Account-Sharing: Will Netflix das Teilen von Accounts unterbinden?
Das Account-Sharing ist Netflix schon seit einer Weile ein Dorn im Auge. Mit den Strategien versucht der Streaming-Dienst das Teilen zu unterbinden
Viele von uns erfreuen sich fast täglich an ihrem Neflix-Abo. So kann man sich unzählige Filme, Serien und Dokumentationen vor dem heimischen Fernseher ansehen, ohne am Ende des Monats völlig pleite zu sein. Denn Netflix bietet Abonnements an, die es erlauben, auf bis zu vier Geräten gleichzeitig Filme und Serien zu schauen. Das verleitet die Nutzer natürlich dazu, sich einen Account mit Freunden oder gar Fremden zu teilen. Es gibt nur einen Account, aber gleich vier Leute können ihn nutzen und sich die Kosten dementsprechend teilen. Dies ist vor allem praktisch, da auch die Preise nicht gerade sinken. Netflix könnte diesem Account-Sharing aber bald ein Ende setzen. Denn sie wollen endgültig gegen die Mehrfachnutzung vorgehen und diese unterbinden.
Verluste durch Account-Sharing
Dem Unternehmen gehen durch das Teilen der Accounts monatlich mehr als hundert Millionen Dollar verloren. Gleichzeitig stagnieren die Nutzerzahlen. Zwar bietet Netflix selbst die Option einer Nutzung auf mehreren Geräten an, allerdings soll dies eigentlich nur auf den eigenen Haushalt beschränkt werden. In den Nutzungsbedingungen heißt es: ,,Der Netflix-Dienst und sämtliche Inhalte [...] dürfen nicht mit Personen, die nicht im gleichen Haushalt leben, geteilt werden."
Anfangs wollte Netflix nicht aktiv gegen das Account-Sharing vorgehen, die Betreiber sehen sich allerdings vor zunehmender Konkurrenz immer häufiger mit Problematik konfrontiert. Neben Amazon Prime Video gibt es inzwischen auch Streaming-Dienste wie Apple oder Disney+.
„Verbraucherfreundliche Lösung“?
Neflix-Chief Operating Officer Greg Peters erklärte schon 2019 in einem Interview, dass man das Problem im Auge behalten sollte und sie eine „verbraucherfreundliche Lösung" finden würden. Ob die Maßnahme tatsächlich so verbraucherfreundlich sein wird, bleibt abzuwarten. Zunächst müssten die Betreiber eine Antwort auf die Frage finden, wie man kontrolliert, wer sich überhaupt im gleichen Haushalt und an demselben Standort befindet. Da Netflix auch mobil abrufbar ist, könnte sich die Nachverfolgung durchaus schwierig gestalten. Auch an den einzelnen Profilen lässt sich nicht ablesen, ob sich die Personen innerhalb eines Haushalts befinden. Schließlich sind diese frei wählbar und geben keinerlei Aufschluss über die Beziehungen zwischen den Nutzern.
Insbesondere weil ein Profilbild inzwischen besonders häufig genutzt wird ...
Boss Baby als Spitzenreiter
Inzwischen gibt es bei Netflix nicht nur eine Riesenauswahl an Filmen und Serien, sondern auch zahlreiche Charaktere, die man für sein eigenes Profil bestimmen kann. Zum 25. Jubiläum von Netflix verkündete das Unternehmen, welche Figur das meist genutzte Profilbild der Nutzer ist. Und tatsächlich machte „Boss Baby“ das Rennen! Schlussendlich wurde es mehr als 11 Millionen Mal als Symbol für das eigene Profil erwählt. 2017 feierte der Film „The Boss Baby“ Premiere und spielte weltweit 528 Millionen US-Dollar ein. Es folgten mehrere Spin-off-TV-Serien und die Fortsetzung „Boss Baby - Schluss mit Kindergarten“, die 2021 in die Kinos kam.
Um den Menschen, die Account-Sharing betreiben aber dennoch auf die Spur zu kommen, startete Netflix 2022 einen Probelauf einer neuen Strategie: