Er rettet Tiere aus Kriegsgebieten

Dabei setzt er sein eigenes Leben aufs Spiel

Er rettet Tiere aus Kriegsgebieten

Seit 2011, also nunmehr fast acht Jahren, tobt in Syrien der brutale Bürgerkrieg, der bereits unzählige Unschuldige das Leben kostete. Und während die Kämpfe und Bombardements weiterhin anhalten, versuchen mehrere Freiwillige, ihren Teil zu leisten, inmitten der Grausamkeiten und Zerstörungen nicht alle Menschlichkeit fallen zu lassen.

Einer von ihnen ist Amir Khalil. Unter Einsatz seines eigenen Leben versucht der Tierarzt Vierbeinern in den Kriegsgebieten zu retten, die dort in den Zoos zum Teil seit Jahren auf sich selbst gestellt sind.

Erfahrt mehr über Amir Khalils beeindruckende Arbeit auf den folgenden Seiten.

Er rettet Tiere aus Kriegsgebieten

Khalil arbeitet ehrenamtlich für die internationale Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“, und engagierte sich unter anderem in der kriegsgeschüttelten Stadt Aleppo, allerdings auch auf den Schlachtfeldern des IS wie im irakischen Mossul. In den dortigen Zoos haben ein paar Vierbeiner zum Teil unter schwersten Bedingungen überlebt – haben ohne Hilfe allerdings keine Chance auf ein weiteres Überleben.

Besonders zwei Beispiele zeigen eindrücklich, wie die Tiere unter den Zuständen dort leiden: Als sich dort 2016 die Terrororganisation IS und die irakischen Streitkräfte heftigste Kämpfe lieferten, überlebten lediglich zwei Tiere im dortigen Zoo: Die Bärin Lula und der Löwe Simba. Aber Lula schaffte das nur, weil sie ihre eigenen Kinder fraß – aus Angst und Hunger zugleich, wie Khalil vermutet. 

Wie er den Tieren hilft, lest ihr auf der folgenden Seite.

Er rettet Tiere aus Kriegsgebieten

Khalil fährt mit seinem Team in die umkämpften Regionen und versucht Tiere wie Lula und Simba zu retten. Eines der gefährlichsten Probleme zeigte sich bei der Rettung der beiden: Da die Tiere zunächst aufgepeppelt werden müssen, bevor sie die langen Transporte in sicherere Gebiete antreten können, muss auch Khalil unter diesen Bedingungen arbeiten – und als er sich um Lula und Simba kümmerte, explodierte am Mossuler Zoo eine Autobombe.

Dass sein Einsatz sich aber lohnt, zeigen die Bilder von den Tieren, wenn sie endlich in sichereren Gefilden ankommen … 

Im Video auf der nächsten Seite könnt ihr euch selbst davon überzeugen. Aber auch Kritik wird an Khalils Arbeit laut:

Auch die Behörden erschweren Khalils Arbeit: Tagelang müssen sie mit den Vierbeinern an militärischen Checkpoints warten, bis sie endlich weiter können – oft ohne ausreichend Nahrung.

Doch nicht alle schätzen Khalils Arbeit in den Kriegsgebieten. Viele werfen ihm vor, dass er sich nur um die Tiere kümmere, während Menschen unter furchtbaren Bedingungen in den gleichen Gebieten leiden. Doch Khalil verteidigt seine Arbeit: Ein leidendes Tier zu füttern und sein Leben zu retten, sei ebenso ein Teil menschlichen Verhaltens. Und die Reaktion der Tiere, die ihr im obigen Video sehen könnt, gibt ihm Recht.