Strom, Wasser, Gas: Sparen ohne große Einschränkungen

Alles wird teurer, egal ob Strom, Wasser oder Gas. Städte schränken ihren Verbrauch ein und auch du kannst mit einfachen Tricks sparen! Hier erfährst du wie

Die Preise für Strom, Wasser und Gas steigen an.
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Langsam bemerken wir es alle: Die Teuerungen bei Strom, Gas und Wasser! Da überlegt man es sich gleich zweimal, ob man an kalten Tagen wirklich schon die Heizung anschmeißen soll oder ob man sich nicht vielleicht lieber einen dickeren Pulli anzieht. Aber wie schaffen es zum Beispiel große Städte zu sparen? Wie kannst auch du als Einzelverbraucher deine Energiekosten reduzieren und verhindern, dass die Kosten ins Unermessliche steigen? 

Wir haben uns für dich informiert und einfache Tipps und Tricks gefunden, die dir helfen können, deine Kosten runterzuschrauben. Vor allem jetzt, wo langsam die kälteren Temperaturen auf uns zukommen, sind diese Ideen Gold wert! 

Auch große Städte ziehen Konsequenzen aus der Krise:

Große Gebäudekomplexe oder Denkmäler werden nicht mehr beleuchtet.
Quelle: IMAGO / Westend61, IMAGO / Westend61

Das Licht bleibt aus!

Viele Städte ziehen mittlerweile Konsequenzen aus den steigenden Energiekosten, genauso wie die Regierung: Seit dem 1. September gilt die sogenannte Energiesparverordnung. Aus Sorge vor möglichen Energieengpässen wird jetzt gespart. Das heißt, dass öffentliche Gebäude oder Baudenkmäler nicht mehr beleuchtet werden dürfen. Außerdem ist es untersagt, Werbeanlagen zwischen 22:00 Uhr und 16:00 Uhr des Folgetages zu erleuchten. Ganz schön triste Vorstellung, oder? 

Das sieht man zum Beispiel an der Dresdner Altstadt-Kulisse. Wo früher nachts alle Gebäude hell erleuchtet waren, ist mittlerweile nur noch wenig Licht und viel Dunkelheit zu sehen. Auch Touristenattraktionen wie das Schloss Neuschwanstein in Schwangau werden nicht mehr beleuchtet.

Supermärkte werden in Zukunft kälter.
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Es wird kalt beim Einkaufen

Auch in Supermärkten müssen wir uns auf Veränderungen einstellen. Genauso wie bei Denkmälern sollen auch die Werbetafeln mit den Logos abends und nachts nicht mehr beleuchtet werden.

Zudem wird es künftig beim wöchentlichen Einkauf auch um einige Grade kälter werden, denn die Heizung in Supermärkten wird um etwa 2 Grad runtergestellt. Hierbei soll aber natürlich darauf geachtet werden, dass die Gesundheit und die Leistung der Beschäftigen nicht eingeschränkt wird. Trotzdem müsse man die Sparmaßnahmen so weit wie möglich ausschöpfen.

Als letzte Maßnahme sollen auch die automatischen Schiebetüren neu eingestellt werden. Sie sollen in Zukunft schneller öffnen und wieder schließen, um nicht unnötig Wärme entkommen zu lassen. Auch größere Kaufhäuser, die ihre Türen konstant geöffnet haben, werden angehalten, diese im Winter geschlossen zu halten.

Beim Duschen kann man Geld sparen.
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Was kann man als Privatperson tun? 

Doch auch als Privatperson sollte man sich Gedanken machen, wie man diesen Winter die Energiekosten reduzieren kann. Und es sind die kleinen Dinge, die einen großen Effekt haben können: Zum Beispiel Duschen.

Wieviel Wasser und Energie man beim Duschen verbraucht, hängt natürlich davon ab, wie lange und wie warm man duscht. Aber auch andere Faktoren spielen noch mit ein: handelsübliche Duschköpfe haben einen Wasserdurchfluss von 12-15 Liter pro Minute. Duscht du also immer ungefähr 10 Minuten, verbrauchst du hier schon an die 150 Liter Wasser. In Deutschland zahlt man pro Liter Wasser gerade 0,2 Cent, was für 10 Minuten dann 30 Cent ergeben. Hinzu kommen noch Nebenkosten für Warmwasser, das erhitzt werden muss. 

Das hört sich jetzt vielleicht nicht nach unglaublich großen Geldmengen an, trotzdem gibt es auch hier Möglichkeiten seine Kosten zu reduzieren:

Mit einem Sparduschkopf verbraucht man deutlich weniger Wasser beim Duschen.
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So sparst du beim Duschen

Es gibt kleine, aber feine Tricks, wie du deine Duschkosten senken kannst:

#1 Ein Sparduschkopf: Das ist ein spezieller Duschkopf, der pro Dusche nur ca. 6-7 Liter Wasser verbraucht, also fast um die Hälfte weniger als ein herkömmlicher Duschkopf — und das ganz ohne Verlust des Komforts, denn du merkst davon gar nichts!

#2 Wasser aus: Es ist die kleine, aber unnötige Angewohnheit, das Wasser laufen zu lassen, während man sich einschäumt. Mach das Wasser in der Zeit einfach aus, das spart erheblich viel Wasser und du verschwendest nichts.

#3 Grauwasser: Als Grauwasser wird das Wasser bezeichnet, dass als Abwasser beim Händewaschen, Duschen und Abspülen entsteht und somit nur leicht verunreinigt ist. Durch einen Filter kann man dieses Wasser aufbereiten und spart dadurch Geld und Ressourcen. Leider ist es etwas aufwendiger, so eine Filteranlage zu installieren, aber es lohnt sich auf jeden Fall.

Man kann sich daheim ganz leicht einen eigenen kleinen Ofen bauen.
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Heizen mit Kerzen und Tontöpfen

Hört sich vielleicht etwas ungewöhnlich an, klappt aber prima: Du brauchst dafür nur ein paar Kerzen, einen feuerfesten Untersetzer und zwei unterschiedlich große Tontöpfe mit Loch. Und schon kannst du dir einen sogenannten Teelichtofen selber bei dir daheim bauen und es wohlig warm machen:

1. Hole deinen feuerfesten Untersetzer — wahlweise aus Ton — und platziere mindestens zwei Teelichter darauf. 

2. Um den Untersetzer herum musst du ein paar Gläser aufstellen, auf denen der Tontopf sicher sitzen kann ohne umzukippen. Alternativ kannst du die Teelichter auch in eine Auflaufform stellen, es ist nur wichtig, dass genug Sauerstoff zu den Kerzen gelangt. 

Wie es weitergeht, erfährst du auf der nächsten Seite ... 

Tontöpfe sind vielseitig einsetzbar.
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Dein eigener Teelichtofen

3. Stelle den kleineren Topf in den Größeren. Um die beiden aneinander zu befestigen, schraube sie durch die Löcher im Boden mit einer Schraube und einer Mutter sowie Unterlegscheiben zusammen. 

4. Zünde deine Teelichter an. 

5. Platziere jetzt deine Topfkonstruktion mit der Öffnung nach unten auf den Gläsern oder auf den Rand der Auflaufform. 

6. Achte darauf, dass von unten genug Luft an die Teelichter kommen, da sie sonst ausgehen. 

Und voilà, schon könnt ihr euch an eurer selbst gebauten Heizung die Hände wärmen. Natürlich ersetzt sie nicht komplett die herkömmliche Heizung, aber sie kann auf jeden Fall helfen, etwas Energie zu sparen. 

Das kannst du tun, wenn du deine Rechnung nicht bezahlen kannst.
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Und was tun, wenn die Rechnung trotzdem zu hoch ist? 

Es ist wohl die größte Angst dieses Jahr: Die Energierechnung. Doch was passiert eigentlich, wenn diese unerwartet hoch ausfällt und du sie einfach nicht bezahlten kannst? 

