Küblböck vermisst! Wird er jetzt für tot erklärt?

Dafür gibt es klare Regeln

Küblböck vermisst! Wird er jetzt für tot erklärt?

Seit Sonntag, dem 08. September 2018, wird der Sänger Daniel Küblböck offiziell vermisst. Er war an Bord auf dem Kreuzfahrtschiff AIDAluna, das vor der Küste Kanadas unterwegs war, und soll dort unter noch ungeklärten Umständen ins Meer gestürzt sein.

In Zusammenarbeit mit der kanadischen Küstenwache wurde intensiv nach dem 33-Jährigen gesucht, jedoch ohne Erfolg. Nun vermelden Zeitungen, dass die Suche eingestellt wurde und es scheint, dass die Furcht der Fans wahr werden könnte: Von dem Sänger fehlt jede Spur und der Schluss liegt nahe, dass er im Meer sein Leben verlor.

Aber wie geht es nun weiter? Wird er nun einfach für tot erklärt und die Sache ad acta gelegt? Ganz so einfach ist es nicht, wie ihr auf den nächsten Seiten lest.

Küblböck vermisst! Wird er jetzt für tot erklärt?

Menschen können, auch wenn sie spurlos verschwunden sind, nicht einfach für tot erklärt werden. Denn gemeinhin muss zunächst der Tod der betreffenden Person zweifelsfrei festgestellt werden. Dann wird eine Sterbeurkunde ausgestellt, die für die weiteren Behördengänge der Hinterbliebenen notwendig ist.

Wird eine Person vermisst, muss zunächst ein Antrag an ein Gericht gestellt werden, das dann gemäß dem Verschollenheitsgesetz den Fall prüfen muss. Je nach dem, wie der Fall gelagert ist, sieht dieses Gesetz unterschiedliche Fristen vor. Generell gilt: Wenn eine Person seit 10 Jahren als verschollen gilt, kann ein Gericht diese Person für tot erklären. Aber für Menschen, die auf See verloren gehen, gelten andere Fristen.

Welche das sind, lest ihr auf der folgenden Seite.

Küblböck vermisst! Wird er jetzt für tot erklärt?

Die Gewässer, in denen Daniel Küblböck über Bord ging, sind mit rund 10,5 Grad Celsius zu kalt, als dass die Überlebenschancen ohne Hilfe von außen länger als nur bei ein paar Stunden liegen. Aber für tot kann er nicht einfach erklärt werden. Denn auf See gilt generell: Erst nach einer Frist von sechs Monaten kann ein Gericht hier tätig werden. Das hängt mit den eben erwähnten geringeren Überlebenschancen zusammen.

Laut tz gehen jährlich rund 20 Personen bei Kreuzfahrten über Bord und werden nur selten geborgen. Wie es nun in dem Fall Küblböck weiter geht, werden wohl die nächsten Tage zeigen.