Aldi, Lidl, dm & Co.: Alles, was Verbraucher über Preise und Neuerungen wissen müssen
So behalten Kundinnen und Kunden den Überblick: Alle Infos und Änderungen zu Discountern und Drogerieketten, wie Aldi, Lidl, dm & Co.
Aldi, Lidl, dm & Co. gehören zu den bekanntesten Handelsketten in Deutschland. Ob Discounter oder Drogeriemarkt – sie prägen den Alltag vieler Verbraucher*innen. Damit du nicht den Überblick über alle Änderungen, Neuigkeiten, Produkte und Trends verlierst, haben wir diese auf den nächsten Seiten zusammengestellt.
Tegut verschwindet, Edeka und Rewe übernehmen
Im April 2026 steht die Marke Tegut vor dem Ende. Diese betrieb in Deutschland rund 300 Supermärkte und 40 Teo-Minimärkte. Die Schweizer Eignerin Migros hatte im März 2026 den Rückzug aus dem deutschen Markt bekanntgegeben und den Verkauf von Tegut eingeleitet. Den größten Teil der Kette sicherte sich der Konkurrent Edeka. Aber auch der Handelskonzern Rewe will bis zu 40 Filialen übernehmen. Die Transaktionen stehen allerdings unter dem Vorbehalt der Freigabe durch das Bundeskartellamt. Stimmt diese wichtige Wettbewerbsbehörde zu, will Rewe den Großteil der Märkte selbst betreiben. Die übrigen sollen an die Discountertochter Penny gehen. Den Tegut-Mitarbeiter*innen will Rewe ein Jobangebot machen.
Warum Eier im Supermarkt gerade knapp und teuer sind
Wer Anfang April 2026 Eier kaufen möchte, steht im Supermarkt öfter mal vor leeren Regalen. Besonders bei Discountern wie Aldi oder Rewe gibt es spürbare Lücken. Das liegt aber nicht nur an der hohen Nachfrage, sondern vor allem an Problemen bei den Tieren.
In ganz Europa sorgen zwei Krankheiten – die Vogelgrippe und die Newcastle-Krankheit – für große Ausfälle. Viele Legehennen mussten deshalb getötet werden, weshalb nun Nachschub fehlt. Händler*innen versuchen zwar, die Lücken durch regionale Bauern zu füllen, doch das klappt nicht überall sofort. Hinzu kommt, dass wir in Deutschland insgesamt immer mehr Eier essen.
Die Knappheit spüren die Kund*innen auch deutlich im Geldbeutel. Seit 2020 sind Eier laut dem Statistischen Bundesamt um mehr als 60 Prozent teurer geworden. Das ist ein extrem starker Anstieg im Vergleich zu anderen Lebensmitteln. Besonders im Jahr 2026 haben die Preise noch einmal angezogen. Expert*innen können momentan noch nicht sagen, wann wieder genug Hühner da sind, damit die Preise sinken und die Regale überall wieder voll werden.
Schoko-Ostern: Markenhersteller drehen kräftig an der Preisschraube
Wer 2026 zum Osterfest auf Markenqualität bei Schokohasen setzen will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Eine aktuelle Auswertung der Verbraucherzentrale Hamburg verdeutlicht den enormen Preissprung der letzten Jahre: Spitzenreiter ist der Milka-Hase, dessen Preis innerhalb von sechs Jahren um über 100 % explodierte. Auch der Goldhase von Lindt verteuerte sich im selben Zeitraum fast um das Doppelte (+84 %). Ein Lindt-Hase 100g kostet Ende März 2026 4,99 Euro, ein 200g Goldhase von Lindt liegt bei 8,99 Euro. Selbst bei Ferrero gab es in nur zwei Jahren einen Aufschlag von über 12 %.
Komisch ist, dass die Kosten für Rohkakao an den Börsen zuletzt um rund 75 % gesunken sind. Diese Ersparnis geben die großen Konzerne offensichtlich nicht an die Kund*innen weiter. Begründet wird dies mit langfristigen Lieferverträgen zu alten Konditionen sowie gestiegenen Ausgaben für Personal und Energie.
Doch wir haben Alternativen für preisbewusste Käufer*innen. Während die Markenpreise steigen, zeigt sich der Discounter Aldi stabil und hält die Preise für seine Eigenmarke auf Vorjahresniveau. Auch bei Lidl und Rewe finden sich deutlich günstigere Optionen im Regal. Expert*innen raten dazu, beim Einkauf konsequent auf den Grundpreis zu achten und gezielt zu Handelsmarken zu greifen, um die teils drastischen Aufschläge der Traditionsmarken zu umgehen.