Krankschreibung: Das sind die 8 größten Irrtümer

Wir klären die wichtigsten Irrtümer:

Bei Erkältung sollte man lieber nicht ins Büro gehen.
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Der Herbst steht bevor und gerade jetzt plagen sich Arbeitnehmer häufiger mit einer Erkältung.

Doch was ist eigentlich erlaubt, wenn du aus Krankheitsgründen zu Hause bleiben musst, um das Bett zu hüten? Ist in einem solchen Fall wirklich strikte Bettruhe angesagt oder ist es ein Problem, wenn du deinen Chef bei einem Spaziergang an der frischen Luft über den Weg läufst?

Es gibt bestimmte Gründe, aus denen man sich krankschreiben lassen sollte.
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Wichtig ist es zunächst zu entscheiden, wann du zu krank zum Arbeiten bist. Ist es nur ein leichter Schnupfen oder sind die Kopfschmerzen nicht mehr auszuhalten? Im Grunde gibt es zwei Richtlinien, an denen du dich orientieren solltest: Kannst du deine Arbeit überhaupt noch korrekt ausführen oder würdest du vielleicht sogar andere gefährden? Wenn du beide Fragen mit „Nein“ beantwortest, macht es nur wenig Sinn, zur Arbeit zu gehen.

Auf den folgenden Seiten zählen wir die größten Irrtümer rund um die Krankmeldung auf:

Krankschreibung: Das sind die 8 größten Irrtümer
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#1: Du musst erst ab dem dritten Tag eine Krankschreibung vorzeigen

Das ist so nicht ganz richtig. Zunächst musst du deinen Arbeitgeber unverzüglich informieren, wenn du arbeitsunfähig bist. Letztendlich kann der Arbeitgeber festlegen, ab welchem Tag er die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sehen möchte.

#2: Wenn ich krankgeschrieben bin, darf ich das Haus nicht verlassen

Nicht jeder Krankheitsfall erfordert strikte Bettruhe. Sofern der Arzt diese nicht ausdrücklich anordnet, kannst du bedenkenlos in den Supermarkt oder in den Park gehen, um frische Luft zu schnappen.  

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#3: Im Krankheitsfall darfst du keinen Sport treiben

Wenn du krank bist, ist es grundsätzlich nicht verboten, Sport zu machen. Dabei kommt es natürlich aber stets darauf an, welche Erkrankung du hast und inwiefern sich der Sport negativ oder positiv auf deinen Gesundheitsstand auswirken könnte.

#4: Der Chef darf dich nicht nach Hause schicken

Dein Arbeitgeber darf dich tatsächlich nach Hause schicken. In bestimmten Berufsgruppen sollte er dies sogar, da er eine Fürsorgepflicht hat. Als Lagerarbeiter sind beispielsweise Schwindelanfälle nicht gerade ungefährlich.  

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#5: Du musst deinem Chef die Krankheit konkret benennen

Das stimmt so nicht ganz. Dein Arbeitgeber muss nicht zwingend erfahren, unter welcher Krankheit du leidest. Auch wird diese nicht auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung dokumentiert. Nur auf der Bescheinigung für die Krankenversicherung steht die Diagnose drauf.

#6: Als Arbeitnehmer darfst du nicht vorzeitig zur Arbeit zurückkehren

Auch diese Aussage entspricht nicht so ganz der Wahrheit. Wenn du beispielsweise für die ganze Woche krankgeschrieben bist, dich aber bereits am Donnerstag wieder fit fühlst, kannst du zur Arbeit zurückkehren. Eine Gesundschreibung existiert nicht.

Wenn man krank ist, kann man nicht arbeiten und sollte sich auskurieren.
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#7: Wenn du krank bist, bist du arbeitsunfähig

Das ist nicht richtig. Wenn du nur einen leichten Schnupfen hast, kannst du durchaus noch in der Lage sein, zu arbeiten. Leidest du vielleicht an einer Pollenallergie? Dann wirst du die Arbeit im Büro mit Sicherheit fortsetzen können. Es kommt immer auf den Einzelfall an.

#8: Ist der Arbeitnehmer krankgeschrieben, kann ihm nicht gekündigt werden

Auch das ist nicht so ganz richtig. Unter gewissen Umständen kann dir sogar gekündigt werden, weil du krank bist! Bist du besonders häufig oder sehr lange krank, solltest du am besten das Gespräch mit deinem Vorgesetzten suchen.