Aktuelle Rückrufe im Supermarkt & Co.: Vor welchen Produkten wird 2026 gewarnt?
Welche Lebensmittel und Produkte werden aktuell im Supermarkt oder der Drogerie zurückgerufen? Aus welchen Gründen und welche Gefahren bestehen?
Immer wieder sehen wir, dass es bei einigen Produkten, die wir im Supermarkt, im Einzelhandel oder in der Drogerie kaufen, zu Rückrufen kommt. Dabei meldet dann häufig die Produktionsfirma selbst Mängel, die gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Da heißt es schnell handeln und nachsehen, ob die eigenen Vorräte betroffen sind. Bei welchen Lebensmitteln müssen die Verbraucher*innen 2026 aufpassen?
Haselnuss-Crème „Nudossi“
Der Hersteller Sächsische und Dresdner Back- und Süßwaren GmbH hat einen Rückruf für die beliebte Haselnuss-Nougat-Crème „Nudossi“ gestartet. Betroffen ist die 300-Gramm-Variante ohne Palmöl (GTIN 4018087009331) mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum zwischen dem 1. August und dem 30. September 2026. Wie das Unternehmen mitteilte, wurden bei Qualitätskontrollen in einigen Proben Salmonellen nachgewiesen, was vermutlich auf einen verunreinigten Rohstoff zurückzuführen ist. Da eine Infektion schwere Symptome wie Durchfall, Fieber und Erbrechen auslösen kann – besonders bei Risikogruppen wie Kleinkindern oder Senioren – wird dringend vom Verzehr abgeraten.
Die betroffenen Produkte wurden überregional in mehreren Bundesländern verkauft. Interessant ist die Abwicklung des Rückrufs: Eine Rückgabe in den jeweiligen Geschäften ist nicht vorgesehen. Stattdessen können Verbraucher*innen das Geld zurückerhalten, indem sie ein Foto des Glases samt Haltbarkeitsdatum per E-Mail an den Kundenservice einsenden. Das Produkt selbst soll anschließend entsorgt werden. Laut Hersteller ist dies der erste Vorfall dieser Art in der Unternehmensgeschichte; die internen Kontrollprozesse werden nun umfassend geprüft.
Rückruf bei Penny: Achtung vor dieser Mettwurst!
Der Discounter ruft Ende März 2026 die 200g „Meisterklasse Schinken-Zwiebelmettwurst“, Chargenummer L06101, Verbrauchsdatum: 24.03.2026 zurück. Der Grund ist ernst, denn bei Qualitätskontrollen wurden gefährliche STEC-Bakterien nachgewiesen.
Da Mett roh verzehrt wird, landen die Keime direkt im Körper. Die Folgen können heftige Bauchschmerzen, Fieber und schwerer Durchfall sein. Im schlimmsten Fall droht sogar Nierenversagen. Vor allem für Kinder und Senior*innen ist der Verzehr gefährlich.
Hast du die betroffene Wurst im Kühlschrank? Dann ab damit in den Müll oder zurück in den Laden. Penny nimmt das Produkt in allen Filialen zurück und du bekommst dein Geld auch ohne Kassenbon erstattet.
Massiver Rückruf bei VW & Cupra: Brandgefahr bei E-Autos
Der Volkswagen-Konzern zieht Ende März 2026 weltweit fast 100.000 Elektrofahrzeuge in die Werkstätten. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) meldet, gibt es gravierende Probleme mit den Batteriemodulen, die im Extremfall zu einer gefährlichen Überhitzung und damit zu Brandgefahr führen können.
Betroffen sind vor allem die VW-Modelle ID.3, ID.4, ID.5 und der ID.Buzz (Bauzeitraum Sommer 2023 bis August 2024) sowie der Cupra Born (Februar 2022 bis April 2024). Allein in Deutschland müssen rund 28.000 Fahrzeuge zur dringenden Überprüfung.
Die verbauten Hochvoltbatterien entsprechen teilweise nicht den Sicherheitsvorgaben. Erste Warnsignale für Besitzer*innen können eine sinkende Reichweite oder das Aufleuchten der gelben Kontrollleuchte im Display sein. VW betont zwar, dass es sich um „seltene Einzelfälle“ handelt und bisher keine Personen zu Schaden gekommen sind, geht aber auf Nummer sicher.
Wer ein betroffenes Fahrzeug fährt, wird direkt vom Hersteller kontaktiert. In der Werkstatt steht ein Software-Update an, zudem wird der Akku genau unter die Lupe genommen. Falls nötig, tauscht VW einzelne Batteriemodule komplett aus. Der Konzern kam dem Fehler nach eigenen Angaben durch die interne Qualitätskontrolle auf die Spur.