Trotz Krankenversicherung: Diese Behandlungen muss man selber zahlen
Alle Leistungen übernimmt deine Krankenversicherung nicht – viele Behandlungen musst du selber zahlen. Erfahre hier, was dich wirklich erwartet!
#4 Wahlleistungen im Krankenhaus sind nicht selbstverständlich
Im Krankenhaus übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung nur das Notwendigste – also medizinische Behandlung und Mehrbettzimmer. Wenn du ein Einzelzimmer oder die Behandlung durch den Chefarzt willst, musst du das extra zahlen. Diese sogenannten Wahlleistungen sind oft sehr kostspielig. Je nach Klinik können mehrere hundert Euro pro Tag fällig werden. Wichtig: Du musst diesen Leistungen vorher schriftlich zustimmen! Mit einer stationären Zusatzversicherung kannst du dir diese Wahlleistungen sichern, ohne sie selbst zahlen zu müssen. Sie übernimmt je nach Tarif die Kosten für Chefarztbehandlung, Einzelzimmer und weitere Extras.
#5 Alternative Heilmethoden können teuer werden
Viele alternative Heilmethoden wie Homöopathie , Osteopathie oder Chiropraktik sind keine Kassenleistungen. Einige gesetzliche Kassen übernehmen bestimmte Behandlungen freiwillig – andere nicht. Die Erstattung hängt vom Anbieter ab und kann variieren. Besonders beliebt, aber oft selbst zu zahlen: Osteopathie. Für homöopathische Mittel gilt dasselbe. Frag vorab bei deiner Krankenkasse nach, ob und in welchem Umfang Kosten übernommen werden. Manche Kassen verlangen für die Erstattung eine ärztliche Verordnung oder die Behandlung durch einen zertifizierten Therapeuten. Es lohnt sich, die Satzungsleistungen verschiedener Kassen zu vergleichen – hier gibt es große Unterschiede. Eine private Zusatzversicherung für alternative Heilmethoden kann sinnvoll sein, wenn du solche Behandlungen regelmäßig in Anspruch nimmst.
#6 Medizinische Behandlungen im Ausland
Behandlungen im Ausland sind nur in wenigen Fällen von der Kasse gedeckt – etwa bei Notfällen innerhalb der EU. Wenn du gezielt zur Behandlung ins Ausland reist, musst du vorher eine Genehmigung beantragen, sonst trägst du die Kosten selbst. Auch bei kosmetischen Eingriffen oder Alternativmedizin im Ausland gibts keinen Cent zurück. Tipp: Eine Auslandskrankenversicherung kann sich lohnen! Sie übernimmt nicht nur Notfallkosten, sondern oft auch den Rücktransport nach Deutschland – den die gesetzliche Krankenkasse grundsätzlich nicht zahlt. Achte bei der Auswahl auf Deckungssummen, Ausschlüsse und Gültigkeitsdauer der Police.
#7 Empfängnisverhütung nach der Vollendung des 22. Lebensjahres
Bis zum 22. Lebensjahr übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für verschreibungspflichtige Verhütungsmittel – danach nicht mehr. Ob Pille, Spirale oder hormonelle Pflaster: Ab dann zahlst du alles selbst. Die monatlichen Kosten können je nach Methode stark variieren. Einige Krankenkassen bieten Zuschüsse oder Bonusprogramme an. Auch für Männer gilt: Die Vasektomie ist keine Kassenleistung. Ein Preisvergleich der Verhütungsmethoden lohnt sich, da langfristige Lösungen wie die Spirale oft günstiger sind als jahrelange Pilleneinnahme. Manche Familienplanungsstellen oder Beratungszentren bieten finanzielle Unterstützung für Geringverdienende an. Zudem übernehmen manche Zusatzversicherungen Verhütungskosten anteilig – besonders, wenn es medizinisch notwendig ist.