Die skurrilsten Geschichten vom deutschen Rettungsdienst
Der Rettungsdienst muss ganz schön was mitmachen. Sie erleben nicht nur medizinische Sonderfälle, sondern manchmal auch die skurrilsten Geschichten.
#4 Der nicht-endende Fahrstuhl
In München musste die Feuerwehr im Jahr 2023, wie die SZ berichtete, zur Hilfe eilen, weil ein Fahrstuhl einfach nicht anhielt. Am Morgen stieg ein Vater mit seinem einjährigen Sohn in den Aufzug, während seine Frau mit den anderen Kindern die Treppen nahm. Allerdings kam der Vater nicht wirklich an, denn der Fahrstuhl fuhr zwar runter, doch dann ohne die Türen zu öffnen, wieder hoch. Und auch oben wurden die zwei Gäste nicht rausgelassen, sondern der Fahrstuhl fuhr munter wieder runter. So ging das Ganze eine ganze Weile, bis die Mutter sich nicht mehr zu helfen wusste, als die 112 zu rufen. Die Rettungskräfte rückten an und stoppten den Fahrstuhl durch ein Not-Aus. Endlich konnten der Vater und das Kind aus dem Lift aussteigen.
#5 Die Bauchtrompete
Auf reddit tauschen sich Rettungskräfte regelmäßig über ihre skurrilsten Einsätze aus und bringen so auch andere zum Lachen. Ein Sanitäter berichtet beispielsweise, dass sie sogar mit Blaulicht zu einer Patientin eilten, die über schwere Bauchschmerzen klagt und „besorgliche Symptome“ schilderte. Als die Rettungskräfte die Dame aus ihrem Sessel anhoben „spielte sie die Bauchtrompete mit 95dB“. Es entfleuchte also Luft – und zwar viel Luft. Die ältere Dame gab munter zur Antwort: „Das war wohl nur etwas Luft. Sie können mich hier lassen – es geht wieder ... achja und können sie mir bitte noch die Flasche Wein hier schnell aufmachen, bevor sie gehen? Ich kriege das nicht hin.“
#6 Beschwerdebrief
In Rommerskirchen in Nordrhein-Westfalen haben die Rettungssanitäter*innen am Sonntagmorgen wie gewöhnlich ihren Rettungswagen gewaschen, wie die Bild berichtete. Dabei kam offenbar unter anderem ein Hochdruckreiniger zum Einsatz, um Scheiben und Blaulichtanlage von lästigem Ungeziefer zu befreien. Eine vorbeispazierende Person fühlte sich von dieser „lautstarken“ Reinigung aber offensichtlich mehr als belästigt. Darum schickte sie im Anschluss direkt eine Beschwerde in Form eines Briefes an die Rettungswache sowie an den Bürgermeister der Stadt – natürlich ganz ohne Absender.
Der Beschwerdebrief
In dem Schreiben beschreibt P. Hesse, dass sie am Sonntagmorgen um 07:20 Uhr in der Nähe des offenen Tors vorbeispaziert sind und „mit Erschrecken feststellen“ mussten, dass der Wagen „lautstark“ gereinigt wurde. Offenbar wurde der Spaziergang dafür sogar unterbrochen, da die Geräuschkulisse sich laut Brief bis 07:50 Uhr hinzog, sich die Spaziergänger*innen also nicht allzu weit entfernt haben konnten. Statt die Wache direkt mit der „Belästigung“ zu konfrontieren, hat Hesse einen Beschwerdebrief ohne Absender über diese „Unverschämtheit und Zumutung“ geschrieben und es wohl auch dem Ordnungsamt und dem Bürgermeister zukommen lassen. Die Betroffenen haben das Schreiben erst gegen Ende erhalten und haben es sich dann auch nicht nehmen lassen, eine öffentliche Antwort auf Facebook zu schreiben, die leider inzwischen gelöscht wurde.