Auf jeden Fall solltest du in einem ersten Schritt die Angaben auf Richtigkeit überprüfen. Denn falls hier etwas falsch eingetragen ist, kannst du das beanstanden und deine Kosten werden neu berechnet. Außerdem solltest du über das Jahr verteilt Geld auf die Seite legen, damit du im Extremfall Rücklagen hast, auf die du zurückgreifen kannst. 

Wenn die Nachzahlung trotzdem alle deine Vorstellungen übertrifft und du sie einfach nicht alleine bezahlen kannst, solltest du dich an dein örtliches Jobcenter (oder Sozialamt) wenden. Bei geringem Einkommen kannst du hier einen Antrag auf Leistungen stellen. Wichtig ist nur, dass du den Antrag früh genug stellst, also gleich in dem Monat der Fälligkeit einer Nachzahlung. 

Sollte dieser Antrag nicht angenommen werden, kannst du als letzten Schritt versuchen, eine Ratenzahlung mit deinem Energieversorger auszuhandeln. Aber sei vorsichtig hier, die Rahmenbedingungen müssen vorhanden sein, du musst also wissen, dass du über einen längeren Zeitraum verlässlich Geld zahlen kannst. Aufgrund all dieser Situationen kann es sich lohnen, schon vorher immer wieder Geld beiseite zu legen. 

Mit einfachen Tipps kann man viel Geld sparen
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6 Tipps, wie du monatlich Geld sparen kannst

Geld zur Seite zu legen ist oft leichter gesagt, als getan. Trotzdem gibt es einfache Tipps, wie es in Zukunft besser klappt

#1 Coffee2go: Wer sich jeden Tag vor der Arbeit einen Kaffee holt, zahlt im Schnitt 48 Euro im Monat. Kostengünstiger ist es, sich den eigenen Kaffee in der Thermoskanne mitzunehmen. Außerdem produzierst du so weniger Müll, da du auf die Wegwerfbecher verzichtest. 

#2 Beauty-Behandlungen: Klar, jeder will sich schön fühlen und einen guten Eindruck machen. Und manche Dinge, sollte man unbedingt Profis überlassen. Trotzdem gibt man im Schnitt ca. 80 Euro im Monat für Beauty-Treatments wie Maniküre, Pediküre oder Augenbrauen Zupfen aus. Manchmal tut's auch ein schöner Beauty-Day bei dir daheim und du sparst echt viel Kohle.

#3 Fitnessstudio: Denn ganz ehrlich, wie oft gehst du wirklich in das Studio? Viele Menschen sind eher Karteileichen, vor allem im Winter, wo man lieber auf der Couch kuschelt. Da spart man sich lieber die Mitgliedschaftskosten und geht stattdessen eine Runde Laufen — da bekommt man sogar etwas frische Luft ab!

Weitere Tipps auf der nächste Seite:

Man kann sich im Alltag sehr viel Geld sparen.
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#4 Second-Hand: Wer ordentlich Geld sparen will und dabei auch noch was für die Umwelt tun will, der kauft Second-Hand-Mode. Es muss nicht immer das neue Oberteil direkt aus dem Laden sein, mittlerweile sind die Second-Hand-Läden super modisch ausgestattet und bieten dir eine große Bandbreite an Styles an. 

#5 Essen gehen: Jeder will sich mal was gönnen und das soll man auch tun, trotzdem gibt man oft viel zu viel Geld für Essen außer Haus aus. Alleine wenn du dir in deiner Mittagspause lieber was vom Asiaten nebenan holst, anstatt dir etwas von daheim mitzunehmen, kostet dich das in der Woche schon ordentlich Geld. Also koche lieber vor und nimm dir das Essen mit in die Arbeit. 

#6 Wasser: Der einfachste Trick von allen. Anstatt dir immer eine neue Flasche Wasser zu kaufen, investiere einmal in eine hochwertige Trinkflasche und fülle diese immer wieder mit Trinkwasser aus dem Hahn auf.