High Roller Casinos: Wo man unnütz unglaublich viel Geld ausgeben kann*

Spielen macht Spaß und gehört für viele Leute zum Freizeitvergnügen dazu, ob es nun ums Skat dreschen, Monopoly und Schach spielen oder ums Überleben beim Multiplayer-Videospiel geht. Doch wenn es sich dabei um bare Münze dreht, sollte vorher überlegt werden, wie und wo gezockt wird.

High Roller Casinos: Wo man unnütz unglaublich viel Geld ausgeben kann*
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Wer sich als Mann oder Frau von Welt sieht, die lässig wie Film-Agent James Bond und seine Gefährtinnen den Casinoboden betreten und sofort in die VIP-Räume geführt werden, kann sich leicht vom Begriff High Roller verlocken lassen. Als solche werden Spieler mit dicken Brieftaschen bezeichnet, bei deren bloßem Erscheinen sich das Personal vor Diensteifrigkeit überschlägt. Kostenlose Suites, Champagnercocktails und mehr gehören zu den Belohnungen, mit denen sich die renommiertesten Einrichtungen der Welt die Treue dieser begehrten Kunden zu sichern suchen. Aber auch hier kann der Schein trügen. Nicht jeder High Roller verdient diesen Titel wirklich, und nicht jedes High Roller Casino ist tatsächlich den Einsatz wert.

Das gilt sogar im Online-Bereich, wo unter www.besteonlinecasinos.com diverse High Roller Casinos verglichen werden können, in denen locker vier- bis fünfstellige Limits pro Einsatz möglich sind. Weil es in den virtuellen Spielbanken die üblichen Anreize wie kostenlose Aufenthalte nicht gibt, sollten beim Vergleich andere Kriterien hinzugezogen werden. Dazu gehört nach dem unerlässlichen Lesen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen und dem aus Sicherheitsgründen notwendigen Sicherstellen, dass es sich um ein Online-Casino mit einer Lizenz aus einem der Mitgliederstaaten der EU handelt, auch der Vergleich der einzelnen Angebote. Das kann sich um einen Willkommensbonus, Freispiele, die kostenlose Teilnahme an lukrativen Turnieren oder aber einen Unterschied in der Ausschüttungsquote handeln. Wo sich schon bei niedrigen Einsätzen der Unterschied von Zehntelprozentpunkten bemerkbar macht, ist er bei hohen Summen umso ausschlaggebender.

High Roller oder nicht, die Regel beim Spiel lautet genau wie beim Aktienkauf, prinzipiell nur zu setzen, was auch mühelos verschmerzt werden kann. Selbst wohlhabende Leute sind nicht vor dem Ruin gefeit, wenn sie sich überschätzen oder den Überblick verlieren. Allerdings besteht die Gefahr deutlich eher auf Webseiten von Anbietern außerhalb der EU, wo weniger oder gar nicht auf Suchtgefahr oder zumindest auffälliges Spielverhalten geachtet wird und auch keine Höchstsummen pro Spieler festgelegt werden.

In Deutschland, wo ab dem 1. Juli 2021 mit dem Inkrafttreten des neuen Glücksspielländerstaatsvertrags die bisher illegalen Online-Casinos erlaubt werden, gilt künftig eine Höchstsumme von 1000 Euro pro Person, die im Monat fürs Online-Glücksspiel ausgegeben werden darf, vom Lotto über Rennwetten bis hin zum Slotspiel.

Wer sich als Spieler gewappnet fühlt, an den teuren Tischen anzutreten und mit hohen Einsätzen noch viel höhere Gewinne einzustreichen, sollte nicht vergessen, dass er genauso gut mit leeren Taschen enden kann. Online mit Köpfchen und ein bisschen Glück reich zu werden ist für etliche Leute eine große Versuchung, ob es nun um das strategisch gewiefte An- und Verkaufen von Kryptowährungen geht oder das aufs Ganze gehen am Pokertisch. 

So wie die ersten Bitcoin-Millionäre Schlagzeilen gemacht haben, weil sie quasi über Nacht aus ein paar investierten Euro, als die Währungen der breiten Masse noch unbekannt waren, fünf, sechs Jahre später zu Reichtümern geworden waren, so sind auch andere Neureiche zu Wegbereitern geworden.

Der Reiz beim Zocken besteht darin, dass die Gewinne zumeist steuerfrei sind und man nicht jahrelang warten muss. Hinzu kommt, dass im Unterschied von Kryptowährungen nicht der perfekte Zeitpunkt erwischt werden muss, um sich nicht hinterher über einen zu niedrigen Verkaufspreis zu ärgern.

Doch im Gegensatz zu Bitcoin und Co., deren Wert rauf und runter geht, ist ein verlorenes Spiel genau das – verloren und nicht wiederholbar.

Selbst Spieler von Weltrank, wie Pius Heinz, der Pokerweltmeister von 2011, der mit seinem Sieg in Las Vegas zum ersten deutschen Pokerchampion und mehrfachen Millionär geworden ist, konnte seinen Erfolg nicht wiederholen. Dabei hatte er sich von der Pike hochgearbeitet und mit kleinen, niedrig dotierten Online-Turnieren angefangen sowie jeden Zug seiner Partien analysiert, um an seinen eigenen Schwächen zu arbeiten und auch die Achillesfersen und Stärken seiner Gegner am virtuellen Tisch zu studieren. Andere Pokerprofis haben mit FBI-Profilern zusammengearbeitet, um so viel wie möglich über die kleinsten Anzeichen am Spieltisch zu erfahren, die auf Bluffs und mehr hindeuten.

Reich werden im Internet ist ein viel genannter Suchbegriff. Die meisten Möglichkeiten sind allerdings mit einigem Zeitaufwand verbunden, und Garantien gibt es keine.

Wer aber seinen Werdegang auf dem Casinoflur oder andere, für viele Leute, interessante Themen auf einem YouTube-Kanal, Vlog oder Blog schildert, kann mit Glück zum Star werden und dadurch lukrative Werbeaufträge bekommen oder zahlungskräftige Sponsoren finden. Auf jeden Fall ist das Risiko, statt mit einem dicken Bankkonto plötzlich mit einer leeren Brieftasche dazustehen, dabei deutlich geringer als bei waghalsigen Zockereien.

Übrigens sind auch in Las Vegas, Hongkong und Macau nicht alle High Roller tatsächlich das, was sie vorgeben, und werden gründlich überprüft. Weil reichen Spielern häufig Kredit eingeräumt wird, wollen die Casinobetreiber sicher sein, dass die Schuldner das Geld zurückzahlen können. Ein als „Krieger des Baccarat“ bekannter japanischer Bauträger, der pro Blatt bis zu 200.000 US-Dollar gewettet haben soll, verlor 1990 in einem sechstägigen Spiele-Marathon in Atlantic City zehn Millionen Dollar. Als er zwei Jahre später ermordet wurde, sollen seine Erben in diversen Casinos Spielschulden in Höhe von neun Millionen Dollar beglichen haben.

Und während im landbasierten Casino zumindest noch andere Gäste sehen, mit welcher Ehrfurcht die bekanntesten High Roller behandelt werden, so ist im Online-Casino davon nichts zu merken. Dafür bleiben Niedrigeinsätze genauso unbemerkt – und ohne großes Risiko.

*Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit Alex Meier verfasst. Alex Meier (32) ist freiberuflich im redaktionellen Bereich rund um die Themen Sport, Spiele, Dekoration, Technik und allgemeine Unterhaltung tätig.