseren Alltag in verschiedenen Bereichen betreffen. Teils sind das Gesetze die Preiserhöhungen mit sich bringen; praktische Regelungen, die das Einkaufen im Supermarkt verändern, oder auch das Thema Wohngeld. Wir zeigen dir, was sich 2026 ändert, wovon du profitieren kannst und wo die Preise ansteigen.
ADAC plant drastische Beitragserhöhung ab 2027
Der ADAC steht offenbar vor der größten Preisanpassung in seiner über 120-jährigen Geschichte. Wie Recherchen der Welt Ende März 2026 zeigen, sollen die Jahresbeiträge für Neukund*innen deutlich steigen. Eine offizielle Bestätigung steht zwar noch aus, doch die Entscheidung soll voraussichtlich auf der Hauptversammlung am 23. Mai fallen.
So könnten sich die neuen ADAC-Beiträge erhöhen:
- Basistarif für eine Person: 54 Euro auf 64 Euro
- Plustarif für eine Person: 94 Euro auf 114 Euro
- Premiumtarif für eine Person: 139 Euro auf 174 Euro
- Basistarif für eine Person mit (Ehe-) Partner: 79 Euro auf 94 Euro
- Plustarif für eine Person mit (Ehe-) Partner: 129 Euro auf 154 Euro
- Premiumtarif für eine Person mit (Ehe-) Partner: 189 Euro auf 234 Euro
- Basistarif für eine Person mit (Ehe-) Partner, Kinder (18-23 Jahre): 104 Euro auf 124 Euro
- Plustarif für eine Person mit (Ehe-) Partner, Kinder (18-23 Jahre): 164 Euro auf 194 Euro
- Premiumtarif für eine Person mit (Ehe-) Partner, Kinder (18-23 Jahre): 239 Euro auf 294 Euro
Das neue Heizungsgesetz
Im Jahr 2026 tritt das reformierte Heizungsgesetz in Kraft, das für viele Verbraucher*innen spürbare Veränderungen bringen soll. Die bisherige Vorgabe, wonach neu eingebaute Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, entfällt. Damit bleiben Gas- und Ölheizungen grundsätzlich weiterhin zulässig. Allerdings steigt ab 2029 schrittweise der verpflichtende Anteil klimafreundlicher Brennstoffe wie Biomethan oder synthetischer Gase. Parallel dazu bleibt die staatliche Förderung für klimafreundliche Heizsysteme – etwa Wärmepumpen – vorerst bestehen, um den Umstieg auf erneuerbare Energien attraktiver zu machen. Städte und Gemeinden sind zudem verpflichtet, Wärmepläne zu erstellen, die Bürger*innen langfristige Orientierung geben sollen. Für Mieter*innen sind Schutzregelungen vorgesehen, um übermäßige Kostenbelastungen durch Modernisierungen zu vermeiden.
Knotenbeutel im Supermarkt
Die Diskussion um Plastiktüten in Geschäften geht schon eine ganze Weile. Viele erinnern sich vielleicht noch an eine Zeit, in der man kostenlos Tüten aus Plastik bekommen oder zumindest zur Verfügung hatte, um seine Einkäufe zu verpacken. Das hat natürlich Auswirkungen auf unsere Umwelt, die zunehmende Vermüllung der globalen Gewässer und auch der Entstehung von Mikroplastik. Seither wird die Verbreitung von Plastikprodukten immer weiter eingeschränkt, besonders in Europa. 2022 wurden Kunststofftüten mit einer Wandstärke von unter 0,05 Millimeter ganz in Supermärkten verboten. Der sogenannte „Europäische Green Deal“ soll jedoch weiter überarbeiten werden. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sagt hierzu in einem Gespräch mit t-online: „Ab 2030 sind die dünnen Tütchen mit weniger als 15 Mikrometern Wandstärke in ganz Europa verboten“. Gemeint sind damit vor allem die sogenannten Knotenbeutel, die für Obst, Gemüse, Gebäck oder andere Produkte oft noch zur Verfügung stehen. Der DUH ist bewusst, dass die Märkte selbst hier wenig Verantwortung übernehmen: „Wenn die Supermarktketten es ernst meinen würden mit Umweltschutz, dann würden sie die umweltschädlichen Plastiktüten entweder so teuer anbieten, dass sie keiner mehr gerne nutzt (mindestens 20 Cent), oder einfach aus dem Sortiment nehmen.“ Einige Biomärkte und auch Edeka setzt vereinzelt schon auf Alternativen aus Papier, Bioplastik oder andere Verpackungsmöglichkeiten.