Wie sinnvoll sind Nahrungsergänzungsmittel wirklich?
Nahrungsergänzungsmittel sind beliebt – doch nicht immer sinnvoll. Erfahre, wann sie wirklich helfen und worauf du achten solltest.
Viele Menschen erhoffen sich durch Nahrungsergänzungsmittel (NEM) Gesundheit auf Knopfdruck. Doch nicht jedes Produkt hält, was es verspricht – und nicht jedes Präparat ist für jeden gleich sinnvoll. Entscheidend ist, was dein Körper wirklich benötigt, wie gut ein Mittel aufgenommen wird und wie es individuell dosiert und kombiniert wird. Es gibt einiges, worauf es ankommt, damit sich Vitaminpillen, Magnesiumkapseln oder Eisenpräparate auch wirklich auszahlen und ihre Wirkung entfalten. In diesem Artikel erfährst du, wann NEM sinnvoll sind und worauf du bei der Auswahl achten solltest.
#1 Wie lagert man Nahrungsergänzungsmittel richtig?
Deine Kapseln stehen auf dem Küchentisch, wo morgens die Sonne draufscheint? Du hast ein Pulver und greifst mit feuchten Händen hinein, um den Messbecher zu greifen? Das klingt harmlos, kann aber die Qualität deiner Nahrungsergänzungsmittel erheblich beeinträchtigen . Diese Produkte sind empfindlich, denn Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien reagieren empfindlich auf äußere Einflüsse wie Wärme, Licht oder Feuchtigkeit. Solche Bedingungen können die Inhaltsstoffe abbauen, ihre Wirksamkeit verringern oder sogar die Haltbarkeit verkürzen. Besonders Vitamin C, B-Vitamine oder bestimmte Enzyme sind anfällig und verlieren unter ungünstigen Bedingungen ihre Stabilität. Lagere deine Präparate deshalb stets trocken, gut verschlossen und an einem kühlen, dunklen Ort – am besten in einem Schrank, der nicht in der Nähe von Wärmequellen wie Herd oder Heizung steht.
#2 Auf die Einnahmeform achten
Nicht jeder verträgt Kapseln auf nüchternen Magen – Bauchschmerzen, Übelkeit oder Sodbrennen können die Folge sein. Besonders Vitamin C in Form von Ascorbinsäure ist dafür bekannt, bei empfindlichen Personen die Magenschleimhaut zu reizen. Eine Alternative kann hier gepuffertes Vitamin C sein, das durch die Bindung an Mineralstoffe wie Kalzium oder Magnesium weniger sauer ist und somit den Magen schont. Aber auch der Zeitpunkt und die Art der Einnahme spielen eine entscheidende Rolle. Manche Nährstoffe benötigen die Unterstützung einer Mahlzeit, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Fettlösliche Vitamine wie A, D, E oder K sind hierfür ein klares Beispiel: Ohne eine kleine Menge Fett – sei es aus Olivenöl, Avocado oder Nüssen – kann der Körper diese Vitamine nur eingeschränkt aufnehmen.
#3 Was passiert, wenn man mehrere Nahrungsergänzungsmittel gleichzeitig einnimmt?
Zink, Eisen, Magnesium, Kalzium – alles gleichzeitig einnehmen? Das klingt praktisch, ist aber keine gute Idee. Viele Mineralstoffe stehen im Körper in Konkurrenz zueinander, wenn es um die Aufnahme geht. Kalzium kann etwa die Eisenaufnahme hemmen, da beide über denselben Transportweg im Darm aufgenommen werden. Das bedeutet, dass ein Überschuss des einen Nährstoffs die Verfügbarkeit des anderen einschränken kann . Zudem gibt es Kombinationen, die sich positiv ergänzen: Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme, während Magnesium und Vitamin D zusammenarbeiten, um die Kalziumverwertung zu optimieren. Wenn du mehrere Nahrungsergänzungsmittel aufgrund verschiedener Mängel nutzt, ergibt es Sinn, diese über den Tag zu verteilen, um eine optimale Aufnahme sicherzustellen.